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Samstag, 30. März 2013

Frühling in London

Dieses Video habe ich gerade auf YouTube gefunden – etwas Gänsehautgefühl für alle London-Fans :)


Freitag, 25. Mai 2012

Unsere London-Reise...


… habe ich während der vergangenen Wochen in meinem englischsprachigen Blog „verarbeitet“ – mit relativ wenig Text und vielen Fotos, also vielleicht auch interessant für diejenigen, die nicht so gut Englisch können :) Gestern bin ich nun beim letzten Tag angekommen und eigentlich müsste ich jetzt wieder hin. Geht aber nicht *seufz*

Mittwoch, 18. April 2012

Eine Ferienwohnung in London

So fein haben wir gewohnt – im ersten Stock eines viktorianischen Reihenhauses :)

Wohn- und Esszimmer, Küche:



Schlafzimmer:



Bad:

Aussicht:


Die ovale Scheibe im Hintergrund gehört zum Emirates (Arsenal) Stadion; bei dem Fußballspiel, das dort am Wochenende stattfand, konnten wir die Fangesänge hören.
In der Wohnung gibt es übrigens auch ein kostenloses Wifi-Netz, so dass wir kaum teure Daten-Roaming-Gebühren bezahlen mussten und doch regelmäßig unsere E-Mails abrufen oder Infos aus dem Internet holen konnten. Wer sie buchen möchte, kann das über Holidaylettings tun, sie ist auf jeden Fall zu empfehlen!

Mittwoch, 7. März 2012

Gestern Abend vor 25 Jahren



Hier in Deutschland erinnern sich vielleicht nicht mehr viele daran, dass am Abend des 6. März 1987 die Fähre „Herald Of Free Enterprise“ vor dem Hafen von Zeebrügge innerhalb kürzester Zeit auf die Seite kippte und 193 Menschen in den Tod riss. Das ist verständlich, denn unter den Toten waren meines Wissens keine Deutschen. Ich weiß lediglich von einer deutschen Überlebenden, deren Geschichte in unserer Zeitung stand, weil sie aus der weiteren Region stammte.

Mich hat die Sache damals ziemlich beschäftigt, denn immerhin war ich zu der Zeit schon mehrmals mit der Fähre über den Ärmelkanal gefahren – wenn auch meistens von Calais aus – und hatte gerade in dem Jahr vor, es erneut zu tun. Zuerst mit Familie und Wohnmobil für den Sommerurlaub und später im Jahr, um mein Studium am Pitman College in London zu beginnen.

Nun war es nicht so, dass ich deswegen Angst gehabt hätte, erneut eine Fähre zu besteigen – in dieser Hinsicht war meine größte Angst auch nach dem Unglück immer noch die vor der Seekrankheit ;) Aber ich konnte mir allzu lebhaft vorstellen, wie es sein musste, hilflos im kalten Wasser gefangen zu sein und Angst vor dem Ertrinken oder Erfrieren haben zu müssen. Ich überlegte, wie es die Überlebenden wohl geschafft hatten, aus dem Schiff, das ja auf der Seite lag, heraus zu kommen, und frage mich, wie viele von ihnen jemals wieder freiwillig mit so einem Schiff gefahren sind.

In Großbritannien und Belgien gab es gestern Gedenkveranstaltungen, von denen man allerdings nur lesen konnte, wenn man die Berichte darüber auf Google News suchte. In der St. Mary’s Church in Dover gibt es sogar ein Kirchenfenster zum Gedenken an die Opfer des Unglücks. 2004 habe ich es eher zufällig entdeckt bei einem Aufenthalt in Dover, während ich darauf wartete, dass die Fähre auslief, mit der ich fahren wollte.

Dienstag, 8. November 2011

Mein Strickabenteuer - Update


Mittlerweile habe ich meinen Tubeline Scarf, also den Schal in den Farben der Londoner U-Bahn-Linien, fertig. Er ist nicht perfekt, aber immerhin tragbar. Zur Zeit allerdings noch nicht, denn es ist jetzt, fast Mitte November, immer noch zu warm für einen Wollschal.



Außerdem habe ich aus dem Stich London Buch die kleine Taube Cooey gestrickt. Es war einfacher als ich dachte :)

Das hätte mir zu meiner Schulzeit mal jemand sagen sollen, dass mir Stricken auch Spaß machen kann! ;)

Samstag, 15. Oktober 2011

Mein Strickabenteuer

Eigentlich hatte ich „für immer“ aufgehört zu stricken und sonstige Handarbeiten zu machen, nachdem ich endlich das entsprechende Schulfach hinter mir gelassen hatte. Ich hatte nie ein sonderliches Talent dafür, nicht zuletzt, da ich zwei ungeschickte Hände habe, aber ich mochte es, mit dem bunten Garn umzugehen, und so hätte ich sicher mehr Freude an der Sache gehabt, wenn es in der Schule für diese Dinge nicht Zensuren gegeben hätte. Da war der Misserfolg schon mal vorprogrammiert, und meine beiden Handarbeitslehrerinnen unterließen es nie, Bemerkungen über die „Werke“ weniger talentierter Schüler zu machen. Also war ich einfach nur froh, als ich nicht mehr handarbeiten musste, obwohl ich nach wie vor alle beneidete, die toll stricken, häkeln oder nähen und sich schöne Sachen selbst machen konnten.



Was mich vor kurzem dazu gebracht hat, es wieder zu versuchen, war ein Buch, über das Laura Porter von About.com London Travel etwas bei Twitter gepostet hatte. Das Buch heißt „Stitch London“ und enthält Strickmuster für fast alles, was man typischerweise mit London verbindet – von der Queen über ihre Wachsoldaten und den Bobbys bis zu Big Ben und der Tower Bridge. Ja, auch die kann man stricken, natürlich mit der entsprechenden Übung. Und Letzteres war nun gerade mein Problem. So zuckersüß und unwiderstehlich ich die Figürchen auf der Titelseite des Buches als leidenschaftlicher London-Fan fand – sie selbst zu fabrizieren, erschien mir doch unmöglich. Es war mein „Fehler“, diesen „Frust“ auf Twitter kundzutun. Die beiden Londoner Ladies Laura Porter alias @AboutLondon und Lauren O‘Farrell alias @deadlyknitshade, die Autorin des Buches – sie gehört übrigens zur Londoner Strickguerilla - überredeten mich daraufhin, das mit dem Stricken doch einfach mal zu versuchen.



Naja, viel verlieren konnte ich ja nicht. Also schnappte ich mir etwas Restwolle, die wir aus den Vorräten meiner verstorbenen Schwiegermutter noch im Keller hatten, und kaufte mir eine passende Rundstricknadel. Wie nun anfangen? Glücklicherweise gibt es für alles Websites, und für diesen Fall gibt es sogar eine sehr nützliche Website namens „Stricken erlernen“ mit Videos für Leute wie mich, die mit einer Menge Wörter nichts anfangen können, wenn es um Anleitungen geht. Mit Hilfe dieser Videos probierte ich erstmal ein paar Dinge aus – den Anfang natürlich, und rechts und links stricken. Bald kamen aus den Tiefen meines Gehirns die lange verdrängten Erinnerungen hoch und es ging auf einmal ganz flott. Als nächstes musste natürlich besagtes Buch her, das ich mir bestellte und ein paar Tage später in den Händen hielt. Mein erstes Projekt ist der Tubeline Scarf, ein Schal in den Farben der verschiedenen Londoner U-Bahnlinien. Die Dame in unserem örtlichen Woll- und Stoffladen war etwas verwundert , wieso ich ausgerechnet genau diese Farben haben wollte, offensichtlich hatte sie noch nie davon gehört, dass man für die berühmte Londoner „Tube“ nicht irgendwelche Farben nehmen kann - das wäre fast ein Sakrileg!



Bevor ich also zu Wachsoldaten und roten Telefonhäuschen komme – oder der kleinen Taube „Cooey“, für die das Material mit dem Buch mitgeliefert wird – versuche ich mich mit einfacheren Sachen. Hier ist der kurze Anfang eines langen Schals zu sehen:


Um die Anweisungen in dem Buch befolgen zu können, muss man natürlich Englisch verstehen - was man aber nicht sein muss, ist ein Strick-Experte, denn alles wird haarklein erklärt und ist daher auch für Anfänger leicht zu befolgen.

Inzwischen stricke ich jeden Abend, während ich meine geliebten englischen und amerikanischen Krimiserien anschaue und es macht bemerkenswert viel Spaß – ohne Handarbeitslehrerinnen, die einem kritisch über die Schulter schauen und schlechte Zensuren verpassen!

Montag, 4. April 2011

Urlaub in... Italien???

Wenn mich jemand fragt, wo wir unseren nächsten Urlaub verbringen, sage ich „Südtirol“ – was stimmt, denn da werden wir demnächst hinfahren. Allerdings würde es mir nie in den Sinn kommen, zu sagen, wir führen nach Italien, obwohl das geographisch richtig ist, aber dann hätte ich das Gefühl, mein Gegenüber bekäme eine falsche Vorstellung von der Gegend, in die wir fahren. Wenn ich nach Wales reise, kann ich ebenso gut sagen, ich fahre nach Großbritannien, auch bei Elsass-Lothringen, das ja irgendwie noch so ein kleines bisschen deutsch ist, kommt mir das Wort „Frankreich“ leicht über die Lippen. Aber Südtirol und Italien? Das passt zusammen wie Bolognesesauce zu Eiscreme. Daran ändert auch die Tatsache nichts, dass in der Region alles, was irgendwie offiziell ist (Hinweisschilder usw.) zweisprachig daher kommt, ab und zu auch nur Italienisch. Noch nicht einmal die Erfahrung, dass wir damals als Kinder 100 Lire in den Kaugummiautomaten geworfen haben (worüber wir uns köstlich amüsierten, denn Lire war ja so etwas wie bei uns D-Mark und nicht etwa Pfennig, und 100 DM für ein Kaugummi war schon irgendwie eine lustige Vorstellung), konnte uns mental darauf einstellen, dass wir in Italien waren. Ich frage mich, ob es noch eine andere Region in Europa gibt, die so wenig zu dem Rest des Staates passt, zu dem sie offiziell gehört (mit Regionen, die außerhalb Europas liegen, aber zu einem europäischen Staat gehören, verhält es sich teilweise anders)! Ich bin zwar noch nicht überall gewesen, aber doch in ziemlich vielen Regionen zumindest West-Europas, trotzdem fällt mir keine ein. Südtirol unterscheidet sich jedenfalls in jeder Hinsicht vom Rest Italiens – wenn man vom „Erz“-Katholizismus absieht, der wirklich in ganz Italien herrscht, Südtirol eingeschlossen!

Samstag, 12. März 2011

Zeigt her eure Lieblingsurlaubsorte


Dieses Mal möchte Doro unsere Lieblingsurlaubsorte sehen. Hier ist also meiner. Wobei London, wie ich, glaube ich, schon erwähnt hatte, eigentlich nicht nur mein Lieblingsurlaubsort ist, sondern die Stadt, in der ich am liebsten leben möchte - seit ich vor 23 Jahren dort studiert habe. Wenn ich mich nach London wünsche, ist das also eigentlich kein Fernweh, sondern Heimweh...



























Samstag, 22. Januar 2011

Zeigt her eure Handys

Doro möchte gerne unsere Handys sehen – hier ist also meines:


Nicht das modernste, aber da ich es nur zum Telefonieren und ab und zu als Wecker benutze, reicht das. Etwas Besonderes ist an meinem Handy allerdings: wie vermutlich bei allen nicht ganz antiken Handys stellt sich die Zeit automatisch ein und um, sowohl auf Sommer- und Winterzeit als auch auf unterschiedliche Zeitzonen. Bis zum Frühjahr 2009. Damals waren wir in Armenien und seitdem weigert sich das Handy standhaft, von der armenischen Sommerzeit Abschied zu nehmen. Inzwischen waren wir schon wieder in einer anderen Zeitzone, in London, hatten mehrmals den Wechsel von Sommer- und Winterzeit, aber es half alles nichts. Bei dem Handy meines Mannes (gleiches Modell) war es übrigens ganz genauso. Er hat es irgendwie geschafft, es manuell umzustellen, aber meines weigert sich standhaft, das zuzulassen. Was das wohl zu bedeuten hat…

Sonntag, 16. Januar 2011

Nostalgiereisen

Woran merkt man, dass man alt wird? Wohl unter anderem daran, dass man dem „Früher“ nachspürt, zum Beispiel durch Reisen an die Orte der Kindheit. Eigentlich war schon meine Reise nach London im letzten Jahr eine Art Nostalgiereise, obwohl ich schon erwachsen war, als ich neun Monate dort an einem College studierte, was mittlerweile auch schon 23 Jahre her ist. Dazu kommt, dass London eigentlich die „Heimatstadt meines Herzens“ ist und wenn ich mir einen Ort aussuchen könnte, an dem ich den Rest meines irdischen Lebens verbringen könnte, dann wäre es diese wunderbare verrückte Stadt, die man mit keiner einzigen Stadt in Deutschland vergleichen kann, in Europa allenfalls noch mit Paris, auch wenn Paris natürlich wieder ganz anders ist. Dorthin zieht mich zum Beispiel nichts, aber ich kann genauso gut verstehen, wenn Menschen, die dort einmal waren, sich immer wieder dorthin gezogen fühlen. Diese Megacities haben etwas Faszinierendes!

Im April dieses Jahres werde ich nun eine echte Nostalgiereise unternehmen und zwar nicht in eine Megacity, sondern in einen winzigen Ort in Südtirol namens Trens, in der Nähe von Sterzing. Dort werden wir im selben Gasthof wohnen, in dem ich schon als Kind mit meiner Familie (manchmal sind auch die Großeltern oder Onkel und Tanten mitgekommen) gewohnt habe, wenn wir dort waren. Viele schöne Erinnerungen verbinden sich alleine schon mit diesem Gasthof, der inzwischen ein Hotel geworden ist, weshalb ich nicht unbedingt dasselbe Flair wie früher erwarte. Geführt wird er jetzt von der nächsten Generation derselben Familie, nämlich von der damaligen Tochter des Hauses und ihrer Familie.


Das Foto zeigt mich an meinem 5. Geburtstag auf der Bank vor dem Gasthof. Genau genommen neben dem Erker, der damals zum Speisesaal gehörte und in dem mein Großvater seinen Stammplatz hatte, wenn er dort zu Gast war. Der Erker ist noch da, aber dort befindet sich wohl nicht mehr der Speisesaal, wenn ich recht informiert bin, und ob die Bank und der Tisch noch da sind, kann man leider auf keinem der Fotos auf der Website erkennen. Ich bin schon sehr gespannt, was ich noch wiedererkenne. Vieles wird sich verändert haben in den letzten etwa 40 Jahren, seit ich das letzte Mal dort war, da meine Eltern Mitte der 70er Jahre stolze Wohnmobil-Besitzer wurden. Seitdem war Schluss mit Trens und auch mit unserem anderen Lieblingsferienort Meldorf an der Nordsee. Als Kind habe ich mich an beiden Orten zuhause gefühlt, aber dieses Gefühl wird sich wohl bei dieser Reise nicht wieder einstellen, da mache ich mir keine Illusionen.

Samstag, 17. April 2010

Ein besonderes Souvenir

Als wir am Ostermontagmittag im übervollen London in einem noch übervolleren Fast Food Imbiss saßen, setzten sich an den Tisch neben uns zwei Soldaten in Kampfuniform und ISAF-Abzeichen am Ärmel. Soweit nichts Besonderes. In Großbritannien können sich Soldaten in Uniform frei bewegen, ohne blöd angemacht und gar als „Mörder“ beschimpft zu werden. Allerdings fiel uns auf, dass sie merkwürdige kleine Eimer mit sich führten und das machte uns zwar neugierig, aber man fragt ja nicht ;) Als wir wenig später nach einem Rundgang durch das – natürlich ebenfalls übervolle – Nobelkaufhaus Harrod’s Richtung U-Bahn-Station gingen, stand dort auf einmal einer der Soldaten mit seinem Eimerchen. Dieses Mal sprachen wir ihn an und es stellte sich heraus, dass er zu den Coldstream Guards (besser bekannt als bärenfellbemützte Wachsoldaten) gehörte und für in Afghanistan verwundete Kameraden sammelte. Da wir gerne Menschen unterstützen, die ihre Gesundheit und sogar ihr Leben im Kampf gegen ideologisch gehirngewaschene Massenmörder und sonstige Menschenverächter riskieren, leisteten wir natürlich einen kleinen Beitrag. Und da man in Großbritannien fast immer etwas bekommt, wenn man für „offizielle“ gute Zwecke spendet, erhielten wir diese netten Gummiarmbänder :)

Ich frage mich allerdings, was sich deutsche Soldaten anhören müssten, die in Kampfuniform in einer deutschen Stadt mal nicht für Kriegsgräber aus vergangenen Zeiten, sondern für verwundete Kameraden in der Gegenwart sammeln würden. Immerhin haben „wir“ ja den Krieg angefangen, um Afghanistan zu erobern, nicht wahr? Und das, wo dieses Land doch vorher eine der am besten funktionierenden Demokratien der Welt war! Immerhin durften sich Frauen und Mädchen innerhalb der eigenen vier Wände unter den Taliban frei bewegen – so ziemlich zumindest. Darum sollten wir auch unsere Truppen sofort abziehen! Dadurch würde die Terrorgefahr hier in Deutschland reduziert, wir hätten wieder unsere Ruhe, die doch so schön war, solange wir (den Nazis sei Dank!) keine Truppen ins Ausland entsandt haben, damit wir nicht wieder als Kriegstreiber dastehen, während die Amerikaner und Briten für uns die Kastanien aus dem Feuer holen durften. So wollen wir es doch wieder haben! Und wen interessieren schon die Leute in Afghanistan – sollen die Taliban da doch machen, was sie wollen! Egal, wenn Mädchen nicht in die Schule und Frauen nicht zum Arzt gehen dürfen, Hauptsache, bei uns stehen alle Bezeichnungen in der weiblichen und der männlichen Form, das ist wichtig. Das ist nun mal deren Kultur und da darf man sich nicht einmischen. Wichtig ist nur, dass sie UNS in Ruhe lassen – wenn sie es denn tun…