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Freitag, 25. Mai 2012
Unsere London-Reise...
… habe ich während der vergangenen Wochen in meinem englischsprachigen Blog „verarbeitet“ – mit relativ wenig Text und vielen Fotos, also vielleicht auch interessant für diejenigen, die nicht so gut Englisch können :) Gestern bin ich nun beim letzten Tag angekommen und eigentlich müsste ich jetzt wieder hin. Geht aber nicht *seufz*
Mittwoch, 18. April 2012
Eine Ferienwohnung in London
So fein haben wir gewohnt – im ersten Stock eines viktorianischen Reihenhauses :)
Wohn- und Esszimmer, Küche:
Schlafzimmer:
Bad:
Aussicht:
Die ovale Scheibe im Hintergrund gehört zum Emirates (Arsenal) Stadion; bei dem Fußballspiel, das dort am Wochenende stattfand, konnten wir die Fangesänge hören.
In der Wohnung gibt es übrigens auch ein kostenloses Wifi-Netz, so dass wir kaum teure Daten-Roaming-Gebühren bezahlen mussten und doch regelmäßig unsere E-Mails abrufen oder Infos aus dem Internet holen konnten. Wer sie buchen möchte, kann das über Holidaylettings tun, sie ist auf jeden Fall zu empfehlen!
Mittwoch, 7. März 2012
Gestern Abend vor 25 Jahren
Hier in Deutschland erinnern sich vielleicht nicht mehr viele daran, dass am Abend des 6. März 1987 die Fähre „Herald Of Free Enterprise“ vor dem Hafen von Zeebrügge innerhalb kürzester Zeit auf die Seite kippte und 193 Menschen in den Tod riss. Das ist verständlich, denn unter den Toten waren meines Wissens keine Deutschen. Ich weiß lediglich von einer deutschen Überlebenden, deren Geschichte in unserer Zeitung stand, weil sie aus der weiteren Region stammte.
Mich hat die Sache damals ziemlich beschäftigt, denn immerhin war ich zu der Zeit schon mehrmals mit der Fähre über den Ärmelkanal gefahren – wenn auch meistens von Calais aus – und hatte gerade in dem Jahr vor, es erneut zu tun. Zuerst mit Familie und Wohnmobil für den Sommerurlaub und später im Jahr, um mein Studium am Pitman College in London zu beginnen.
Nun war es nicht so, dass ich deswegen Angst gehabt hätte, erneut eine Fähre zu besteigen – in dieser Hinsicht war meine größte Angst auch nach dem Unglück immer noch die vor der Seekrankheit ;) Aber ich konnte mir allzu lebhaft vorstellen, wie es sein musste, hilflos im kalten Wasser gefangen zu sein und Angst vor dem Ertrinken oder Erfrieren haben zu müssen. Ich überlegte, wie es die Überlebenden wohl geschafft hatten, aus dem Schiff, das ja auf der Seite lag, heraus zu kommen, und frage mich, wie viele von ihnen jemals wieder freiwillig mit so einem Schiff gefahren sind.
In Großbritannien und Belgien gab es gestern Gedenkveranstaltungen, von denen man allerdings nur lesen konnte, wenn man die Berichte darüber auf Google News suchte. In der St. Mary’s Church in Dover gibt es sogar ein Kirchenfenster zum Gedenken an die Opfer des Unglücks. 2004 habe ich es eher zufällig entdeckt bei einem Aufenthalt in Dover, während ich darauf wartete, dass die Fähre auslief, mit der ich fahren wollte.
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Samstag, 30. April 2011
40 Jahre später
Es war schon ein wenig aufregend, nach 40 Jahren an eine der Lieblingsstätten meiner Kindheit zurückzukehren. Über Ostern waren wir in Trens in der Nähe von Sterzing. Gewohnt haben wir dort im Hotel Post, genau wie ich vor 40 Jahren - damals natürlich noch mit Eltern, Bruder und manchmal auch anderen Verwandten. Ich war sehr gespannt, woran ich mich noch erinnern konnte und was sich verändert hatte. Letzteres war nach so langer Zeit einiges. Der Ort ist jetzt wesentlich größer, vieles ist moderner und auch das Hotel Post, das damals noch Gasthof Alte Post hieß und eine kleine Ferienpension mit Landwirtschaft war, hat sich sehr gewandelt. Trotzdem war nicht alles anders, wie man unten sieht :)
Der Erker im ehemaligen Frühstücksraum (heute ein Nebenraum der Gastwirtschaft) im Hotel Post; dort, wo ich auf dem Foto sitze, befand sich der Stammplatz meines Großvaters, wenn er in Trens war.
Der Erker von außen; hier strahle ich an meinem 5. Geburtstag im Juli 1971 in die Schwarzweiß-Kamera meines Vaters.
Dieselbe Stelle fast 40 Jahre später - April 2011; insgesamt sieht natürlich alles schöner aus, aber dass der alte Briefkasten verschwunden war, fand ich schade.
Helene Benedikter, die Tochter der Gastwirtsfamilie, war meine große Freundin, wenn wir dort waren; das Foto zeigt sie mit mir auf dem Arm im Jahr 1971, vermutlich bei einem Festumzug in Sterzing.
Helene ist noch da, aber heute als Chefin des Hotels; es war toll, sie wieder zu treffen :) Das Bild zeigt uns übrigens im sehr schönen neuen wintergartenartigen Frühstücksraum.
Wenn es nach Hermann und mir geht, werden nicht weitere 40 Jahre vergehen, bis wir wieder dort hin fahren - eher ein bis zwei Jahre. Es passiert ja nicht so oft, dass man sich in einem Lieblingsort der Kindheit auch noch als Erwachsener wohlfühlt, aber in diesem Fall ging es mir tatsächlich so - der Ort hat sich verändert und ich auch, aber es passt immer noch alles zusammen :)
Der Erker im ehemaligen Frühstücksraum (heute ein Nebenraum der Gastwirtschaft) im Hotel Post; dort, wo ich auf dem Foto sitze, befand sich der Stammplatz meines Großvaters, wenn er in Trens war.
Der Erker von außen; hier strahle ich an meinem 5. Geburtstag im Juli 1971 in die Schwarzweiß-Kamera meines Vaters.
Dieselbe Stelle fast 40 Jahre später - April 2011; insgesamt sieht natürlich alles schöner aus, aber dass der alte Briefkasten verschwunden war, fand ich schade.
Helene Benedikter, die Tochter der Gastwirtsfamilie, war meine große Freundin, wenn wir dort waren; das Foto zeigt sie mit mir auf dem Arm im Jahr 1971, vermutlich bei einem Festumzug in Sterzing.
Helene ist noch da, aber heute als Chefin des Hotels; es war toll, sie wieder zu treffen :) Das Bild zeigt uns übrigens im sehr schönen neuen wintergartenartigen Frühstücksraum.Wenn es nach Hermann und mir geht, werden nicht weitere 40 Jahre vergehen, bis wir wieder dort hin fahren - eher ein bis zwei Jahre. Es passiert ja nicht so oft, dass man sich in einem Lieblingsort der Kindheit auch noch als Erwachsener wohlfühlt, aber in diesem Fall ging es mir tatsächlich so - der Ort hat sich verändert und ich auch, aber es passt immer noch alles zusammen :)
Montag, 4. April 2011
Urlaub in... Italien???
Wenn mich jemand fragt, wo wir unseren nächsten Urlaub verbringen, sage ich „Südtirol“ – was stimmt, denn da werden wir demnächst hinfahren. Allerdings würde es mir nie in den Sinn kommen, zu sagen, wir führen nach Italien, obwohl das geographisch richtig ist, aber dann hätte ich das Gefühl, mein Gegenüber bekäme eine falsche Vorstellung von der Gegend, in die wir fahren. Wenn ich nach Wales reise, kann ich ebenso gut sagen, ich fahre nach Großbritannien, auch bei Elsass-Lothringen, das ja irgendwie noch so ein kleines bisschen deutsch ist, kommt mir das Wort „Frankreich“ leicht über die Lippen. Aber Südtirol und Italien? Das passt zusammen wie Bolognesesauce zu Eiscreme. Daran ändert auch die Tatsache nichts, dass in der Region alles, was irgendwie offiziell ist (Hinweisschilder usw.) zweisprachig daher kommt, ab und zu auch nur Italienisch. Noch nicht einmal die Erfahrung, dass wir damals als Kinder 100 Lire in den Kaugummiautomaten geworfen haben (worüber wir uns köstlich amüsierten, denn Lire war ja so etwas wie bei uns D-Mark und nicht etwa Pfennig, und 100 DM für ein Kaugummi war schon irgendwie eine lustige Vorstellung), konnte uns mental darauf einstellen, dass wir in Italien waren. Ich frage mich, ob es noch eine andere Region in Europa gibt, die so wenig zu dem Rest des Staates passt, zu dem sie offiziell gehört (mit Regionen, die außerhalb Europas liegen, aber zu einem europäischen Staat gehören, verhält es sich teilweise anders)! Ich bin zwar noch nicht überall gewesen, aber doch in ziemlich vielen Regionen zumindest West-Europas, trotzdem fällt mir keine ein. Südtirol unterscheidet sich jedenfalls in jeder Hinsicht vom Rest Italiens – wenn man vom „Erz“-Katholizismus absieht, der wirklich in ganz Italien herrscht, Südtirol eingeschlossen!
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Samstag, 12. März 2011
Zeigt her eure Lieblingsurlaubsorte

Dieses Mal möchte Doro unsere Lieblingsurlaubsorte sehen. Hier ist also meiner. Wobei London, wie ich, glaube ich, schon erwähnt hatte, eigentlich nicht nur mein Lieblingsurlaubsort ist, sondern die Stadt, in der ich am liebsten leben möchte - seit ich vor 23 Jahren dort studiert habe. Wenn ich mich nach London wünsche, ist das also eigentlich kein Fernweh, sondern Heimweh...


























Sonntag, 20. Februar 2011
Das Wetter
Nachdem wir jetzt schon eine ganze Weile so etwas wie Frühling hatten, ist seit heute der Winter zurück. Irgendwann heute Nacht hat es angefangen zu schneien (ziemlich nassen Schnee, mit dem wahrscheinlich nicht einmal die Wintersportfans etwas anfangen können) und das tut es immer noch. Ich bin wenigstens in unserer schönen warmen Wohnung, aber dafür werde ich gleich meinen Ehemann auftauen müssen, denn der muss heute den ganzen Tag draußen arbeiten. Als Lokaljournalist ist er bei einem Narrentreffen – das ist die hiesige Bezeichnung für einen Karnevalsumzug. Der Ärmste! Werde gleich schon mal den Holzofen anschmeißen, heißes Badewasser einlassen und Tee kochen.
Ich verkrieche mich dafür in den Roman, den ich gerade schreibe. Da ist es nämlich im Moment Sommer und meine Hauptpersonen befinden sich auf einer Kreuzfahrt. Ich krame dabei ganz tief in den Erinnerungen an unsere eigene Kreuzfahrt im Herbst letzten Jahres und das macht viel Spaß :) Und es lenkt vom Wetter draußen ab!
Ich verkrieche mich dafür in den Roman, den ich gerade schreibe. Da ist es nämlich im Moment Sommer und meine Hauptpersonen befinden sich auf einer Kreuzfahrt. Ich krame dabei ganz tief in den Erinnerungen an unsere eigene Kreuzfahrt im Herbst letzten Jahres und das macht viel Spaß :) Und es lenkt vom Wetter draußen ab!
Samstag, 22. Januar 2011
Zeigt her eure Handys
Doro möchte gerne unsere Handys sehen – hier ist also meines:Nicht das modernste, aber da ich es nur zum Telefonieren und ab und zu als Wecker benutze, reicht das. Etwas Besonderes ist an meinem Handy allerdings: wie vermutlich bei allen nicht ganz antiken Handys stellt sich die Zeit automatisch ein und um, sowohl auf Sommer- und Winterzeit als auch auf unterschiedliche Zeitzonen. Bis zum Frühjahr 2009. Damals waren wir in Armenien und seitdem weigert sich das Handy standhaft, von der armenischen Sommerzeit Abschied zu nehmen. Inzwischen waren wir schon wieder in einer anderen Zeitzone, in London, hatten mehrmals den Wechsel von Sommer- und Winterzeit, aber es half alles nichts. Bei dem Handy meines Mannes (gleiches Modell) war es übrigens ganz genauso. Er hat es irgendwie geschafft, es manuell umzustellen, aber meines weigert sich standhaft, das zuzulassen. Was das wohl zu bedeuten hat…
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Sonntag, 16. Januar 2011
Nostalgiereisen
Woran merkt man, dass man alt wird? Wohl unter anderem daran, dass man dem „Früher“ nachspürt, zum Beispiel durch Reisen an die Orte der Kindheit. Eigentlich war schon meine Reise nach London im letzten Jahr eine Art Nostalgiereise, obwohl ich schon erwachsen war, als ich neun Monate dort an einem College studierte, was mittlerweile auch schon 23 Jahre her ist. Dazu kommt, dass London eigentlich die „Heimatstadt meines Herzens“ ist und wenn ich mir einen Ort aussuchen könnte, an dem ich den Rest meines irdischen Lebens verbringen könnte, dann wäre es diese wunderbare verrückte Stadt, die man mit keiner einzigen Stadt in Deutschland vergleichen kann, in Europa allenfalls noch mit Paris, auch wenn Paris natürlich wieder ganz anders ist. Dorthin zieht mich zum Beispiel nichts, aber ich kann genauso gut verstehen, wenn Menschen, die dort einmal waren, sich immer wieder dorthin gezogen fühlen. Diese Megacities haben etwas Faszinierendes!
Im April dieses Jahres werde ich nun eine echte Nostalgiereise unternehmen und zwar nicht in eine Megacity, sondern in einen winzigen Ort in Südtirol namens Trens, in der Nähe von Sterzing. Dort werden wir im selben Gasthof wohnen, in dem ich schon als Kind mit meiner Familie (manchmal sind auch die Großeltern oder Onkel und Tanten mitgekommen) gewohnt habe, wenn wir dort waren. Viele schöne Erinnerungen verbinden sich alleine schon mit diesem Gasthof, der inzwischen ein Hotel geworden ist, weshalb ich nicht unbedingt dasselbe Flair wie früher erwarte. Geführt wird er jetzt von der nächsten Generation derselben Familie, nämlich von der damaligen Tochter des Hauses und ihrer Familie.

Das Foto zeigt mich an meinem 5. Geburtstag auf der Bank vor dem Gasthof. Genau genommen neben dem Erker, der damals zum Speisesaal gehörte und in dem mein Großvater seinen Stammplatz hatte, wenn er dort zu Gast war. Der Erker ist noch da, aber dort befindet sich wohl nicht mehr der Speisesaal, wenn ich recht informiert bin, und ob die Bank und der Tisch noch da sind, kann man leider auf keinem der Fotos auf der Website erkennen. Ich bin schon sehr gespannt, was ich noch wiedererkenne. Vieles wird sich verändert haben in den letzten etwa 40 Jahren, seit ich das letzte Mal dort war, da meine Eltern Mitte der 70er Jahre stolze Wohnmobil-Besitzer wurden. Seitdem war Schluss mit Trens und auch mit unserem anderen Lieblingsferienort Meldorf an der Nordsee. Als Kind habe ich mich an beiden Orten zuhause gefühlt, aber dieses Gefühl wird sich wohl bei dieser Reise nicht wieder einstellen, da mache ich mir keine Illusionen.
Im April dieses Jahres werde ich nun eine echte Nostalgiereise unternehmen und zwar nicht in eine Megacity, sondern in einen winzigen Ort in Südtirol namens Trens, in der Nähe von Sterzing. Dort werden wir im selben Gasthof wohnen, in dem ich schon als Kind mit meiner Familie (manchmal sind auch die Großeltern oder Onkel und Tanten mitgekommen) gewohnt habe, wenn wir dort waren. Viele schöne Erinnerungen verbinden sich alleine schon mit diesem Gasthof, der inzwischen ein Hotel geworden ist, weshalb ich nicht unbedingt dasselbe Flair wie früher erwarte. Geführt wird er jetzt von der nächsten Generation derselben Familie, nämlich von der damaligen Tochter des Hauses und ihrer Familie.

Das Foto zeigt mich an meinem 5. Geburtstag auf der Bank vor dem Gasthof. Genau genommen neben dem Erker, der damals zum Speisesaal gehörte und in dem mein Großvater seinen Stammplatz hatte, wenn er dort zu Gast war. Der Erker ist noch da, aber dort befindet sich wohl nicht mehr der Speisesaal, wenn ich recht informiert bin, und ob die Bank und der Tisch noch da sind, kann man leider auf keinem der Fotos auf der Website erkennen. Ich bin schon sehr gespannt, was ich noch wiedererkenne. Vieles wird sich verändert haben in den letzten etwa 40 Jahren, seit ich das letzte Mal dort war, da meine Eltern Mitte der 70er Jahre stolze Wohnmobil-Besitzer wurden. Seitdem war Schluss mit Trens und auch mit unserem anderen Lieblingsferienort Meldorf an der Nordsee. Als Kind habe ich mich an beiden Orten zuhause gefühlt, aber dieses Gefühl wird sich wohl bei dieser Reise nicht wieder einstellen, da mache ich mir keine Illusionen.
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Sonntag, 9. Januar 2011
Wieder da
An den letzten beiden Sonntagen konnte ich leider nicht bloggen. Über die Feiertage waren wir in meiner alten Heimat und haben die Familie besucht. Während dieser Zeit bin ich zu fast gar nichts gekommen, obwohl mir nicht klar ist, warum nicht. Irgendwie war aber immer was. Den letzten Sonntag (oder wenigstens den größten Teil davon) haben wir auf der Autobahn verbracht zwecks Rückreise.
Ich hoffe, ihr hattet schöne Feiertage und seid gut ins neue Jahr gekommen!
Normalerweise habe ich keine Vorsätze für das jeweils kommende Jahr, da ich von vornherein schon gar nicht damit rechne, sie einzuhalten. Also lasse ich es lieber ganz, mir etwas vorzunehmen. Dieses Mal habe ich mir einen Vorsatz gegeben, den ich bis jetzt bemerkenswert gut eingehalten habe – ich muss direkt staunen! Dieser Vorsatz ist eigentlich ein Vers aus der Bibel, nämlich Matthäus 6,34: „Sorgt euch also nicht um das, was morgen sein wird! Denn der Tag morgen wird für sich selbst sorgen. Die Plagen von heute sind für heute genug!" Das hat Jesus damals zu seinen Jüngern gesagt und es gilt auch für seine Jünger von heute. Daher bin ich sicher, dass es nicht mein Verdienst ist, wenn ich diesen Vorsatz ganz gegen mein ewig überbesorgtes Naturell einhalten kann. Und das, obwohl es seit Jahresanfang schon einiges gab, um das ich mir eine Menge Sorgen hätte machen können. Aber ich bin ganz cool, ich kenne mich selbst nicht mehr!
Wie an jedem Jahresanfang bin ich auch neugierig, was das Jahr bringen wird und wo wir am Ende stehen werden. Ich denke zwar nicht, dass dieses so ereignisreich wird wie letztes, schon weil wir nicht wieder umziehen werden – zumindest hoffe ich das ;) Aber eines weiß ich: das Leben bleibt spannend und wird sicher nicht langweilig :)
Ich hoffe, ihr hattet schöne Feiertage und seid gut ins neue Jahr gekommen!
Normalerweise habe ich keine Vorsätze für das jeweils kommende Jahr, da ich von vornherein schon gar nicht damit rechne, sie einzuhalten. Also lasse ich es lieber ganz, mir etwas vorzunehmen. Dieses Mal habe ich mir einen Vorsatz gegeben, den ich bis jetzt bemerkenswert gut eingehalten habe – ich muss direkt staunen! Dieser Vorsatz ist eigentlich ein Vers aus der Bibel, nämlich Matthäus 6,34: „Sorgt euch also nicht um das, was morgen sein wird! Denn der Tag morgen wird für sich selbst sorgen. Die Plagen von heute sind für heute genug!" Das hat Jesus damals zu seinen Jüngern gesagt und es gilt auch für seine Jünger von heute. Daher bin ich sicher, dass es nicht mein Verdienst ist, wenn ich diesen Vorsatz ganz gegen mein ewig überbesorgtes Naturell einhalten kann. Und das, obwohl es seit Jahresanfang schon einiges gab, um das ich mir eine Menge Sorgen hätte machen können. Aber ich bin ganz cool, ich kenne mich selbst nicht mehr!
Wie an jedem Jahresanfang bin ich auch neugierig, was das Jahr bringen wird und wo wir am Ende stehen werden. Ich denke zwar nicht, dass dieses so ereignisreich wird wie letztes, schon weil wir nicht wieder umziehen werden – zumindest hoffe ich das ;) Aber eines weiß ich: das Leben bleibt spannend und wird sicher nicht langweilig :)
Sonntag, 19. Dezember 2010
Endspurt
Die Weihnachtsgeschenke sind alle eingepackt, die meisten Karten geschrieben, am Montag bringen wir die letzten Päckchen zur Post, die verschickt werden müssen. Die Koffer sind zum Teil gepackt, aber das wird sowieso bis zum letzten Tag dauern. Ich bin froh, wenn wir uns endlich ins Auto setzen und losfahren können, und noch froher, wenn wir erst einmal angekommen sind. Im letzten Jahr hatte uns das Navi einen langen Stau auf der Autobahn angekündigt und wir sind durch den tief verschneiten Westerwald gefahren. Das war auch ein schönes Erlebnis, so kommt man doch erst richtig in Weihnachtsstimmung ;)
Heute Abend haben wir laut Wetterbericht Eisregen zu erwarten, was mich weniger stören würde, wenn Hermann nicht einen beruflichen Termin hätte – er muss in einem Dorf im Donautal ein Konzert besuchen und die Straßen dorthin sind im Winter sowieso schon tückisch. Da kann es passieren, dass man nicht nur in einen Graben, sondern auch schon mal einen Abhang runterrutschen kann. Außerdem gibt es in der Gegend massenhaft Funklöcher, so dass man im Ernstfall unter Umständen nicht einmal per Handy Hilfe holen kann. Daher hoffe ich, dass die Wetterfrösche sich vertan haben und der Eisregen noch auf sich warten lässt – oder am besten gar nicht kommt.
Übrigens hatten wir heute Vormittag schon den Paketboten vor der Tür stehen, obwohl Sonntag ist. Aber so viele Leute verschickten Weihnachtspäckchen, dass die Post Sonderschichten fahren muss.
Heute Abend haben wir laut Wetterbericht Eisregen zu erwarten, was mich weniger stören würde, wenn Hermann nicht einen beruflichen Termin hätte – er muss in einem Dorf im Donautal ein Konzert besuchen und die Straßen dorthin sind im Winter sowieso schon tückisch. Da kann es passieren, dass man nicht nur in einen Graben, sondern auch schon mal einen Abhang runterrutschen kann. Außerdem gibt es in der Gegend massenhaft Funklöcher, so dass man im Ernstfall unter Umständen nicht einmal per Handy Hilfe holen kann. Daher hoffe ich, dass die Wetterfrösche sich vertan haben und der Eisregen noch auf sich warten lässt – oder am besten gar nicht kommt.
Übrigens hatten wir heute Vormittag schon den Paketboten vor der Tür stehen, obwohl Sonntag ist. Aber so viele Leute verschickten Weihnachtspäckchen, dass die Post Sonderschichten fahren muss.
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Donnerstag, 27. Mai 2010
So langsam...
… nimmt der Wohnungskauf Gestalt an. Gestern haben wir die Unterlagen für den Kredit unterschrieben und persönlich zu unserem Finanzmakler gebracht, damit es schneller geht. Parallel soll in den nächsten Wochen alles so weit wie möglich vorbereitet werden, damit wir den Kaufvertrag unterschreiben, das Geld überweisen und danach zeitnah mit der Renovierung loslegen können. Am 21. Juni kommt der Gemeinderat unseres neuen Heimatortes zusammen, und da das Haus der Gemeinde gehört, müssen sie den Details (Teilungsplan, Kaufvertrag) zustimmen. Aber wir hoffen, dass danach alles schnell geht. Für Mitte August haben wir unseren nächsten Urlaub gebucht und bis dahin möchten wir gerne umgezogen sein. Es dauert ohnehin schon alles viel zu lange für unseren Geschmack!
Samstag, 17. April 2010
Ein besonderes Souvenir
Als wir am Ostermontagmittag im übervollen London in einem noch übervolleren Fast Food Imbiss saßen, setzten sich an den Tisch neben uns zwei Soldaten in Kampfuniform und ISAF-Abzeichen am Ärmel. Soweit nichts Besonderes. In Großbritannien können sich Soldaten in Uniform frei bewegen, ohne blöd angemacht und gar als „Mörder“ beschimpft zu werden. Allerdings fiel uns auf, dass sie merkwürdige kleine Eimer mit sich führten und das machte uns zwar neugierig, aber man fragt ja nicht ;) Als wir wenig später nach einem Rundgang durch das – natürlich ebenfalls übervolle – Nobelkaufhaus Harrod’s Richtung U-Bahn-Station gingen, stand dort auf einmal einer der Soldaten mit seinem Eimerchen. Dieses Mal sprachen wir ihn an und es stellte sich heraus, dass er zu den Coldstream Guards (besser bekannt als bärenfellbemützte Wachsoldaten) gehörte und für in Afghanistan verwundete Kameraden sammelte. Da wir gerne Menschen unterstützen, die ihre Gesundheit und sogar ihr Leben im Kampf gegen ideologisch gehirngewaschene Massenmörder und sonstige Menschenverächter riskieren, leisteten wir natürlich einen kleinen Beitrag. Und da man in Großbritannien fast immer etwas bekommt, wenn man für „offizielle“ gute Zwecke spendet, erhielten wir diese netten Gummiarmbänder :)
Ich frage mich allerdings, was sich deutsche Soldaten anhören müssten, die in Kampfuniform in einer deutschen Stadt mal nicht für Kriegsgräber aus vergangenen Zeiten, sondern für verwundete Kameraden in der Gegenwart sammeln würden. Immerhin haben „wir“ ja den Krieg angefangen, um Afghanistan zu erobern, nicht wahr? Und das, wo dieses Land doch vorher eine der am besten funktionierenden Demokratien der Welt war! Immerhin durften sich Frauen und Mädchen innerhalb der eigenen vier Wände unter den Taliban frei bewegen – so ziemlich zumindest. Darum sollten wir auch unsere Truppen sofort abziehen! Dadurch würde die Terrorgefahr hier in Deutschland reduziert, wir hätten wieder unsere Ruhe, die doch so schön war, solange wir (den Nazis sei Dank!) keine Truppen ins Ausland entsandt haben, damit wir nicht wieder als Kriegstreiber dastehen, während die Amerikaner und Briten für uns die Kastanien aus dem Feuer holen durften. So wollen wir es doch wieder haben! Und wen interessieren schon die Leute in Afghanistan – sollen die Taliban da doch machen, was sie wollen! Egal, wenn Mädchen nicht in die Schule und Frauen nicht zum Arzt gehen dürfen, Hauptsache, bei uns stehen alle Bezeichnungen in der weiblichen und der männlichen Form, das ist wichtig. Das ist nun mal deren Kultur und da darf man sich nicht einmischen. Wichtig ist nur, dass sie UNS in Ruhe lassen – wenn sie es denn tun…
Ich frage mich allerdings, was sich deutsche Soldaten anhören müssten, die in Kampfuniform in einer deutschen Stadt mal nicht für Kriegsgräber aus vergangenen Zeiten, sondern für verwundete Kameraden in der Gegenwart sammeln würden. Immerhin haben „wir“ ja den Krieg angefangen, um Afghanistan zu erobern, nicht wahr? Und das, wo dieses Land doch vorher eine der am besten funktionierenden Demokratien der Welt war! Immerhin durften sich Frauen und Mädchen innerhalb der eigenen vier Wände unter den Taliban frei bewegen – so ziemlich zumindest. Darum sollten wir auch unsere Truppen sofort abziehen! Dadurch würde die Terrorgefahr hier in Deutschland reduziert, wir hätten wieder unsere Ruhe, die doch so schön war, solange wir (den Nazis sei Dank!) keine Truppen ins Ausland entsandt haben, damit wir nicht wieder als Kriegstreiber dastehen, während die Amerikaner und Briten für uns die Kastanien aus dem Feuer holen durften. So wollen wir es doch wieder haben! Und wen interessieren schon die Leute in Afghanistan – sollen die Taliban da doch machen, was sie wollen! Egal, wenn Mädchen nicht in die Schule und Frauen nicht zum Arzt gehen dürfen, Hauptsache, bei uns stehen alle Bezeichnungen in der weiblichen und der männlichen Form, das ist wichtig. Das ist nun mal deren Kultur und da darf man sich nicht einmischen. Wichtig ist nur, dass sie UNS in Ruhe lassen – wenn sie es denn tun…
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Sonntag, 11. April 2010
Wieder da!

Der London-Urlaub ist vorbei und ich finde mich auch innerlich langsam wieder zuhause ein – das braucht bei mir immer etwas Zeit. Ich habe es genossen, nach langer Zeit mal wieder in meinem geliebten London zu sein :) Natürlich hat sich einiges verändert, aber die Atmosphäre ist immer noch so wie vor 22 Jahren (meinen sehr kurzen Aufenthalt Ende 2005 zähle ich nicht). Mein ehemaliges College gibt es nicht mehr, einer meiner Lieblingsplätze, das Trocadero Centre am Piccadilly Circus, hat sich von einem „Museumszentrum“ (Multimediashow über London, Hologramm-Ausstellung, Guinnessbuch-Museum, Kramläden) in eine einzige große Spielhölle verwandelt und Madame Tussaud’s hat auch sein Konzept so geändert, dass es sich eigentlich (für den Preis und das Schlange stehen zumindest) nicht mehr lohnt dort hinein zu gehen. Das Wachsfigurenkabinett wurde sehr „abgespeckt“, viele Puppen sind verschwunden, dafür nimmt eine Gruselshow (für Kinder und empfindsame Menschen absolut ungeeignet) mit Folterszenen und „lebender“ Geisterbahn einen großen Raum ein, außerdem eine Fahrt mit kleinen Wägelchen durch die Show „Spirit of London“ – Letzteres ist nett gemacht, hat aber mit dem eigentlichen Sinn von Madame Tussaud’s nichts mehr zu tun. Wenn wir das vorher gewusst hätten, hätten wir uns das Geld und das Geschiebe erspart (auch wenn am Ende das eine oder andere schöne „Star“-Foto dabei rausgekommen ist)!
Genossen haben wir vor allem den sehr viel weiter als bei uns fortgeschrittenen Frühling – es blühten schon viele Blumen und Bäume und alles war sehr viel grüner als bei uns. Jetzt sitze ich also wieder auf der kalten Schwäbischen Alb, wo wir in den nächsten Tagen einstellige Temperaturen zu erwarten haben…
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