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Montag, 6. August 2012
Diese Lebensretter ...
... werden bei uns im Dorf (oder vielmehr am Rand des Dorfes) ausgebildet:
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Montag, 4. Juni 2012
Wofür wir kämpfen von Tino und Antje Käßner - Rezension
Antje und Tino Käßner waren beide als Bundewehrsoldaten im Auslandseinsatz – sie in Bosnien, er in Afghanistan, wo er bei einem Selbstmordanschlag sein rechtes Bein verlor. Soweit die nüchterne Zusammenfassung der Geschichte.
Sie wird allerdings keineswegs nüchtern erzählt. Nicht nur das Autoren-Ehepaar, sondern auch Verwandte und Freunde erzählen ihre Geschichte um diese Ereignisse und berichten dabei offen über ihre Gefühle und Gedanken. Zu den Erzählern gehören auch ein Kamerad von Tino Käßner, der bei demselben Anschlag beide Beine verlor, und seine Frau.
Dem Leser wird ein tiefer Einblick gewährt in das, was die jeweils erzählenden Personen erlebt haben. Der Stil des Buches erschien mir am Anfang etwas gewöhnungsbedürftig, aber letztlich kommt es hier nur auf den Inhalt an – und der hat es in sich. Thematisiert wird auch immer wieder der Umgang der deutschen Gesellschaft mit den Soldaten, die im Auslandseinsatz sind oder waren und die nach ihrer Rückkehr kaum Anerkennung, manchmal sogar Verachtung erfahren, was nicht zuletzt an der häufig einseitigen Berichterstattung der Medien liegt.
Ein sehr empfehlenswertes Buch, das zum Nachdenken anregt – in mehrfacher Hinsicht!
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Dienstag, 29. Juni 2010
Dienstag, 20. April 2010
Geht's noch?
Dieses Video hat es in sich - klar weiß man von den allgemeinen unqualifizierten Äußerungen der versammelten Gutmenschheit, die denkt, in der Welt würde Friede, Freude, Eierkuchen herrschen, solange die Bundeswehr und andere westliche Truppen diesen nicht stören, und dass es überhaupt nur diese westlichen Truppen sind, die überall Konflikte schaffen. Aber die Sprüche, die sich Soldatenfrauen offenbar anhören müssen (und aus den Kommentaren zu diesem Video zu schließen, scheinen diese Sprüche ein "Massenphänomen" zu sein), sind wirklich unglaublich!
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Samstag, 17. April 2010
Ein besonderes Souvenir
Als wir am Ostermontagmittag im übervollen London in einem noch übervolleren Fast Food Imbiss saßen, setzten sich an den Tisch neben uns zwei Soldaten in Kampfuniform und ISAF-Abzeichen am Ärmel. Soweit nichts Besonderes. In Großbritannien können sich Soldaten in Uniform frei bewegen, ohne blöd angemacht und gar als „Mörder“ beschimpft zu werden. Allerdings fiel uns auf, dass sie merkwürdige kleine Eimer mit sich führten und das machte uns zwar neugierig, aber man fragt ja nicht ;) Als wir wenig später nach einem Rundgang durch das – natürlich ebenfalls übervolle – Nobelkaufhaus Harrod’s Richtung U-Bahn-Station gingen, stand dort auf einmal einer der Soldaten mit seinem Eimerchen. Dieses Mal sprachen wir ihn an und es stellte sich heraus, dass er zu den Coldstream Guards (besser bekannt als bärenfellbemützte Wachsoldaten) gehörte und für in Afghanistan verwundete Kameraden sammelte. Da wir gerne Menschen unterstützen, die ihre Gesundheit und sogar ihr Leben im Kampf gegen ideologisch gehirngewaschene Massenmörder und sonstige Menschenverächter riskieren, leisteten wir natürlich einen kleinen Beitrag. Und da man in Großbritannien fast immer etwas bekommt, wenn man für „offizielle“ gute Zwecke spendet, erhielten wir diese netten Gummiarmbänder :)
Ich frage mich allerdings, was sich deutsche Soldaten anhören müssten, die in Kampfuniform in einer deutschen Stadt mal nicht für Kriegsgräber aus vergangenen Zeiten, sondern für verwundete Kameraden in der Gegenwart sammeln würden. Immerhin haben „wir“ ja den Krieg angefangen, um Afghanistan zu erobern, nicht wahr? Und das, wo dieses Land doch vorher eine der am besten funktionierenden Demokratien der Welt war! Immerhin durften sich Frauen und Mädchen innerhalb der eigenen vier Wände unter den Taliban frei bewegen – so ziemlich zumindest. Darum sollten wir auch unsere Truppen sofort abziehen! Dadurch würde die Terrorgefahr hier in Deutschland reduziert, wir hätten wieder unsere Ruhe, die doch so schön war, solange wir (den Nazis sei Dank!) keine Truppen ins Ausland entsandt haben, damit wir nicht wieder als Kriegstreiber dastehen, während die Amerikaner und Briten für uns die Kastanien aus dem Feuer holen durften. So wollen wir es doch wieder haben! Und wen interessieren schon die Leute in Afghanistan – sollen die Taliban da doch machen, was sie wollen! Egal, wenn Mädchen nicht in die Schule und Frauen nicht zum Arzt gehen dürfen, Hauptsache, bei uns stehen alle Bezeichnungen in der weiblichen und der männlichen Form, das ist wichtig. Das ist nun mal deren Kultur und da darf man sich nicht einmischen. Wichtig ist nur, dass sie UNS in Ruhe lassen – wenn sie es denn tun…
Ich frage mich allerdings, was sich deutsche Soldaten anhören müssten, die in Kampfuniform in einer deutschen Stadt mal nicht für Kriegsgräber aus vergangenen Zeiten, sondern für verwundete Kameraden in der Gegenwart sammeln würden. Immerhin haben „wir“ ja den Krieg angefangen, um Afghanistan zu erobern, nicht wahr? Und das, wo dieses Land doch vorher eine der am besten funktionierenden Demokratien der Welt war! Immerhin durften sich Frauen und Mädchen innerhalb der eigenen vier Wände unter den Taliban frei bewegen – so ziemlich zumindest. Darum sollten wir auch unsere Truppen sofort abziehen! Dadurch würde die Terrorgefahr hier in Deutschland reduziert, wir hätten wieder unsere Ruhe, die doch so schön war, solange wir (den Nazis sei Dank!) keine Truppen ins Ausland entsandt haben, damit wir nicht wieder als Kriegstreiber dastehen, während die Amerikaner und Briten für uns die Kastanien aus dem Feuer holen durften. So wollen wir es doch wieder haben! Und wen interessieren schon die Leute in Afghanistan – sollen die Taliban da doch machen, was sie wollen! Egal, wenn Mädchen nicht in die Schule und Frauen nicht zum Arzt gehen dürfen, Hauptsache, bei uns stehen alle Bezeichnungen in der weiblichen und der männlichen Form, das ist wichtig. Das ist nun mal deren Kultur und da darf man sich nicht einmischen. Wichtig ist nur, dass sie UNS in Ruhe lassen – wenn sie es denn tun…
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Sonntag, 27. September 2009
Wahlen
Es gibt Menschen, die riskieren ihr Leben, um wählen zu gehen. Andere müssen „öffentlich“ wählen, damit kontrolliert werden kann, dass sie der „richtigen“ Partei ihre Stimme geben (so auch bis vor 20 Jahren im östlichen Teil Deutschlands). Viele dürfen überhaupt nicht wählen, weil in ihren Ländern so etwas einfach nicht vorgesehen ist. Und noch mehr werden betrogen, indem der Wahlausgang manipuliert wird. Ich denke, jeder Nichtwähler in einem demokratischen Land wie Deutschland muss sich für seine fadenscheinigen Gründe („keine Partei will 100%ig, was ich will“; „die machen ja eh, was sie wollen“) vor solchen Menschen SCHÄMEN!!!
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