Es begann vor einigen Wochen relativ harmlos. Die Postbotin klingelte und fragte etwas erstaunt, ob bei uns eine Ivona R. wohnen würde. Als wir verneinten, nahm sie das entsprechende Schreiben wieder mit. Eine Weile passierte gar nichts. Dann fand sich bei uns im Briefkasten ein Exemplar der Zeitschrift Bravo-Girl, für Ivona R. mit unserer Anschrift. Da der offensichtlich private Zusteller auf dem Aufkleber nicht genannt wurde, schrieb ich eine Mail an den Kundenservice des Bauerverlages, dessen Internetseite im Impressum der Zeitschrift als zuständig für Abonnements genannt wurde, mit der Mitteilung, dass Ivona R. nicht unter dieser Adresse wohnt, nie hier gewohnt hätte und wir auch keine Person dieses Namens kennen würden. Es kam keine Antwort, aber ich betrachtete das Ganze als erledigt. Heute war nun wieder eine Bravo-Girl im Briefkasten. Also riefen wir beim Kundenservice an (für 14 Cent aus dem deutschen Festnetz) und nach der in der Servicewüste Deutschland üblichen endlosen Warteschleife wurden wir zu einer Mitarbeiterin durchgestellt. Die hatte tatsächlich Ivona R. unter unserer Adresse in ihrem Computer, erklärte jedoch nur ziemlich unfreundlich, dass sie dafür nicht zuständig sei, sondern dass das über die … (vermutlich irgendeine Abo-Agentur) laufen würde, wobei sie selbst offensichtlich nicht gewillt war, unser Anliegen an die entsprechende Stelle weiterzuleiten. Wir haben dann aufgelegt.
Als nächstes kam ein Anruf bei der Verbraucherzentrale (1,75 Euro pro Minute) an die Reihe, um uns sozusagen rechtlich abzusichern. Die Dame riet uns, die Zeitschriften erstmal zu behalten und nicht wegzuwerfen. Möglicherweise kommt ja irgendwann ein Schreiben, auf dem dann vielleicht sogar mal draufsteht, an wen wir uns wenden können, damit diese Sendungen eingestellt werden.
Laut Google gibt es übrigens in der ganzen Web-Welt keine Person dieses Namens und ich frage mich, ob sie im richtigen Leben überhaupt existiert oder ob sich jemand einen Scherz erlaubt…
3 Kommentare:
Das würde ich dann aber einen sehr üblen Scherz nennen. Irgendjemand wird dieses Abo aber doch bezahlt haben?. So ganz umsonst stellen die doch nicht einfach eine Zeitschrift zu. Das finde ich schon sehr merkwürdg. Bravo Girl lässt auch eher auf ein jüngeres weibliches Wesen schliessen. Ich wünsche euch, das sich diese dubiose Geschichte bald auflöst.
Übrigens... die Damen am Telefon sind meistens nur dann freundlich, wenn sie etwas verkaufen wollen.
So lange ihr nichts dafür bezahlen müsst kann es euch doch relativ egal sein, oder...?
Bei längerem Nachdenken bin ich zu der Überzeugung gekommen, dass irgendein Abo-Verkäufer, der vermutlich auf seine Punktzahl kommen musste, sich einen Phantasienamen zu eurer Adresse ausgedacht hat. Sowas gibt´s nicht selten. Diese Drückerkolonnen kriegen ganz schön Druck wenn sie ihre Leistung nicht erbringen. Da greift man schon mal zu solchen Mitteln. Ich würd´s ignorieren an Deiner Stelle. Du hast getan was Du konntest. Wenn die kein Geld bekommen, werden sie aufhören, die Hefte zu schicken.
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