„Nach dem sogenannten relativen Armutsbegriff der Europäischen Union gilt als arm, wer in einem Haushalt mit einem Einkommen lebt, das weniger als 60 Prozent des Durchschnitts aller Haushalte beträgt. Die Studie der Caritas hält sich an diese Definition der EU. Mit ihr kann Armut auch über die fehlende „Teilhabe“ am gesellschaftlichen Leben beschrieben werden. Als „akut armutsgefährdet“ betrachtet die Studie auch Kinder aus Haushalten, die den Hartz IV-Regelsatz, auch ALG II genannt, beziehen. Zu dem Regelsatz von 351 Euro pro Monat für einen Erwachsenen oder 211 Euro für ein Kind bis 13 Jahren kommen noch „Mehrbedarfe“ sowie Geld für Unterkunft und Heizung. (lsw)“ – Quelle: Gränzbote (Papier- oder E-Paper-Ausgabe)
Man sollte vielleicht noch erwähnen, dass auch Hartz IV-Empfänger in der Regel in trockenen Wohnungen mit Heizung, Strom und fließendem Wasser leben, und dass sie außerdem sämtliche Leistungen des Gesundheitssystems in Anspruch nehmen können, die Kassenpatienten zustehen.
Nach dieser Darstellung der „Armut“ in Deutschland hier ein paar Eindrücke, wie Armut in den meisten anderen Ländern aussieht (Bilder von Diaconia – alle aus diesem Jahr):
Armut auf Albanisch…

… auf Armenisch…

Fazit: wer im Zusammenhang mit Deutschland von materieller „Armut“ redet, der hat keine Ahnung, was Armut ist! Ich würde solchen Leuten einmal empfehlen, in die entsprechenden Länder zu fahren (Rumänien und Albanien sind ja nicht so weit weg) und sich echte – sprich: absolute - Armut anzusehen. An dem Punkt spreche ich aus Erfahrung – seit ich nicht nur auf Bildern sondern „live“ wirkliche Armut gesehen habe, kommt mir die Armutsdiskussion in Deutschland nicht nur lächerlich, sondern geradezu unverschämt vor – unverschämt gegenüber denen, die froh wären, wenn sie (im entsprechenden Verhältnis) so viel hätten, wie bei uns die angeblich Armen!


























