Dienstag, 30. Juni 2009

Armut auf Deutsch

„Jedes achte Kind im Südwesten ist von Armut bedroht“ – diese Überschrift sprang uns heute morgen von der Titelseite des „Gränzbote“, der hiesigen Lokalzeitung, entgegen. Dabei war mit „Südwesten“ keineswegs Lateinamerika oder der Westen Afrikas gemeint. Nein, gemeint war unser schönes „Ländle“, das ja bekanntermaßen im Südwesten Deutschlands liegt. Von „extremen Formen von Armut“ sprach in dem Artikel ein Mensch von der Caritas. Oh, Hilfe! War es vielleicht doch falsch, dass wir die Patenkinder in Armenien genommen haben und sollten wir jetzt statt dessen lieber die hungernden Kinder in Deutschland unterstützen? Nicht, dass eines Tages hier dünne, zerlumpte und von Krankheit gezeichnete Gestalten über die Straßen wandeln und man wieder Schilder an den Türen sieht wie in der Nachkriegszeit: „Betteln und Hausieren verboten“! Glücklicherweise wurden dem Leser solche Sorgen sofort wieder genommen – nämlich durch den kleinen Infokasten, der erklärte, was man in Deutschland unter Armut versteht:

„Nach dem sogenannten relativen Armutsbegriff der Europäischen Union gilt als arm, wer in einem Haushalt mit einem Einkommen lebt, das weniger als 60 Prozent des Durchschnitts aller Haushalte beträgt. Die Studie der Caritas hält sich an diese Definition der EU. Mit ihr kann Armut auch über die fehlende „Teilhabe“ am gesellschaftlichen Leben beschrieben werden. Als „akut armutsgefährdet“ betrachtet die Studie auch Kinder aus Haushalten, die den Hartz IV-Regelsatz, auch ALG II genannt, beziehen. Zu dem Regelsatz von 351 Euro pro Monat für einen Erwachsenen oder 211 Euro für ein Kind bis 13 Jahren kommen noch „Mehrbedarfe“ sowie Geld für Unterkunft und Heizung. (lsw)“ – Quelle: Gränzbote (Papier- oder E-Paper-Ausgabe)

Man sollte vielleicht noch erwähnen, dass auch Hartz IV-Empfänger in der Regel in trockenen Wohnungen mit Heizung, Strom und fließendem Wasser leben, und dass sie außerdem sämtliche Leistungen des Gesundheitssystems in Anspruch nehmen können, die Kassenpatienten zustehen.

Nach dieser Darstellung der „Armut“ in Deutschland hier ein paar Eindrücke, wie Armut in den meisten anderen Ländern aussieht (Bilder von Diaconia – alle aus diesem Jahr):

Armut auf Albanisch…



… auf Armenisch…




… und auf Rumänisch



Fazit: wer im Zusammenhang mit Deutschland von materieller „Armut“ redet, der hat keine Ahnung, was Armut ist! Ich würde solchen Leuten einmal empfehlen, in die entsprechenden Länder zu fahren (Rumänien und Albanien sind ja nicht so weit weg) und sich echte – sprich: absolute - Armut anzusehen. An dem Punkt spreche ich aus Erfahrung – seit ich nicht nur auf Bildern sondern „live“ wirkliche Armut gesehen habe, kommt mir die Armutsdiskussion in Deutschland nicht nur lächerlich, sondern geradezu unverschämt vor – unverschämt gegenüber denen, die froh wären, wenn sie (im entsprechenden Verhältnis) so viel hätten, wie bei uns die angeblich Armen!

Montag, 29. Juni 2009

Stinktier


Neben mir liegt gerade ganz gemütlich ein sehr unangenehm müffelnder Hund. Hermann hatte ihn gestern frei laufen lassen und bevor er es verhindern konnte, hatte Yaris sich in irgendetwas ausgiebig gewälzt, und das war garantiert kein Parfüm (wir tippen auf Jauche)! Auch nach dreimal duschen, zweimal davon mit Shampoo, stinkt er immer noch bestialisch – dabei riecht er normalerweise sehr angenehm. Da warmes Wetter war „durfte“ er deshalb heute fast den ganzen Tag mitsamt Körbchen (das natürlich genauso stank, nachdem er darin die Nacht verbracht hatte) und Wassernapf auf dem Balkon verbringen – abgesehen von den Gassigeh-Zeiten. Seine Körbchen-Utensilien sind inzwischen gewaschen und hängen duftend auf dem Wäscheständer, aber der Hund stinkt immer noch. Heute abend werden wir mit neu gekauftem Hundeshampoo noch einmal versuchen, unser Stinktier in einen Zwergpinscher zurück zu verwandeln.

Samstag, 27. Juni 2009

Theater im Steintäle










Hermann und ich (er beruflich, ich privat) waren gestern in der Naturbühne Steintäle in Fridingen zur Premiere des Theaterstücks „Der dreimal tote Peter“. Dies ist ein turbulentes Verwirrspiel um einen echten und einen vermeintlich Toten, der die Identität des echten Toten annimmt.

Das Ganze war ein echter Genuss! Schon die Bühne selbst ist sehenswert. Bevor man sie erreicht, geht es erst einmal bergauf, und zwar zu Fuß. Außerdem sollte man je nach Witterung mit einer Decke (auf Schwäbisch übrigens „Teppich“) zum Sitzen – die Bänke können schon mal kalt und feucht sein -, wetterfester Kleidung und bei Bedarf einem Regenschirm „bewaffnet“ sein. Die Bühnenkulissen sind auf verschiedenen Ebenen direkt vor die Felswände gebaut.

Das Theaterstück war sehr gelungen, vom Bühnenaufbau über die wunderschönen Kostüme bis zur Darstellung selbst, die wunderbar kurzweilig war. Einige der Darsteller sprachen ihre Texte zwar etwas steif, was aber wohl nicht daran lag, dass sie sie schlecht gelernt hatten, sondern weil Hochdeutsch einfach eine echt schwere Sprache ist – jedenfalls für Schwaben (weiß man ja: „wir können alles außer…“) ;) Trotzdem bin ich froh, dass sie das Ganze nicht als schwäbisches Mundartstück gebracht haben – Schwäbisch kann nämlich auch eine echt schwere Sprache sein – jedenfalls für „Norddeutsche“ ;)

Die Fotos sind übrigens von Hermann – meine sind alle nichts geworden. Mit Blitz war die Bühne dunkel und ohne Blitz alles verwackelt :(

Ach ja, wer sich zufällig in diesem Sommer hier in der Gegend aufhalten sollte, das Stück wird noch an mehreren Terminen wiederholt – und Zuschauen lohnt sich auf jeden Fall :)

Freitag, 26. Juni 2009

Post von Arsen und Naira

Heute haben wir mal wieder Post von unseren Patenkindern bekommen, dieses Mal von Arsen und Naira. Beide Briefe wurden offensichtlich vor unserem Treffen am 30. April geschrieben, denn in keinem der beiden steht etwas davon. Das liegt natürlich auch am langen komplizierten Weg. Wir als Paten schicken unsere Briefe an das Diaconia-Büro in Deutschland oder der Schweiz. Dort werden sie gesammelt und einmal im Monat per Kurier (da der Postweg doch relativ unzuverlässig ist) nach Armenien gebracht, im dortigen Diaconia-Büro übersetzt und den Kindern persönlich übergeben. Wenn eines der Kinder uns schreibt, geht das Ganze anders herum. So etwas kann schon mal dauern, aber wir freuen uns natürlich trotzdem immer, wenn wir etwas von den Kindern hören.

Arsen (diesen Namen spricht man übrigens nicht wie das Gift aus, sondern Arrssenn – auf der letzten Silbe betont) ist erst sechs Jahre alt – er ist unser Jüngster – und darum hat seine Mutter geschrieben. Die Familie lebt jetzt in einer Doppelhaushälfte im Dorf der Hoffnung, hat aber vorher offenbar in so unhaltbaren Wohnverhältnissen gelebt, dass sämtliche Familienmitglieder dadurch erkrankt sind. Durch die Patenschaften – wenigstens ein weiteres Kind der Familie ist ebenfalls im Patenschaftsprogramm – kann jedoch allen geholfen werden und wir hoffen natürlich, dass durch die wesentlich bessere Wohnsituation bald alles wieder in Ordnung kommt.

Naira – mit 17 unsere Älteste - hat uns geschrieben, dass sie indische Filme mag (wahrscheinlich wohl Bollywood) und davon träumt, einmal ihre Lieblingsschauspielerin zu treffen. Ach ja, so ähnliche Träume hatte ich als Teenager auch – lang, lang ist’s her *seufz* ;)

Selbstverständlich werden wir sofort zurück schreiben. Ich überlege, ob ich Naira nicht in Zukunft alleine – so von Frau zu Frau – schreiben und nur Grüße von Hermann drunter setzen soll. Ich denke, das ist bei ihr angebracht!

Donnerstag, 25. Juni 2009

Hurra, hurra, der Kobold mit dem roten Haar...

Der Sommer scheint sich zurückzumelden, allerdings mehr die tropische Variante. Die Sonne sticht regelrecht und die Luftfeuchtigkeit ist hoch. Ab und zu zeigen sich große dunkle Wolken, weshalb ich darauf verzichte, meine Wäsche draußen zu trocknen.

Im Moment versuche ich, die heutige Folge von "Pumuckl" auf BR3 nicht zu verpassen - kommt um 14:00 Uhr. Nein, keine Angst, so sehr hat mir das Wetter noch nicht zugesetzt ;) Ich möchte die Folgen für meinen Bruder Stefan auf DVD aufnehmen. Er ist ein großer Fan von Pumuckl und kann sich das stundenlang anhören oder ansehen. Seine Videos sind aber inzwischen ziemlich abgenudelt, darum ergreife ich jetzt die Gelegenheit, ihm soviele Folgen wie möglich auf DVDs zu brennen. Am 14. August hat er Geburtstag - wird auch schon 29, der "Kleine", ich kann's kaum fassen - und das ist mit Sicherheit ein gelungenes Geschenk :)

Montag, 22. Juni 2009

Hilfe für Sargis :)


Am 1. Juni hatte ich ja geschrieben, dass wir versuchen wollten, unserem Patenkind Sargis (ist er nicht ein süßes Kerlchen? Ich liebe dieses Kind einfach!) zu einer Therapie zu verhelfen. Heute kam die Antwort von Diaconia, was möglich wäre. Es gibt eine Reha-Klinik in Armenien, und dort würde ein einmonatiger Aufenthalt einschließlich Untersuchung, Physio-, Sprach-, Psycho- und Ergotherapie 170.000 Armenische Dram – das sind nach dem derzeitigen Wechselkurs lächerliche 332 (!) Euro - kosten. Natürlich würde das nicht für sein ganzes Leben reichen, als Spastiker wird er ständig eine Therapie brauchen, aber sicher nicht so intensiv. In der Klinik soll wohl vor allem abgeklärt werden, was er benötigt. Zu dumm nur, dass wir das Geld gerade nicht „flüssig“ haben, nachdem wir in diesem Monat schon 2000 Euro für Heizöl und eine Autoinspektion ausgeben mussten und deswegen erstmal wieder sparen müssen. Nach telefonischer Rücksprache mit einer Diaconia-Mitarbeiterin verdoppeln wir jetzt zunächst den monatlichen Patenschaftsbeitrag für Sargis – das sollte erschwinglich sein - während sie sich erkundigt, ob langfristig noch mehr Geld benötigt wird. Falls ja, müssen wir uns vielleicht mit Klampfe und Hut an die nächste Straßenecke stellen oder so … Jaja, die meisten von euch halten uns vermutlich für verrückt, aber wir haben die Patenkinder nun mal und wir empfinden Verantwortung für ihr Wohlergehen – über die 25 Euro pro Kind und Monat hinaus! Und Sargis hat eben – anders als unsere anderen Patenkinder – besondere Bedürfnisse. Ohne eine Therapie ist die Gefahr leider sehr groß, dass er einmal ein menschenunwürdiges Leben führen muss, und wir werden nicht so tun als ginge uns das nichts an!

Samstag, 20. Juni 2009

Sommer :)

Das Layout ist umgestellt - jetzt kann der Sommer kommen ;)

Donnerstag, 18. Juni 2009

Donautal-Marathon





















Am letzten Sonntag fand in unserer winzigen Stadt eines der Highlights des Jahres statt (viele gibt's davon nicht): der Donautal-Marathon (Hausen im Tal - Tuttlingen) führte durch unsere "Vorstadt" - sogar fast an unserem Haus vorbei, leider nicht ganz. Darum musste ich mich doch bei dem schwülen Wetter auf die Straße wagen um ein paar Fotos zu machen. Das Wetter sorgte übrigens auch dafür, dass das Rote Kreuz doppelt soviele Läufer verarzten musste wie sonst.

Hatte ich eigentlich schon erwähnt, dass der Donauradweg direkt an unserem Haus vorbei führt?

Sonntag, 14. Juni 2009

Positiv denken!

Mir fällt immer wieder auf, dass viele (die meisten?) Menschen gewissermaßen auf „hohem Niveau“ jammern. Sie schimpfen über Kleinigkeiten, sie sind ständig unzufrieden. Sie regen sich auf, wenn mal ein paar Kinder irgendwo etwas laut sind oder weil ihrer Meinung nach der Supermarkt nicht lange genug geöffnet hat, weil das Wetter schlecht ist – und das ist immer irgendwie schlecht – oder das Fernsehprogramm. Ein großes Thema ist natürlich Geld und was man sich davon leisten kann. Merkwürdigerweise gilt auch hier die Regel, dass man grundsätzlich auf die schaut, die sich mehr leisten können als man selbst oder man schaut sich gleich die Waren in Katalogen und Kaufhäusern an und sieht, was man alles gerne hätte und sich nicht leisten kann. Man geht selbstverständlich zum Arzt und wenn man Pech hat, ist gerade die Praxisgebühr fällig oder man muss lange warten. Dann wäre man gerne Privatpatient - wobei die sicher auch irgendetwas finden, worüber sie unzufrieden sein können!

Da muss man sich doch fragen, warum das so ist. Warum schauen die meisten Menschen immer auf die, denen es – vermeintlich – besser geht? Warum schaut man nicht auf diejenigen, die weniger haben als man selbst? Auch wer darauf angewiesen ist, im Supermarkt Lebensmittel der jeweiligen „Hausmarken“ zu kaufen (eine Sache, die ich übrigens auch tue), weil er sich teurere Markenprodukte nicht leisten kann, der gehört zu der Minderheit (!) von Menschen auf der Welt, die genug zu essen haben! Und wer lange beim Arzt warten und Praxisgebühr bezahlen muss, dem geht es immer noch besser als der Mehrheit(!) der Weltbevölkerung, die gar keinen Zugang zu medizinischer Versorgung haben, weil es sie dort nicht gibt oder weil man sie vollständig selbst bezahlen muss und sie sich deshalb schlicht nicht leisten kann (und dies ist nicht nur in Ländern der sogenannten Dritten Welt der Fall, sondern zum Teil auch in den USA!). Wer ein kleines Auto besitzt und / oder einen Computer, seine Kinder in die Schule schicken kann und in einer trockenen warmen Wohnung (wie klein auch immer) wohnen darf, gehört zu den wohlhabendsten Menschen der Welt!

Ich persönlich habe es mir angewöhnt, mir bei jeder aufkommenden Unzufriedenheit klar zu machen wie gut es mir – trotz gelegentlicher finanzieller Engpässe – geht. Das bringt mich zum Beispiel dazu, dankbar zu sein, dass ich genug zu essen habe, statt mich darüber zu ärgern, dass meine Lieblingseissorte („Tiramisu“ von Langnese *schleck*) wohl die nächste Zeit außerhalb unseres Budgets liegt. Ich ärgere mich nicht über meine gesundheitlichen Beschwerden, sondern freue mich, dass nichts davon Anzeichen einer schlimmen Krankheit ist. Was das lange Warten beim Arzt angeht – mir ist es einmal passiert, dass ich mich in einer Radiologiepraxis trotz meines Termins lange gedulden musste, bis ich an der Reihe war. Als der Arzt dann endlich zu mir kam, entschuldigte er sich damit, dass er gerade einer Patientin schonend hätte mitteilen müssen, dass sie Krebs hat, und dass es deshalb so lange gedauert hätte. Statt mich zu ärgern, war ich nur froh, dass ich nicht in der Haut dieser armen Frau steckte, und dafür hätte ich gerne noch länger gewartet!

Freitag, 12. Juni 2009

Wochenende und Urlaubspläne

Natürlich finden um diese Jahreszeit an den Wochenenden immer jede Menge Veranstaltungen statt, weshalb auch Hermann viel „journalistisch“ unterwegs ist. Das muss nun mal sein, und ich gehöre ganz sicher nicht zu den Ehefrauen, die über so etwas meckern ;)

Im August - wenn hier in Baden-Württemberg Sommerferien sind und damit „Saure-Gurken-Zeit“ – können wir uns aber noch einmal eine Woche Urlaub gönnen. Dieses Mal soll es ein echter Entspannungsurlaub werden, vor allem für Hermann – wir machen mit meinem Vater und meinem „kleinen“ Bruder Stefan eine Wohnmobil-Tour, wahrscheinlich nach Ostfriesland. Zumindest möchten wir da alle gerne hin - nur Stefan ist es egal, der fährt einfach gerne im Wohnmobil :) – aber wir werden wenigstens vorher schauen, ob das Wetter annehmbar ist. Falls nicht, fahren wir woanders hin. Das geht ja glücklicherweise mit dem Wohnmobil ganz einfach!

Mittwoch, 10. Juni 2009

Thema "Behinderung" bei Maischberger

Für alle, die die Sendung nicht sehen konnten (dazu gehöre ich übrigens auch), gibt es sie schon ab heute auf Video online!

Dienstag, 9. Juni 2009

TV-Hinweis und Blogverschönerung

Heute Abend sind bei „Menschen bei Maischberger“ mehrere sicher interessante Menschen zum Thema „Aussortiert und weggesperrt: Behinderte, nein danke?" zu Gast; Das Erste, 22:45 Uhr.

Der Hintergrund dieses Blogs ist von „The Cutest Blog on the Block“. Wer möchte, hat dort jede Menge Auswahl, um seinen Blog zu verschönern – einfach hier klicken (und auf der Seite etwas runterscrollen)! Wie es geht, ist dort unter jedem der Hintergründe beschrieben, aber für die, deren Englisch dafür nicht ausreicht, habe ich die einzelnen Schritte hier noch mal aufgelistet:
1. Bei Blogger einloggen
2. Bei dem Blog, den du ändern möchtest, auf „Layout“ klicken
3. Wenn du dein aktuelles Layout sichern möchtest, auf „HTML bearbeiten“ gehen, dort kannst du den Code kopieren, ihn z.B. in eine Word-Datei einfügen und dort speichern
4. Auf „Neue Vorlage auswählen“ klicken und die Vorlage „Minima“ wählen und speichern
5. Auf „Seitenelemente“ klicken
6. Auf „Gadget hinzufügen“ klicken
7. Bei „HTML / JavaScript“ auf + klicken – Fenster öffnet sich
8. Klicke auf der Seite von „The Cutest Blog on the Block“ auf den ausgesuchten Hintergrund – der Code steht unter „Copy & Paste This Code“
9. Den Code kopieren und bei Blogger in dem aufgerufenen Fenster in dem großen Feld einfügen und speichern
10. Unter „Schriftarten und Farben auswählen“ die Farben entsprechend anpassen
11. Viel Spaß dabei :)

Montag, 8. Juni 2009

Wahlen vorbei!

So, die Wahlen wären geschafft! Die Bundestagswahlen im Herbst sind ja dann wieder einfach ;) Was ich geradezu verrückt finde, ist die niedrige Wahlbeteiligung – selbst bei unseren Kommunalwahlen, aber erst recht bei den Europawahlen. Offensichtlich hat es sich noch nicht herumgesprochen, dass das Europäische Parlament keineswegs mehr, so wie es früher einmal war, nur Staffage ist. Es hat inzwischen wichtige Entscheidungsbefugnisse und von daher ist es schon sehr wichtig, wer da das Sagen hat. Dabei geht es auch keineswegs „nur“ um wirtschaftliche Themen oder wie groß Äpfel und wie krumm Bananen sein müssen, sondern auch um „lebenswichtige“ Fragen, die jeden von uns betreffen oder irgendwann betreffen könnten. Schon von daher sollte es keinem Bürger der EU egal sein, wer im Europäischen Parlament das Sagen hat!

Freitag, 5. Juni 2009

Wahlen

Am Sonntag finden bei uns in Baden-Württemberg außer den Europa- auch noch die Kommunal- und Kreistagswahlen statt. Es ist das erste Mal, dass ich hier im „Ländle“ wählen gehe. Und denke: „Was war’s in NRW doch vordem mit Wählen gehen so bequem… „ (frei nach dem Heinzelmännchen-Lied *s*). Während man in Nordrhein-Westfalen bei Kommunalwahlen gerade mal zwei Stimmen hat (Erststimme: Direktkandidat, Zweitstimme: Partei) ist es hier vieeel komplizierter. Es wird nämlich kumuliert und panaschiert – häää??? Okay, was damit gemeint war, wusste ich schon vorher, und war immer froh, dass es das „bei uns“ nicht gab. Aber jetzt steck ich mittendrin. Zur Kommunalwahl: man hat soviele Stimmen wie Mitglieder im Gemeinderat sitzen. Jede Partei oder Wählerliste stellt dann in der Regel so viele Kandidaten auf, wie in den Gemeinderat passen – oder auch mehr. Dabei kann man einem Kandidaten bis zu drei Stimmen geben, wobei andere Kandidaten dann natürlich hinten runter fallen. Außerdem treten auch gar keine abgrenzbaren Parteilisten an, sondern die „Freien Wähler“, „SPD und Unabhängige“, die „Liste Öko“ oder ähnliche Gruppierungen, mit deren Ausrichtung man als „Reingeschmeckter“ (so heißen die Zugezogenen hier) nur bedingt etwas anfangen kann. Was aber für die Einheimischen nicht wirklich wichtig ist, denn die wählen sowieso keine Parteien oder Listen, sondern suchen sich aus allen Listen ihre persönlichen Sympathieträger zusammen – man kennt sich ja schließlich dort, wo sich 3000-Einwohner-Dörfer stolz als „Stadt“ bezeichnen dürfen und es „Hochschul- und Kreisstädte“ mit knapp 35000 Einwohnern gibt (ersteres wäre in NRW höchstens „Stadtteil“ und letzteres würde allenfalls als nette kleine Mittelstadt zu irgendeinem Landkreis gehören). Hermann wählt natürlich auch genau so – mal den einen von dieser Liste und die andere von jener. Bei mir hält sich das Ganze noch in Grenzen – nicht zuletzt aus Solidarität mit den Wahlvorständen, zu denen ich in NRW schon mehrmals gehören durfte. Und selbst dort sind Stimmenauszählungen schon manchmal langwierig – wie viele Nachtschichten hier in BW eingelegt werden müssen, bis alles auseinander klamüsert ist, möchte ich gar nicht wissen!

Donnerstag, 4. Juni 2009

Welcher Schreibtischtyp bist du?

Ich mag diese kleinen Persönlichkeitstests im Internet und heute habe ich mal wieder einen entdeckt - dieses Mal über einen Link in Katinkas Blog. Ich bin folgender Schreibtischtyp:

Der moderne Digitalist
Notizen, Adressen, Termine - Sie verwalten Ihr (Berufs-)Leben im Computer. Nur bei einem Stromausfall oder Festplatten-Crash droht ein spontanes Informationsvakuum.
Tipp: Vergessen Sie nicht, mit Ihren Kollegen zu sprechen. Oder müssen Sie Ihrem Kollegen immer eine E-Mail schreiben - auch wenn er nur fünf Meter entfernt sitzt?


Das Lustige ist, dass das Ergebnis meistens irgendwie stimmt - sofern man ehrlich antwortet ;)

Falls noch jemand Lust auf den Test hat, bitte hier klicken :)

Montag, 1. Juni 2009

Hilfe für Sargis? - Ein erster Versuch

Ich hatte ja kürzlich in meinem alten Blog über unser behindertes Patenkind Sargis aus Armenien berichtet. Heute habe ich eine E-Mail an die Organisation Diaconia geschickt, über die unsere Kinderpatenschaften laufen, um zu erfahren, ob es irgendeine finanziell erschwingliche Möglichkeit gibt, ihm zu einer Therapie zu verhelfen. Auf die Antwort werde ich natürlich etwas warten müssen (obwohl sie nach meiner Erfahrung immer relativ schnell sind) – heute ist ja noch Feiertag, vermutlich auch in der Schweiz, und außerdem werden sie mit Sicherheit bei ihren Mitarbeitern in Armenien nachfragen, da sie selbst nichts dazu sagen können. Ich bin schon sehr gespannt was sie schreiben und ich hoffe, dass es eine Möglichkeit gibt, ihm zu helfen. Das Ganze beschäftigt mich umso mehr, als ich kürzlich ein Infoblatt der Hilfsorganisation GAiN bekam, die über einen dreizehnjährigen behinderten Jungen in Armenien berichteten. Hakob – so heißt er – muss den ganzen Tag im Bett liegen, da seine Mutter ihn nicht mehr in den Rollstuhl heben kann. Notgedrungen benutzt er das Bett auch als Toilette, und natürlich hat die Mutter keine Windeln für ihn – und vermutlich auch keine Möglichkeit, das Bettzeug vernünftig zu reinigen. Nach dem Bericht hat GAiN bzw. die armenische Partnerorganisation wenigstens dafür gesorgt, dass das kaputte Fenster in der Plattenbauwohnung der Familie repariert wird und außerdem wurde wohl eine kleine Nachbarschaftshilfe organisiert. Allerdings stand dort nichts davon, dass Hakob aus seinem schmutzigen Bett „befreit“ werden konnte - manchmal stoßen leider auch Hilfsorganisationen an ihre Grenzen. Wenn wir allerdings irgendeine Möglichkeit haben, möchten wir wenigstens unserem Sargis ein solches menschenunwürdiges Leben ersparen!