Donnerstag, 27. Mai 2010

So langsam...

… nimmt der Wohnungskauf Gestalt an. Gestern haben wir die Unterlagen für den Kredit unterschrieben und persönlich zu unserem Finanzmakler gebracht, damit es schneller geht. Parallel soll in den nächsten Wochen alles so weit wie möglich vorbereitet werden, damit wir den Kaufvertrag unterschreiben, das Geld überweisen und danach zeitnah mit der Renovierung loslegen können. Am 21. Juni kommt der Gemeinderat unseres neuen Heimatortes zusammen, und da das Haus der Gemeinde gehört, müssen sie den Details (Teilungsplan, Kaufvertrag) zustimmen. Aber wir hoffen, dass danach alles schnell geht. Für Mitte August haben wir unseren nächsten Urlaub gebucht und bis dahin möchten wir gerne umgezogen sein. Es dauert ohnehin schon alles viel zu lange für unseren Geschmack!

Dienstag, 18. Mai 2010

Ein kleiner Schritt vor

Heute haben wir den umfangreichen Papierkram vollendet, der für den Antrag der Zwischenfinanzierung unserer neuen Wohnung nötig ist. Jetzt muss ein Vertrag ausklamüsert werden. Das lassen wir von unserer Seite den Finanzmakler machen, da wir eh keine Ahnung haben – er kann uns dann hinterher die Haken und Ösen erklären. Also heißt es für uns jetzt erstmal wieder Geduld haben und warten… - hoffentlich nicht lange!

Samstag, 8. Mai 2010

Tag der teilweisen Befreiung

Wie selbstverständlich redet man heutzutage in Deutschland vom 8. Mai 1945, also dem offiziellen Ende des 2. Weltkrieges, als "Tag der Befreiung". Dass dies unzweifelhaft, aber fast ausschließlich für die Menschen im Westen Deutschlands und Europas, sowie im Osten für die meisten Insassen der Konzentrationslager galt, zeigt das Buch „Tag der Befreiung?“ von Hubertus Knabe in eindrücklicher Weise.

Der Autor schildert, wie im Einflussgebiet der Sowjetunion ein Gewaltsystem nahtlos durch ein anderes ersetzt wurde. Auch Menschen, die das Ende des Nationalsozialismus herbeigesehnt und die sowjetischen Truppen willkommen geheißen hatten, wurden oft bitter enttäuscht. Jüdische Frauen, die während des Dritten Reiches untergetaucht waren und sich nach dem Einmarsch der "Russen" erneut verstecken mussten, um Vergewaltigungen zu entgehen, Kommunisten und Demokraten, die kurz nach ihrer Befreiung aus den Konzentrationslagern wieder dort landeten - zum Teil im selben Lager - sowie sowjetische Zwangsarbeiter und Kriegsgefangene, die zunächst von ihrer eigenen Regierung noch einmal eingesperrt und zur Zwangsarbeit verpflichtet wurden, gehörten zu den Menschen, die damals wie heute als "Befreite" galten.

Während sich die Westalliierten in ihrem Machtbereich um eine Aufarbeitung der NS-Verbrechen und ein gewisses Maß an Rechtsstaatlichkeit bemühten, sahen sie fast tatenlos zu, wie in der sowjetischen Zone bis in die fünfziger Jahre wahllos Menschen festgenommen, verschleppt, gefoltert und umgebracht wurden. Auch Kinder und Jugendliche wurden nicht verschont. Den Massenvergewaltigungen fielen nicht allein deutsche Frauen und Mädchen (bis ins Kindesalter) zum Opfer, sondern auch sowjetische Zwangsarbeiterinnen, die nach der Stalinschen Ideologie als „Verräter“ galten, da sie den Deutschen lebend in die Hände gefallen waren, statt sich umbringen zu lassen.

Das Buch räumt mit der von vielen gehegten Illusion auf, die Menschen im Osten wären tatsächlich "befreit" worden. Dass dies keineswegs so war, zeigen die zitierten Augenzeugenberichte und auch inzwischen zugänglich gemachte Dokumente der ehemaligen Sowjetunion mehr als deutlich. Bei Gedenkfeiern zum „Tag der Befreiung“ sollte daher auch dieser Menschen gedacht werden, an denen die Befreiung spurlos vorüberging und die lediglich vom Regen in die Traufe kamen!

Donnerstag, 6. Mai 2010

Einen Schritt zurück, einen vor

Unser potenzieller Käufer hat nun doch abgesagt, und sobald wir das wussten, haben wir uns um die Zwischenfinanzierung für unsere neue Wohnung gekümmert. Das müsste eigentlich innerhalb der nächsten 14 Tage über die Bühne gehen. Wir haben einen unabhängigen Vermittler damit beauftragt, der die Angebote nach den für uns günstigsten Konditionen überprüft. Es ist immer von Vorteil, wenn man jemanden hat, der in dieser Hinsicht zuverlässig und nicht nur auf Provision aus ist. Wenn die Finanzierung klar ist, werden wir uns so schnell wie möglich an den Kauf der Wohnung machen. Die Werbung für unser derzeitiges Domizil muss jetzt verstärkt fortgesetzt werden.