Dass die Wohnverhältnisse der meisten unserer armenischen Patenkinder – mit Ausnahme des einen Jungen, der im Dorf der Hoffnung lebt – nicht die Besten sind, war uns natürlich immer klar. Unsere beiden ersten Patenkinder Diana und Gharib hat es jedoch besonders hart getroffen – vor allem, seit unter dem Haus der Familie eine U-Bahn-Trasse verläuft, so dass die fahrenden Züge das Haus erschüttern. Die Folge sind unter anderem Risse und geplatzte Rohre. Daher bittet die Organisation Diaconia, über die auch die Patenschaften laufen, um Spenden, damit der Familie eine Hausrenovierung finanziert werden kann. Hier ist der Bericht aus dem Diaconia-Report, den ich in den Blog übernommen habe, da man ihn nicht direkt verlinken kann:
Inflation, Arbeitslosigkeit und weitere politische Faktoren führten dazu, dass die soziale Situation der Bevölkerung in Armenien sich in den vergangenen Monaten dramatisch verschlechtert hat. Viele Menschen wissen nicht, wie es weitergehen soll.
So ergeht es auch Familie Sargsian, deren vier Kinder im Patenschaftsprogramm von Diaconia sind. Vater Hratschja ist psychisch krank. Er wurde 1988 Augenzeuge des verheerenden Erdbebens in der Stadt Spitak und musste mit ansehen, wie sein Onkel mit seinen Kindern unter den Trümmern verschüttet wurde. Inzwischen geht es Hratschja etwas besser. Er und seine zweite Frau Susanna haben vier Kinder, das fünfte ist unterwegs.
Die Familie lebt in Hratschjas marodem Elternhaus. Die tragenden Balken sind morsch, und die Wände sind von zahlreichen Rissen durchzogen, seit eine U-Bahnlinie direkt unter ihrem Haus verläuft. „Jedes Mal, wenn ein Zug kommt, wird das ganze Haus erschüttert“, erzählt Susanna. Das aussenliegende Bad funktioniert schon lange nicht mehr: Die Rohre sind geplatzt, und eine neue Wasserleitung können sie sich nicht leisten. Die Eingangstür fehlt völlig.
Aufgrund dieser schlechten Wohnbedingungen wurden die Söhne Gharib (14) und Erwand (12) in einem staatlichen Internat untergebracht. Dort wurden sie gut betreut und schliefen in trockenen Betten. Aber sie vermissten ihre Familie. Ihre Noten wurden schlechter, und sie kränkelten. Hratschja und Susanna holten sie zurück nach Hause. „Die Kinder schämen sich, die Schule zu besuchen. Sie müssen oft schmutzige Kleidung tragen, weil ich keine Möglichkeit habe, ihre Sachen zu waschen. Deshalb werden sie von ihren Schulkameraden gehänselt“, berichtet Susanna. Die Familie besitzt keine Waschmaschine, keinen Kühlschrank, keinen Herd.
Im Haushalt leben auch Hratschjas 79-jährige schwerkranke Mutter und seine 54-jährige Schwester, die unter psychischen Störungen leidet. Niemand in der Familie hat eine Arbeit. Das Geld reicht oft nicht einmal für das Nötigste. Tochter Diana macht eine Ausbildung zur Hebamme. Die Studiengebühr wurde von Diaconia bezahlt. Doch ein Praktikum kann die junge Frau, obwohl gefordert, nicht machen – die Transportkosten sind zu hoch. Wir möchten mit Ihrer Hilfe das Haus der Familie renovieren, die Wasserleitung erneuern lassen, eine Waschmaschine und weitere Gebrauchsgegenstände kaufen und die Ausbildung der Kinder sichern. Bitte helfen Sie dieser Familie durch Gaben und Gebete.
Da wir selbst bereits unsere Patenkinder in Armenien getroffen und auch Hilfsprojekte von Diaconia besucht haben, können wir garantieren, dass Spenden 100%ig ankommen!
Die Spendenkonten findet ihr hier, online spenden über Postcard (Schweiz) oder PayPal könnt ihr hier. Bitte gebt als Verwendungszweck unbedingt „Projekt 3026 – Hausrenovierung Hratschja“ an. Vielen lieben Dank!!!
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Dienstag, 31. März 2015
Dienstag, 2. September 2014
Briefe aus Armenien
Wie ich schon in meinem letzten Blog-Beitrag erwähnte, freuen wir uns immer, wenn wir Briefe von unseren Patenkindern in Armenien bekommen. Das Gleiche gilt für Berichte über die Kinder, die wir erhalten. Einige der Kinder schreiben regelmäßig, andere weniger regelmäßig und manchmal bekommen wir auch Post von anderen Familienmitgliedern. Von Zeit zu Zeit liegen Fotos bei oder sogar selbstgemachte Geschenke.
Einige Fakten:
Die Kinder sind zwischen elf und sechzehn Jahre alt.
Vier von ihnen wachsen ohne Väter auf, weil diese die Familien verlassen haben.
Fünf von ihnen leben mit einer chronischen Krankheit und / oder einer Behinderung. Wenigstens drei von ihnen haben chronisch kranke Eltern. Dies in einem Land, in dem man alle Kosten für medizinische oder therapeutische Behandlungen selbst tragen muss . Für die Patenkinder ist auch die medizinische Grundversorgung gratis.
Die Eltern von fünfen sind arbeitslos. Die Eltern der anderen drei verdienen zu wenig, um ihre Familien ernähren zu können.
Einer von ihnen besucht keine Schule, da es keine oder zu wenige Schulen für stark mehrfach behinderte Kinder gibt.
Auf der anderen Seite besuchen zwei zur Zeit ein College und sind entschlossen, das Beste aus dieser Chance zu machen. Mit Gottes Hilfe haben wir für eines von ihnen die Ausbildungsgebühr übernommen. Die meisten anderen strengen sich in der Schule sehr an, obwohl es unter den gegebenen Bedingungen schwierig für sie ist.
Während der letzten Jahre, seit wir begonnen haben, Kinderpatenschaften zu übernehmen, haben wir gemerkt, dass so eine Patenschaft weit mehr bedeutet, als nur Geld zu überweisen auf der einen Seite und lebenswichtige Güter und Dienstleistungen zu empfangen auf der anderen. Es entstehen Beziehungen, die mit jedem Brief und jedem Bericht enger werden.
„Die Armut sagte mir: ich bin hoffnungslos, ich bin ein Nichts, und ich glaubte das.“ – Richmond, ehemaliges Patenkind über Compassion
Viele Menschen wären in der Lage, eine Kinderpatenschaft zu übernehmen, aber längst nicht alle tun es. Niemand muss acht Kinder auf einmal nehmen – das sind nur einige wenige von uns, die eine besondere Berufung haben. Nimm nur eines! Es kostet etwa 30 Euro pro Monat, was wirklich nicht viel ist, wenn man darüber nachdenkt. Überlege einmal, was du an einem Abend ausgibst, wenn du Essen oder in die Disco gehst, oder wieviel Geld du an einem einzigen Shopping-Wochenende für Klamotten verpulverst, die womöglich hinterher nur im Schrank hängen!
Es gibt ein paar bekannte Organisationen wie Compassion, Plan, SOS-Kinderdörfer und World Vision, sowie mehrere kleinere wie Diaconia, über die wir unsere Patenkinder haben. Jede diese Organisationen verfügt über eine lange Liste von Kindern, die dringend Hilfe brauchen, du hast also die große Auswahl, was Geschlecht, Alter und Herkunft des Kindes angeht. Auf der World Vision-Website kannst du dir sogar zeigen lassen, welche Kinder am selben Tag wie du Geburtstag haben, und für diese eine Patenschaft übernehmen. Aber welches Kind du dir auch immer aussuchst, es ist es wert! Du kannst die Welt verändern – zumindest für ein Kind!
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Mittwoch, 30. April 2014
Dringend neue Paten gesucht!
Update: Der Junge hat inzwischen eine Patin gefunden, aber viele Kinder suchen nach wie vor Paten. Wenn ihr also eine Patenschaft in Erwägung zieht - am Ende dieses Blog-Beitrages findet ihr Kontaktdaten :)
Heute morgen bekamen wir mal wieder einen Umschlag mit einem Stapel Briefe von einigen unserer Patenkinder bzw. deren Eltern in Armenien. Es bereitet uns immer große Freude, zu lesen, wie es ihnen geht und was sie uns zu sagen haben – normalerweise. Heute war allerdings ein Hilferuf eines unserer Patenjungen dabei, der schrieb, dass sein jüngerer Bruder (er wird in diesem Jahr 11 Jahre alt) seine Paten verloren hat. Dies bedeutet für den Jungen, dass er nicht nur keine Lebensmittelpakete mit Grundnahrungsmitteln, sondern auch keine Kleidung, keine Schulsachen und keine medizinische Versorgung mehr bekommt.
Wir sind seit 2007 Paten von zweien der Kinder aus der Familie und durften sie, ihre Großmutter, den Vater und auch den jüngeren Bruder 2009 in Jerewan kennenlernen. Die Familie besteht aus vier Erwachsenen (Großmutter, Eltern, Tante), die alle zu alt, zu krank oder zu behindert sind, um auf dem hart umkämpften Arbeitsmarkt in Armenien eine Chance zu haben, und vier Kindern. Der Vater, der früher für alle finanziell gesorgt hat, ist seit einigen Jahren ebenfalls durch einen Unfall Invalide. Die Familie lebt von Alters- und Invalidenrenten, die vorne und hinten nicht zum Leben reichen. Sie wohnen in einem maroden Haus, in dem Schimmel und Feuchtigkeit an der Tagesordnung sind. Bei Regen kommt Wasser durch das undichte Dach.
Die Kinder sind also auf die monatliche Hilfe durch Paten dringend angewiesen, damit wenigstens ihre Grundbedürfnisse befriedigt werden können. Wir haben insgesamt zur Zeit acht Patenkinder bei Diaconia und konnten uns vor Ort überzeugen, dass das Geld wirklich ankommt. Es würde uns sehr freuen, wenn jemand, der dies liest, bereit wäre, die Patenschaft für den Jungen für 30 Euro im Monat zu übernehmen. Er ist wie gesagt nicht mehr ganz so klein, das heißt, die Patenschaft würde nur noch etwa über acht bis neun Jahre laufen. Falls ihr Interesse habt, könnt ihr euch gerne an mich oder direkt an Michaela Kuhlmann (deutschland@diaconia.org oder Tel. 0 77 61 55 32 973) bei Diaconia wenden.
Heute morgen bekamen wir mal wieder einen Umschlag mit einem Stapel Briefe von einigen unserer Patenkinder bzw. deren Eltern in Armenien. Es bereitet uns immer große Freude, zu lesen, wie es ihnen geht und was sie uns zu sagen haben – normalerweise. Heute war allerdings ein Hilferuf eines unserer Patenjungen dabei, der schrieb, dass sein jüngerer Bruder (er wird in diesem Jahr 11 Jahre alt) seine Paten verloren hat. Dies bedeutet für den Jungen, dass er nicht nur keine Lebensmittelpakete mit Grundnahrungsmitteln, sondern auch keine Kleidung, keine Schulsachen und keine medizinische Versorgung mehr bekommt.
Wir sind seit 2007 Paten von zweien der Kinder aus der Familie und durften sie, ihre Großmutter, den Vater und auch den jüngeren Bruder 2009 in Jerewan kennenlernen. Die Familie besteht aus vier Erwachsenen (Großmutter, Eltern, Tante), die alle zu alt, zu krank oder zu behindert sind, um auf dem hart umkämpften Arbeitsmarkt in Armenien eine Chance zu haben, und vier Kindern. Der Vater, der früher für alle finanziell gesorgt hat, ist seit einigen Jahren ebenfalls durch einen Unfall Invalide. Die Familie lebt von Alters- und Invalidenrenten, die vorne und hinten nicht zum Leben reichen. Sie wohnen in einem maroden Haus, in dem Schimmel und Feuchtigkeit an der Tagesordnung sind. Bei Regen kommt Wasser durch das undichte Dach.
Die Kinder sind also auf die monatliche Hilfe durch Paten dringend angewiesen, damit wenigstens ihre Grundbedürfnisse befriedigt werden können. Wir haben insgesamt zur Zeit acht Patenkinder bei Diaconia und konnten uns vor Ort überzeugen, dass das Geld wirklich ankommt. Es würde uns sehr freuen, wenn jemand, der dies liest, bereit wäre, die Patenschaft für den Jungen für 30 Euro im Monat zu übernehmen. Er ist wie gesagt nicht mehr ganz so klein, das heißt, die Patenschaft würde nur noch etwa über acht bis neun Jahre laufen. Falls ihr Interesse habt, könnt ihr euch gerne an mich oder direkt an Michaela Kuhlmann (deutschland@diaconia.org oder Tel. 0 77 61 55 32 973) bei Diaconia wenden.
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Montag, 18. November 2013
Es musste sein ...
Ich hatte es lange vor mir hergeschoben, denn schließlich kostet es ja Geld und das hätten wir gut anderweitig gebrauchen können. Aber es ging nicht mehr. Mein Körper rächt sich bei den „falschen“ Arbeiten wie z.B. Fußböden putzen regelmäßig mit extra heftigen Schmerzen (ein gewisser Schmerzlevel ist immer da, egal, was ich tue oder unterlasse). Es nutzt auch nichts, wenn man seine Fenster einigermaßen regelmäßig putzt (das erlaubt mir mein Körper) und dabei der Fußboden immer dreckiger wird. Okay, von außen sah unsere Wohnung dann immer noch gut aus ;) Leider nicht von innen.
Also musste eine Putzfrau her. Wir fragten im Bekanntenkreis herum und fanden schließlich jemanden, so dass unser Heim seit kurzem auch für Besuch wieder begehbar ist :)
Schon einige Zeit vorher hatte ich mich durch die Website der Minijob-Zentrale gelesen, weil wir unsere Putzhilfe ordentlich anmelden wollten. Weniger aus Angst, wegen der „Schwarzarbeiterin“ erwischt zu werden – ich habe noch nie gehört, dass das im privaten Bereich jemandem passiert wäre und ich habe in meinem Leben schon viel Schwarzarbeit gesehen – sondern aus moralischen Gründen. Ja, ich sehe schon einige Leser spöttisch grinsen. Schön doof, diese Moral, zumal sie ja auch etwas kostet. Das tut sie allerdings. Da sind einmal die Abgaben an die Minijob-Zentrale für Sozialversicherung der Haushaltshilfe – bekommt sie z.B. 100 Euro im Monat, bezahlt man etwas über 14 Euro an die Minijob-Zentrale, kann aber mehr als 22 Euro von der Steuer absetzen – und dann die Urlaubs- (4 Wochen) und Feiertags-Lohnfortzahlung, außerdem, wenn man Pech hat, Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, die man sich allerdings bis zu 80% erstatten lassen kann.
Selbst wer das alles einsieht und die Kosten tragen will, schreckt womöglich vor den Formalitäten zurück.
Aber …
Dafür ist die Haushaltshilfe unfallversichert, falls z.B. die Leiter, auf der sie gerade steht, um den Kronleuchter zu putzen, gerade dann beschließt, zusammenzubrechen.
Abgesehen davon ist es nun einmal moralisch und gesetzlich einwandfrei. In unserem Fall sowieso – als Christen sind wir gehalten, alle Gesetze zu befolgen, die nicht im Widerspruch zu Gottes Geboten stehen. Aber auch ohne diesen Glaubenshintergrund ist legal immer besser als illegal :)
Und wer sich vor komplizierten Regelungen und Formalitäten fürchtet, den kann ich beruhigen. Der Haushaltsscheck, also das Formular, das man ausfüllen muss, um eine Haushaltshilfe anzumelden, ist gerade einmal eine Seite lang und das, was man dort eintragen muss, beschränkt sich im Wesentlichen auf ein paar übliche persönliche Daten und eine Einzugsermächtigung, also keinerlei unbeantwortbare Fragen, wie man sie in so vielen Formularen findet, über denen man stundenlang grübeln muss. Arbeitsverträge gibt es ebenfalls als Vordrucke auf der Website. Bei Fragen und Unklarheiten jeder Art hilft die sehr gute Hotline der Minijob-Zentrale. Ich habe dort im Laufe der Zeit drei- oder viermal angerufen und nach meiner Erfahrung sind die Wartezeiten minimal. Meine Fragen konnten ebenfalls allesamt kompetent beantwortet werden. Nicht einmal eine Woche, nachdem wir den Haushaltsscheck abgeschickt hatten, kam schon die Bestätigung mit unserer Betriebsnummer. Die bleibt unsere, auch wenn die Putzhilfe wechseln sollte.
Es ist also alles ganz easy und es gibt wirklich keinen Grund, es nicht zu tun, es sei denn, man ist tatsächlich zu geizig für die geringe Zusatzabgabe!
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Samstag, 29. Oktober 2011
Wenn es mir gut geht
Dies sind die Worte, die ich mittlerweile zu jeder Zusage zu einer Einladung oder einer Verabredung hinzufügen muss. Natürlich kann es jedem schon mal nicht gut gehen und gerade jetzt im Herbst werden viele Menschen von Erkältungen oder anderen Krankheiten geplagt und können deshalb die eine oder andere Zusage nicht einhalten. Es ist immer ärgerlich, wenn man aus Krankheitsgründen einen Termin nicht wahrnehmen kann, auf den man sich vielleicht gefreut hat oder, noch schlimmer, der von einem selbst abhängig ist. Auf Letzteres lasse ich mich schon gar nicht mehr ein, denn die Gefahr, dass es mir nicht gut geht, ist zu groß. Früher habe ich meinen gesunden Körper immer für selbstverständlich gehalten, so wie es die meisten Menschen tun. Ich weiß auch, dass sich viele Frauen in meinem Alter wünschen, dass sie einen jüngeren Körper hätten. Ich dagegen möchte einfach nur so beschwerdefrei sein, wie die durchschnittliche Frau mit Mitte 40.
Die Beschwerden haben meine Einstellung zum Leben so verändert, dass ich nichts mehr für selbstverständlich halte, weder die Gesundheit, noch die finanzielle Versorgung oder sonst alles, das in meinem Leben mehr oder weniger eine Rolle spielt oder es überhaupt erst möglich macht. Es gibt nichts, das nicht plötzlich weg sein kann. Noch vor zehn Jahren wäre es mir nicht in den Sinn gekommen, dass ich viele Termine und Verabredungen nicht wahrnehmen könnte, weil mein Körper so oft streikt. Ich habe es mir mittlerweile abgewöhnt, es peinlich zu finden.
Das Resultat dieser angeschlagenen Gesundheit ist, dass ich mich mit allem absolut auf Gott verlassen und darauf vertrauen muss, dass Er mir zur rechten Zeit das gibt, was ich brauche. Das muss zwar eigentlich jeder, aber ich denke, nur wenn man in chronischen Problemsituationen, egal welcher Art, steckt, wird man sich dessen wirklich bewusst. Das Bemerkenswerte ist, dass es tatsächlich funktioniert :) Natürlich nerven mich meine Beschwerden ganz gewaltig, wenn sie sich bemerkbar machen, aber da alles, was ich habe, Gott gehört, auch mein Körper, kann ich mich darauf verlassen, dass ich alles damit tun kann, was Er von mir verlangt. Und es ist auch nicht ausgeschlossen, dass Er mich eines Tages heilen wird.
Nun zu euch, die ihr sagt: "Heute oder morgen wollen wir in die und die Stadt ziehen. Wir werden ein Jahr dort bleiben, Geschäfte machen und Geld verdienen." Ihr wisst doch nicht einmal, was morgen sein wird. Was ist denn euer Leben? Es ist nur ein Dampf, der kurze Zeit sichtbar ist und dann verschwindet. Ihr solltet vielmehr sagen: "Wenn der Herr es will, werden wir leben und dieses oder jenes tun." – Jakobus 4,13-15 NeÜ
Die Beschwerden haben meine Einstellung zum Leben so verändert, dass ich nichts mehr für selbstverständlich halte, weder die Gesundheit, noch die finanzielle Versorgung oder sonst alles, das in meinem Leben mehr oder weniger eine Rolle spielt oder es überhaupt erst möglich macht. Es gibt nichts, das nicht plötzlich weg sein kann. Noch vor zehn Jahren wäre es mir nicht in den Sinn gekommen, dass ich viele Termine und Verabredungen nicht wahrnehmen könnte, weil mein Körper so oft streikt. Ich habe es mir mittlerweile abgewöhnt, es peinlich zu finden.
Das Resultat dieser angeschlagenen Gesundheit ist, dass ich mich mit allem absolut auf Gott verlassen und darauf vertrauen muss, dass Er mir zur rechten Zeit das gibt, was ich brauche. Das muss zwar eigentlich jeder, aber ich denke, nur wenn man in chronischen Problemsituationen, egal welcher Art, steckt, wird man sich dessen wirklich bewusst. Das Bemerkenswerte ist, dass es tatsächlich funktioniert :) Natürlich nerven mich meine Beschwerden ganz gewaltig, wenn sie sich bemerkbar machen, aber da alles, was ich habe, Gott gehört, auch mein Körper, kann ich mich darauf verlassen, dass ich alles damit tun kann, was Er von mir verlangt. Und es ist auch nicht ausgeschlossen, dass Er mich eines Tages heilen wird.
Nun zu euch, die ihr sagt: "Heute oder morgen wollen wir in die und die Stadt ziehen. Wir werden ein Jahr dort bleiben, Geschäfte machen und Geld verdienen." Ihr wisst doch nicht einmal, was morgen sein wird. Was ist denn euer Leben? Es ist nur ein Dampf, der kurze Zeit sichtbar ist und dann verschwindet. Ihr solltet vielmehr sagen: "Wenn der Herr es will, werden wir leben und dieses oder jenes tun." – Jakobus 4,13-15 NeÜ
Sonntag, 26. September 2010
Spaziergang und Müllpolitik
Nachdem es gestern den ganzen Tag geregnet hat, ist heute wieder ein ziemlich sonniger Tag und ich habe heute morgen beim Hundespaziergang mit Yaris einen besonders schönen Spazierweg entdeckt. Schließlich muss ich meinen neuen Wohnort erstmal „erobern“ und dafür sind die täglichen Hundespaziergänge gar nicht schlecht. Außerdem habe ich einen zweiten Tütchenspender entdeckt, was bei Yaris‘ Verbrauch (zwei bis drei Häufchen = Tütchen pro Spaziergang) auch ganz nützlich ist.
Hier oben auf der Hochebene der Schwäbischen Alb (zwischen 750 und 800 Meter über dem Meeresspiegel, je nachdem, wo man sich befindet), ist es schon ziemlich herbstlich und die Bäume verlieren massenhaft Blätter. Dabei weht ein eisiger Wind, selbst wenn es eigentlich nicht so sehr kalt (also um die 10°C) ist. Heute morgen hätte ich jedenfalls besser daran getan, mir eine Mütze aufzusetzen. Aber die Luft ist schön trocken und frisch. Nicht umsonst war Stetten a.k.M. ja mal Luftkurort – zwischen den beiden Weltkriegen, als es hier kein Militär gab, hat man die Kasernengebäude dafür genutzt und Tuberkulosepatienten und andere Lungenkranke dort einquartiert. Ich bin zwar nicht lungenkrank, aber für meinen Kreislauf ist die Luft hier oben auf jeden Fall auch gut. Heute ist der erste Tag, an dem ich mich – sehr wahrscheinlich stressbedingt – nicht gut gefühlt habe (zum Vergleich: an meinem früheren Wohnort war ich dankbar für jeden Tag, an dem ich einigermaßen fit war), aber mein Blutdruck ist dabei ziemlich stabil geblieben und das ist schon viel wert.
Ach ja, noch einmal zur Müllpolitik des Landkreises Sigmaringen (siehe auch den vorherigen Blog-Beitrag): den Glasmüll muss man hier extra zum Recyclinghof bringen, der übrigens von hier aus – wir wohnen ziemlich nah am Zentrum – nicht zu Fuß zu erreichen ist. Wir haben ja ein Auto, aber ich frage mich, was diejenigen machen, die keines haben – vermutlich alles nur in Plastikflaschen kaufen, die kommen in den gelben Sack. Sehr umweltfreundliche Regelung!
Hier oben auf der Hochebene der Schwäbischen Alb (zwischen 750 und 800 Meter über dem Meeresspiegel, je nachdem, wo man sich befindet), ist es schon ziemlich herbstlich und die Bäume verlieren massenhaft Blätter. Dabei weht ein eisiger Wind, selbst wenn es eigentlich nicht so sehr kalt (also um die 10°C) ist. Heute morgen hätte ich jedenfalls besser daran getan, mir eine Mütze aufzusetzen. Aber die Luft ist schön trocken und frisch. Nicht umsonst war Stetten a.k.M. ja mal Luftkurort – zwischen den beiden Weltkriegen, als es hier kein Militär gab, hat man die Kasernengebäude dafür genutzt und Tuberkulosepatienten und andere Lungenkranke dort einquartiert. Ich bin zwar nicht lungenkrank, aber für meinen Kreislauf ist die Luft hier oben auf jeden Fall auch gut. Heute ist der erste Tag, an dem ich mich – sehr wahrscheinlich stressbedingt – nicht gut gefühlt habe (zum Vergleich: an meinem früheren Wohnort war ich dankbar für jeden Tag, an dem ich einigermaßen fit war), aber mein Blutdruck ist dabei ziemlich stabil geblieben und das ist schon viel wert.
Ach ja, noch einmal zur Müllpolitik des Landkreises Sigmaringen (siehe auch den vorherigen Blog-Beitrag): den Glasmüll muss man hier extra zum Recyclinghof bringen, der übrigens von hier aus – wir wohnen ziemlich nah am Zentrum – nicht zu Fuß zu erreichen ist. Wir haben ja ein Auto, aber ich frage mich, was diejenigen machen, die keines haben – vermutlich alles nur in Plastikflaschen kaufen, die kommen in den gelben Sack. Sehr umweltfreundliche Regelung!
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Dienstag, 29. Juni 2010
Mittwoch, 28. April 2010
Zähne und Umzug
Die Wunde, die der gezogene Weisheitszahn hinterlassen hat, heilt langsam aus. Das war allerdings nur der Anfang einer höchstwahrscheinlich ellenlangen und kostenintensiven Zahn- und Kiefergeschichte. Ich hatte vor Jahren eine nicht ganz billige Krankenzusatzversicherung abgeschlossen, die auch Zahnbehandlungen mit einschließt, und habe mich immer mal wieder gefragt, ob so etwas wirklich nötig ist – immerhin habe ich jahrelang nur eingezahlt und sie nur sehr selten überhaupt in Anspruch nehmen müssen. Jetzt zahlt es sich aus, dass ich trotzdem dabei geblieben bin, denn viele der Behandlungen, denen ich mich in Zukunft wohl unterziehen muss, werden nur noch zu einem geringen Teil von der gesetzlichen Kasse übernommen, während die Zusatzversicherung vom Restbetrag einen großen – in manchen Fällen den größten – Teil übernimmt. Dabei geht es auch um hohe Summen. Am Freitag nächster Woche habe ich einen Termin bei meinem Hauszahnarzt, mal sehen, was der sagt. Ich bin allerdings inzwischen geneigt, erstmal den anstehenden Umzug hinter mich zu bringen (was zur Folge hat, dass ich mir auch neue Ärzte suchen muss), bevor ich mich irgendwelchen Prozeduren unterziehe, die mich womöglich tagelang außer Gefecht setzen. Dieser Umzug erfordert meine ganze Kraft und das kann ich mir dann einfach nicht leisten!
Apropos Umzug – es zieht sich mal wieder hin. Wir warten noch auf das Ja oder Nein des derzeitigen Hauptinteressenten an unserem Haus und er wartet auf den Kostenvoranschlag einer Heizungsfirma. Ich hoffe aber sehr, dass da diese Woche etwas kommt, damit wir wissen, ob wir zwischenfinanzieren müssen oder nicht. Mittlerweile habe ich schon schlaflose Nächte, weil ich denke, dass wir den Umzug nie geregelt kriegen – was Blödsinn ist, das ist nur eine Frage der Organisation und darin bin ich gut (kein Eigenlob, ich weiß, dass ich das nicht mir zu verdanken habe!). Leider mache ich mir im Vorhinein häufig viel zu viele Gedanken – so lange, bis ich loslegen kann und darauf warte ich jetzt. Das Warten ist immer das Schlimmste!
Apropos Umzug – es zieht sich mal wieder hin. Wir warten noch auf das Ja oder Nein des derzeitigen Hauptinteressenten an unserem Haus und er wartet auf den Kostenvoranschlag einer Heizungsfirma. Ich hoffe aber sehr, dass da diese Woche etwas kommt, damit wir wissen, ob wir zwischenfinanzieren müssen oder nicht. Mittlerweile habe ich schon schlaflose Nächte, weil ich denke, dass wir den Umzug nie geregelt kriegen – was Blödsinn ist, das ist nur eine Frage der Organisation und darin bin ich gut (kein Eigenlob, ich weiß, dass ich das nicht mir zu verdanken habe!). Leider mache ich mir im Vorhinein häufig viel zu viele Gedanken – so lange, bis ich loslegen kann und darauf warte ich jetzt. Das Warten ist immer das Schlimmste!
Freitag, 19. März 2010
Zahn(arzt)probleme
Am Mittwoch war also mein Termin bei dem Spezialzahnarzt und er scheint tatsächlich der Richtige für mein Problem zu sein. So weit, so gut. Leider stellte er an Hand des Röntgenbildes einige Probleme an meinen Zähnen fest, die zum Teil möglicherweise nur ein Kieferchirurg beheben kann. Das war natürlich keine gute Nachricht! Fürs erste habe ich mir einen Termin bei meinem „Hauszahnarzt“ geben lassen, den ich allerdings auch erst im Mai aufsuchen kann, da vorher nichts mehr frei war. Ist jedenfalls alles andere als ideal, zumal wir eigentlich für die nächsten drei Monate unabhängig vom Verkauf unseres Hauses den Erwerb der Eigentumswohnung mit anschließender Renovierung und Umzug geplant haben. Davon werden wir uns natürlich trotz meiner Zahn(arzt)probleme nicht abhalten lassen – irgendwie wird (muss!) es schon gehen!
Montag, 8. März 2010
Im Dschungel der Zahnmedizin
Es ist ja sicher nicht schlecht, wenn Zahnärzte sich auf bestimmte Bereiche spezialisieren, aber wenn man nicht weiß, zu welcher Sorte Fachzahnarzt man mit seinem Wehwehchen gehen soll, ist es schon blöd – und noch blöder, wenn die (Zahn-)Ärzte es selbst nicht wissen.
Am Freitag war ich wegen meiner ständigen Gesichtsschmerzen endlich mal beim Hausarzt (ich drücke mich vor so etwas immer gerne und warte, dass es von selbst verschwindet). Der äußerte den Verdacht, dass ich eine „Kiefergelenkarthralgie“ haben könnte (was wohl soviel heißt, dass mein Unterkiefer nicht richtig sitzt und so langsam Verschleißerscheinungen einsetzen) und schrieb mir eine Überweisung zum Kieferorthopäden. Also rief ich heute morgen in einer entsprechenden Praxis an, wo mir jedoch gesagt wurde, dass für diese Sache die Kieferchirurgie zuständig wäre (Kieferorthopäden haben eher mit schiefen Zähnen zu tun). Die nette Dame am Telefon nannte mir freundlicherweise einen entsprechenden Fachmann. Dort rief ich dann an, nur um zu erfahren, dass man so etwas dort nicht machen würde, dass es aber einen Zahnarzt am Ort gäbe, der sich darauf spezialisiert hätte - der allerdings in der Datenbank der Krankenkasse, bei der ich immer gerne nachschaue, lediglich als Zahnarzt, ohne irgendeinen besonderen Schwerpunkt, geführt wird. Bei ihm habe ich endlich einen Termin bekommen (wobei mir die Überweisung nichts nützt, da man beim Zahnarzt ohnehin noch einmal die Praxisgebühr bezahlen muss) und hoffe jetzt, dass er weiß, wie er mit meinem Problem umzugehen hat und dass er mich nicht wieder von Pontius zu Pilatus schickt. Außerdem hoffe ich natürlich inständig, dass ich nicht operiert werden muss – das will ich GAR NICHT!
Am Freitag war ich wegen meiner ständigen Gesichtsschmerzen endlich mal beim Hausarzt (ich drücke mich vor so etwas immer gerne und warte, dass es von selbst verschwindet). Der äußerte den Verdacht, dass ich eine „Kiefergelenkarthralgie“ haben könnte (was wohl soviel heißt, dass mein Unterkiefer nicht richtig sitzt und so langsam Verschleißerscheinungen einsetzen) und schrieb mir eine Überweisung zum Kieferorthopäden. Also rief ich heute morgen in einer entsprechenden Praxis an, wo mir jedoch gesagt wurde, dass für diese Sache die Kieferchirurgie zuständig wäre (Kieferorthopäden haben eher mit schiefen Zähnen zu tun). Die nette Dame am Telefon nannte mir freundlicherweise einen entsprechenden Fachmann. Dort rief ich dann an, nur um zu erfahren, dass man so etwas dort nicht machen würde, dass es aber einen Zahnarzt am Ort gäbe, der sich darauf spezialisiert hätte - der allerdings in der Datenbank der Krankenkasse, bei der ich immer gerne nachschaue, lediglich als Zahnarzt, ohne irgendeinen besonderen Schwerpunkt, geführt wird. Bei ihm habe ich endlich einen Termin bekommen (wobei mir die Überweisung nichts nützt, da man beim Zahnarzt ohnehin noch einmal die Praxisgebühr bezahlen muss) und hoffe jetzt, dass er weiß, wie er mit meinem Problem umzugehen hat und dass er mich nicht wieder von Pontius zu Pilatus schickt. Außerdem hoffe ich natürlich inständig, dass ich nicht operiert werden muss – das will ich GAR NICHT!
Donnerstag, 25. Februar 2010
Frühjahrsputz
Heute habe ich endlich mal angefangen! Mir war schon die ganze Woche danach zumute, aber leider ist mein notorisch niedriger Blutdruck seit Montag Achterbahn gefahren (wobei er meistens ziemlich weit unten war), und noch heute vormittag musste Hermann mich mit dem Auto zum Supermarkt fahren und mich auch hinein begleiten, weil ich Angst hatte, dass ich zusammenbreche (aber noch mehr Angst, dass Hermann das Falsche bringt, wenn er einkaufen geht *s*). Schuld ist das unmögliche Wetter. Natürlich freue ich mich, dass es milder geworden ist, aber warum muss das bei uns immer gleich abwechselnd von Föhn und extrem hoher Luftfeuchtigkeit begleitet sein? Kann es nicht einfach mal ganz normal wärmer werden?
Heute nachmittag, als es mir (vorübergehend?) wieder besser ging, habe ich jedenfalls doch mit meinem Vorhaben angefangen. Am meisten freue ich mich auf die Fenster, die haben es am nötigsten. Dafür muss das Wetter natürlich stimmen! Heute waren erstmal die Waschküche und die Kellertreppe dran, und so werde ich mich langsam hocharbeiten…
Heute nachmittag, als es mir (vorübergehend?) wieder besser ging, habe ich jedenfalls doch mit meinem Vorhaben angefangen. Am meisten freue ich mich auf die Fenster, die haben es am nötigsten. Dafür muss das Wetter natürlich stimmen! Heute waren erstmal die Waschküche und die Kellertreppe dran, und so werde ich mich langsam hocharbeiten…
Sonntag, 25. Oktober 2009
Schweinegrippe
Ab morgen kann man sich in Deutschland impfen lassen – sollte man vielleicht auch, wenn man zu einer Risikogruppe gehört. Allerdings weiß man natürlich noch nicht, welche Nebenwirkungen der Impfstoff hat…
Wir lassen uns nicht impfen. Hermann wird sich seine gewöhnliche jährliche Grippeimpfung holen (und immerhin sterben an der „normalen“ Grippe wesentlich mehr Menschen als an der Schweinegrippe), da er viel mit Menschen in Kontakt kommt und sich als Freiberufler eben auch nicht einfach für zwei oder drei Wochen krankschreiben lassen kann. Ich fühle mich geschützt genug, wenn er geimpft ist ;)
Wichtig ist nur, dass man sich nicht von dem Hype der Medien anstecken lässt. Von diesen sind ja einige so sensationsgeil, dass sie sich ohne Weiteres veräppeln lassen, wie der Auszug aus „Harald Schmidt“ am 17. September 2009 zeigt:
Wir lassen uns nicht impfen. Hermann wird sich seine gewöhnliche jährliche Grippeimpfung holen (und immerhin sterben an der „normalen“ Grippe wesentlich mehr Menschen als an der Schweinegrippe), da er viel mit Menschen in Kontakt kommt und sich als Freiberufler eben auch nicht einfach für zwei oder drei Wochen krankschreiben lassen kann. Ich fühle mich geschützt genug, wenn er geimpft ist ;)
Wichtig ist nur, dass man sich nicht von dem Hype der Medien anstecken lässt. Von diesen sind ja einige so sensationsgeil, dass sie sich ohne Weiteres veräppeln lassen, wie der Auszug aus „Harald Schmidt“ am 17. September 2009 zeigt:
Montag, 13. Juli 2009
Sommerputz
Nach drei Tagen Kopfschmerzen, einem Tag Narbenschmerzen (weshalb ich nicht zu einer Geburtstagsfeier konnte, zu der ich wirklich gerne gegangen wäre – aber die Gastgeberin war sehr lieb und hat Hermann jede Menge Kuchen für mich mitgegeben *schleck*) und einem Tag Pause drohte es heute morgen schon wieder loszugehen, dieses Mal mit heftigen Kreislaufproblemen. Eigentlich kein Wunder bei dem Wetter – nach ein paar relativ kühlen Tagen war es heute früh schon wieder tropisch. Mit Hilfe von Klosterfrau Melissengeist und etwas leichter Bewegung habe ich dann aber doch noch die Kurve gekriegt. Danach ging es mir sogar gut genug, um mit meinem „Sommerputz“ fortzufahren, nachdem es mit dem Frühjahrsputz bei mir nicht so weit her war. Aber da hatte ich ja anderes im Kopf :)
Heute war das Schlafzimmer dran und ich habe vor allem festgestellt, dass wir DEFINITIV viel zu wenige Kleiderschränke haben bzw. zu wenig Platz in den vorhandenen, von denen einer schon aus Platzmangel im Wohnzimmer steht. Mein Brautkleid hängt seit unserer Hochzeit vor fast einem Jahr immer noch dekorativ (im Kleidersack natürlich) an der Vorhangstange, genauso wie meine Sommerkleider (letztere allerdings nur im Sommer). Die Stange im Schrank ist nämlich so voll, dass sie knubbeln und hässliche Falten kriegen würden. Für meine Schuhe habe ich auch keinen wirklichen Platz, die stehen überall rum. Hermann hat ja nicht so viele, weil er 1. ein Mann ist und 2. dank seiner Fußgröße und –form fast alle Schuhe anfertigen lassen muss, was natürlich jedes Mal einiges kostet. Es ist also vor allem meine Wenigkeit, die viel zu viele Klamotten hat und einige davon ziehe ich eigentlich nie an. Also ist es wohl mal wieder an der Zeit, etwas auszusortieren und es an Menschen weiterzugeben, die weit weniger im Kleiderschrank haben – oder vielleicht auch gar keinen Kleiderschrank und auch kein Schlafzimmer!
Heute war das Schlafzimmer dran und ich habe vor allem festgestellt, dass wir DEFINITIV viel zu wenige Kleiderschränke haben bzw. zu wenig Platz in den vorhandenen, von denen einer schon aus Platzmangel im Wohnzimmer steht. Mein Brautkleid hängt seit unserer Hochzeit vor fast einem Jahr immer noch dekorativ (im Kleidersack natürlich) an der Vorhangstange, genauso wie meine Sommerkleider (letztere allerdings nur im Sommer). Die Stange im Schrank ist nämlich so voll, dass sie knubbeln und hässliche Falten kriegen würden. Für meine Schuhe habe ich auch keinen wirklichen Platz, die stehen überall rum. Hermann hat ja nicht so viele, weil er 1. ein Mann ist und 2. dank seiner Fußgröße und –form fast alle Schuhe anfertigen lassen muss, was natürlich jedes Mal einiges kostet. Es ist also vor allem meine Wenigkeit, die viel zu viele Klamotten hat und einige davon ziehe ich eigentlich nie an. Also ist es wohl mal wieder an der Zeit, etwas auszusortieren und es an Menschen weiterzugeben, die weit weniger im Kleiderschrank haben – oder vielleicht auch gar keinen Kleiderschrank und auch kein Schlafzimmer!
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Freitag, 10. Juli 2009
Wenn etwas dazwischen kommt...
Nach zwei Tagen mit mehr oder weniger intensiven wetterbedingten Kopfschmerzen melde ich mich zurück. Die Schmerzen sind heute zwar immer noch da, allerdings gönnen sie mir zwischendurch kleinere Pausen, das ist doch eine Erleichterung. Mittlerweile ist es mir ziemlich egal, was für ein Wetter ist und ob es wie Sommer aussieht oder nicht, Hauptsache, es macht mir keine Kopfschmerzen, Narbenschmerzen, Kreislaufbeschwerden oder ähnliche Dinge, die mich von der Arbeit abhalten und außerdem unangenehm sind!
Demnächst steht uns mal wieder eine außerplanmäßige Ausgabe von etwa 700 Euro bevor. Muss leider sein, ist aber trotzdem ärgerlich, da wir Sargis‘ Rehaklinik-Aufenthalt eigentlich weitgehend selbst finanzieren wollten und das wird dadurch zumindest schwieriger. Aber vielleicht wird bei der „Aktion Mensch“ demnächst ja mal mein Dauerlos berücksichtigt, das ich schon jahrelang habe. Immerhin würde uns ein Gewinn ermöglichen, ein behindertes Kind (und je nach Höhe vielleicht sogar mehrere) zu unterstützen, und für so etwas ist die „Aktion Mensch“ ja schließlich da!
Demnächst steht uns mal wieder eine außerplanmäßige Ausgabe von etwa 700 Euro bevor. Muss leider sein, ist aber trotzdem ärgerlich, da wir Sargis‘ Rehaklinik-Aufenthalt eigentlich weitgehend selbst finanzieren wollten und das wird dadurch zumindest schwieriger. Aber vielleicht wird bei der „Aktion Mensch“ demnächst ja mal mein Dauerlos berücksichtigt, das ich schon jahrelang habe. Immerhin würde uns ein Gewinn ermöglichen, ein behindertes Kind (und je nach Höhe vielleicht sogar mehrere) zu unterstützen, und für so etwas ist die „Aktion Mensch“ ja schließlich da!
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Freitag, 26. Juni 2009
Post von Arsen und Naira
Heute haben wir mal wieder Post von unseren Patenkindern bekommen, dieses Mal von Arsen und Naira. Beide Briefe wurden offensichtlich vor unserem Treffen am 30. April geschrieben, denn in keinem der beiden steht etwas davon. Das liegt natürlich auch am langen komplizierten Weg. Wir als Paten schicken unsere Briefe an das Diaconia-Büro in Deutschland oder der Schweiz. Dort werden sie gesammelt und einmal im Monat per Kurier (da der Postweg doch relativ unzuverlässig ist) nach Armenien gebracht, im dortigen Diaconia-Büro übersetzt und den Kindern persönlich übergeben. Wenn eines der Kinder uns schreibt, geht das Ganze anders herum. So etwas kann schon mal dauern, aber wir freuen uns natürlich trotzdem immer, wenn wir etwas von den Kindern hören.
Arsen (diesen Namen spricht man übrigens nicht wie das Gift aus, sondern Arrssenn – auf der letzten Silbe betont) ist erst sechs Jahre alt – er ist unser Jüngster – und darum hat seine Mutter geschrieben. Die Familie lebt jetzt in einer Doppelhaushälfte im Dorf der Hoffnung, hat aber vorher offenbar in so unhaltbaren Wohnverhältnissen gelebt, dass sämtliche Familienmitglieder dadurch erkrankt sind. Durch die Patenschaften – wenigstens ein weiteres Kind der Familie ist ebenfalls im Patenschaftsprogramm – kann jedoch allen geholfen werden und wir hoffen natürlich, dass durch die wesentlich bessere Wohnsituation bald alles wieder in Ordnung kommt.
Naira – mit 17 unsere Älteste - hat uns geschrieben, dass sie indische Filme mag (wahrscheinlich wohl Bollywood) und davon träumt, einmal ihre Lieblingsschauspielerin zu treffen. Ach ja, so ähnliche Träume hatte ich als Teenager auch – lang, lang ist’s her *seufz* ;)
Selbstverständlich werden wir sofort zurück schreiben. Ich überlege, ob ich Naira nicht in Zukunft alleine – so von Frau zu Frau – schreiben und nur Grüße von Hermann drunter setzen soll. Ich denke, das ist bei ihr angebracht!
Arsen (diesen Namen spricht man übrigens nicht wie das Gift aus, sondern Arrssenn – auf der letzten Silbe betont) ist erst sechs Jahre alt – er ist unser Jüngster – und darum hat seine Mutter geschrieben. Die Familie lebt jetzt in einer Doppelhaushälfte im Dorf der Hoffnung, hat aber vorher offenbar in so unhaltbaren Wohnverhältnissen gelebt, dass sämtliche Familienmitglieder dadurch erkrankt sind. Durch die Patenschaften – wenigstens ein weiteres Kind der Familie ist ebenfalls im Patenschaftsprogramm – kann jedoch allen geholfen werden und wir hoffen natürlich, dass durch die wesentlich bessere Wohnsituation bald alles wieder in Ordnung kommt.
Naira – mit 17 unsere Älteste - hat uns geschrieben, dass sie indische Filme mag (wahrscheinlich wohl Bollywood) und davon träumt, einmal ihre Lieblingsschauspielerin zu treffen. Ach ja, so ähnliche Träume hatte ich als Teenager auch – lang, lang ist’s her *seufz* ;)
Selbstverständlich werden wir sofort zurück schreiben. Ich überlege, ob ich Naira nicht in Zukunft alleine – so von Frau zu Frau – schreiben und nur Grüße von Hermann drunter setzen soll. Ich denke, das ist bei ihr angebracht!
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Sonntag, 14. Juni 2009
Positiv denken!
Mir fällt immer wieder auf, dass viele (die meisten?) Menschen gewissermaßen auf „hohem Niveau“ jammern. Sie schimpfen über Kleinigkeiten, sie sind ständig unzufrieden. Sie regen sich auf, wenn mal ein paar Kinder irgendwo etwas laut sind oder weil ihrer Meinung nach der Supermarkt nicht lange genug geöffnet hat, weil das Wetter schlecht ist – und das ist immer irgendwie schlecht – oder das Fernsehprogramm. Ein großes Thema ist natürlich Geld und was man sich davon leisten kann. Merkwürdigerweise gilt auch hier die Regel, dass man grundsätzlich auf die schaut, die sich mehr leisten können als man selbst oder man schaut sich gleich die Waren in Katalogen und Kaufhäusern an und sieht, was man alles gerne hätte und sich nicht leisten kann. Man geht selbstverständlich zum Arzt und wenn man Pech hat, ist gerade die Praxisgebühr fällig oder man muss lange warten. Dann wäre man gerne Privatpatient - wobei die sicher auch irgendetwas finden, worüber sie unzufrieden sein können!
Da muss man sich doch fragen, warum das so ist. Warum schauen die meisten Menschen immer auf die, denen es – vermeintlich – besser geht? Warum schaut man nicht auf diejenigen, die weniger haben als man selbst? Auch wer darauf angewiesen ist, im Supermarkt Lebensmittel der jeweiligen „Hausmarken“ zu kaufen (eine Sache, die ich übrigens auch tue), weil er sich teurere Markenprodukte nicht leisten kann, der gehört zu der Minderheit (!) von Menschen auf der Welt, die genug zu essen haben! Und wer lange beim Arzt warten und Praxisgebühr bezahlen muss, dem geht es immer noch besser als der Mehrheit(!) der Weltbevölkerung, die gar keinen Zugang zu medizinischer Versorgung haben, weil es sie dort nicht gibt oder weil man sie vollständig selbst bezahlen muss und sie sich deshalb schlicht nicht leisten kann (und dies ist nicht nur in Ländern der sogenannten Dritten Welt der Fall, sondern zum Teil auch in den USA!). Wer ein kleines Auto besitzt und / oder einen Computer, seine Kinder in die Schule schicken kann und in einer trockenen warmen Wohnung (wie klein auch immer) wohnen darf, gehört zu den wohlhabendsten Menschen der Welt!
Ich persönlich habe es mir angewöhnt, mir bei jeder aufkommenden Unzufriedenheit klar zu machen wie gut es mir – trotz gelegentlicher finanzieller Engpässe – geht. Das bringt mich zum Beispiel dazu, dankbar zu sein, dass ich genug zu essen habe, statt mich darüber zu ärgern, dass meine Lieblingseissorte („Tiramisu“ von Langnese *schleck*) wohl die nächste Zeit außerhalb unseres Budgets liegt. Ich ärgere mich nicht über meine gesundheitlichen Beschwerden, sondern freue mich, dass nichts davon Anzeichen einer schlimmen Krankheit ist. Was das lange Warten beim Arzt angeht – mir ist es einmal passiert, dass ich mich in einer Radiologiepraxis trotz meines Termins lange gedulden musste, bis ich an der Reihe war. Als der Arzt dann endlich zu mir kam, entschuldigte er sich damit, dass er gerade einer Patientin schonend hätte mitteilen müssen, dass sie Krebs hat, und dass es deshalb so lange gedauert hätte. Statt mich zu ärgern, war ich nur froh, dass ich nicht in der Haut dieser armen Frau steckte, und dafür hätte ich gerne noch länger gewartet!
Da muss man sich doch fragen, warum das so ist. Warum schauen die meisten Menschen immer auf die, denen es – vermeintlich – besser geht? Warum schaut man nicht auf diejenigen, die weniger haben als man selbst? Auch wer darauf angewiesen ist, im Supermarkt Lebensmittel der jeweiligen „Hausmarken“ zu kaufen (eine Sache, die ich übrigens auch tue), weil er sich teurere Markenprodukte nicht leisten kann, der gehört zu der Minderheit (!) von Menschen auf der Welt, die genug zu essen haben! Und wer lange beim Arzt warten und Praxisgebühr bezahlen muss, dem geht es immer noch besser als der Mehrheit(!) der Weltbevölkerung, die gar keinen Zugang zu medizinischer Versorgung haben, weil es sie dort nicht gibt oder weil man sie vollständig selbst bezahlen muss und sie sich deshalb schlicht nicht leisten kann (und dies ist nicht nur in Ländern der sogenannten Dritten Welt der Fall, sondern zum Teil auch in den USA!). Wer ein kleines Auto besitzt und / oder einen Computer, seine Kinder in die Schule schicken kann und in einer trockenen warmen Wohnung (wie klein auch immer) wohnen darf, gehört zu den wohlhabendsten Menschen der Welt!
Ich persönlich habe es mir angewöhnt, mir bei jeder aufkommenden Unzufriedenheit klar zu machen wie gut es mir – trotz gelegentlicher finanzieller Engpässe – geht. Das bringt mich zum Beispiel dazu, dankbar zu sein, dass ich genug zu essen habe, statt mich darüber zu ärgern, dass meine Lieblingseissorte („Tiramisu“ von Langnese *schleck*) wohl die nächste Zeit außerhalb unseres Budgets liegt. Ich ärgere mich nicht über meine gesundheitlichen Beschwerden, sondern freue mich, dass nichts davon Anzeichen einer schlimmen Krankheit ist. Was das lange Warten beim Arzt angeht – mir ist es einmal passiert, dass ich mich in einer Radiologiepraxis trotz meines Termins lange gedulden musste, bis ich an der Reihe war. Als der Arzt dann endlich zu mir kam, entschuldigte er sich damit, dass er gerade einer Patientin schonend hätte mitteilen müssen, dass sie Krebs hat, und dass es deshalb so lange gedauert hätte. Statt mich zu ärgern, war ich nur froh, dass ich nicht in der Haut dieser armen Frau steckte, und dafür hätte ich gerne noch länger gewartet!
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