Donnerstag, 29. Oktober 2009
Veränderungen
Als ich vor über einem Jahr nach unserer Hochzeit zu meinem Mann in sein Elternhaus gezogen bin, hatte ich noch gedacht, dass ich (falls nichts wirklich Unvorhergesehenes dazwischen käme – ein Todesfall oder eine sonstige Katastrophe) wenigstens die nächsten zehn bis fünfzehn Jahre hier verbringen würde, also bis er in Rente geht. Jetzt kommt es allerdings doch anders und wir werden wohl das Haus samt Garten gegen eine passende Eigentumswohnung mit Balkon eintauschen.
Bevor uns jetzt jemand für verrückt erklärt – es gibt einige Gründe dafür. Der erste ist, dass das Haus zur Hälfte Hermanns Bruder gehört, der aber nicht hier wohnt, und seinen Anteil verständlicherweise gerne loswerden würde, da es ihn nur Geld kostet und er eigentlich nichts davon hat. Wir hatten zunächst überlegt, ihn auszuzahlen (langsam natürlich, so dicke haben wir es ja auch nicht) und das Haus zu behalten. Wenn wir ein paar Kinder hätten, wäre das sicher ideal, denn für eine Familie ist das Haus wirklich passend!
Ein zweiter Grund, es zu verkaufen, ist unser "fortgeschrittenes" Alter. Hermann ist über 50 und eigentlich ist es da nicht mehr angesagt, noch einen Kredit aufzunehmen (den wir dann ewig abzahlen müssten) um genügend Geld für nötige Renovierungen zu haben. Drittens machen das Haus und vor allem der Garten eine Menge Arbeit, die ich weitgehend alleine erledigen muss, da Hermann als Freiberufler wirklich sieben Tage die Woche arbeitet. Noch dazu habe ich von Gartenpflege weder Ahnung noch macht es mir Spaß.
Also werden wir uns jetzt darüber schlau machen, was das Haus wert ist und zu welchem Preis wir es verkaufen können. Verramschen wollen wir es natürlich auf keinen Fall, zumal wir ja von unserem Anteil die Eigentumswohnung bezahlen wollen! Ich denke aber, dass unsere Chancen gar nicht schlecht stehen, zumal so ein Haus samt Renovierungskosten immer noch billiger ist als ein Neubau plus Grundstück, und da wir erstens in einer attraktiven Region und zweitens nur etwa zwei Minuten vom Schul- und Sportzentrum entfernt wohnen und auch sonst (fast) alles Wichtige (Bahnhof, Arzt, Zahnarzt, Supermarkt, Banken, …) in unmittelbarer Nähe haben, müsste das doch eigentlich zu machen sein.
Übrigens habe ich bei meinen „Nachforschungen“ in den Immobilienportalen festgestellt, dass die Leute von schräg gegenüber ihr Haus ebenfalls zum Kauf anbieten (jetzt weiß ich auch, warum in letzter Zeit öfter Autos mit auswärtigen Kennzeichen vor dem Grundstück unserer Nachbarn parken – offenbar ist Interesse da!). Da es unserem Haus nicht ganz unähnlich ist (einige Unterschiede gibt es schon), bin ich echt gespannt, wann sie Erfolg haben!
Sonntag, 25. Oktober 2009
Schweinegrippe
Wir lassen uns nicht impfen. Hermann wird sich seine gewöhnliche jährliche Grippeimpfung holen (und immerhin sterben an der „normalen“ Grippe wesentlich mehr Menschen als an der Schweinegrippe), da er viel mit Menschen in Kontakt kommt und sich als Freiberufler eben auch nicht einfach für zwei oder drei Wochen krankschreiben lassen kann. Ich fühle mich geschützt genug, wenn er geimpft ist ;)
Wichtig ist nur, dass man sich nicht von dem Hype der Medien anstecken lässt. Von diesen sind ja einige so sensationsgeil, dass sie sich ohne Weiteres veräppeln lassen, wie der Auszug aus „Harald Schmidt“ am 17. September 2009 zeigt:
Montag, 19. Oktober 2009
Kleine Blog-Kommentar-Philosophie
Dienstag, 13. Oktober 2009
Wo er recht hat...
Tatsache ist übrigens, dass sich die meisten Migrantengruppen in Deutschland problemlos integrieren – die mangelnde Integration bestimmter Gruppen kann also nicht an dem Unwillen der deutschen Gesellschaft oder der Politik liegen! Anfang der 80er Jahre kamen beispielsweise die Boat People aus Vietnam und die Pol Pot-Verfolgten aus Kambodscha, Ende der 80er waren es die Tamilen aus Sri Lanka – um nur drei Gruppen zu nennen. Wo sind die heute? Ganz einfach – an ihren Arbeitsplätzen (natürlich werden einige auch arbeitslos sein), an den Schulen (die zweite Generation) und immer häufiger auch an den Universitäten. Wenn sie nicht anders aussähen als die Mehrheit der deutschen Bevölkerung würden sie gar nicht auffallen, denn spätestens ihre Kinder sprechen akzentfrei Deutsch, da schon die erste Generation nichts von selbst gewählter Isolation aus Glaubens- und Traditionsgründen hielt. Das alles geschieht so selbstverständlich – und ist es eigentlich ja auch – dass niemand darüber spricht. Was macht man aber nun mit Leuten, die sich trotz aller Angebote absolut nicht integrieren wollen und die noch dazu auf Kosten eines Staates leben, dessen demokratisches System sie für sich selbst ablehnen?
Noch einmal zu Sargis
Freitag, 9. Oktober 2009
Gute Neuigkeiten von Sargis :)
Sargis bekam im Juli 2009 170.000 Dram von Diaconia. Mit diesem Geld konnte seine Mutter ihn in die Rehaklinik bringen. Dort bekam Sargis 4 Wochen lang eine Vielfalt von notwendigen Behandlungen. Hauptpfeiler waren Physiotherapie und Sprachtherapie. Zudem bekam Sargis Orthesen. Am Anfang trug er sie nicht gerne, inzwischen hat er sich eingewöhnt. Mit denen kann er aufrecht stehen. Die Mutter sagt, es gibt merkliche Verbesserungen, was seinen Zustand angeht. Auch sie selber hat vieles gelernt. Z.B. wie sie mit Sargis besser kommunizieren kann. Was auch sehr wichtig ist: da Sargis nicht kauen kann, haben die Ärzte ihr beigebracht, wie sie ihm das Essen mit grosser Vorsichtigkeit beibringen soll. Die Reha-Behandlung hat einen erstaunlichen Erfolg erzielt, sagt die Mutter von Sargis. „Liebe Paten, wir sind Ihnen sehr dankbar für die wertvolle Unterstützung, für Ihre Aufmerksamkeit und Ratschläge. Unsere Hoffnung, die wir fast verloren hatten, haben wir dank Ihnen wiedergefunden,“ sind die Dankesworte, die die Mutter von Sargis an Sie richtet. Bald im Oktober braucht Sargis nochmals eine Behandlung in derselben Rehaklinik für 4 Wochen. Dafür braucht er wieder 170.000 Dram. Die Familie von Sargis bittet Sie, ihr dabei zu helfen. Eine kontinuierliche Therapie kann von grösster Bedeutung sein.
Wir freuen uns riesig, dass sich der Junge in der Therapie offenbar so gut entwickelt :) Natürlich hoffen wir, dass immer genug Geld dafür da ist – vielleicht gewinnen wir ja doch mal bei der Aktion Mensch…
Donnerstag, 8. Oktober 2009
Teegeschichten

Okay, ich geb’s zu, es sieht ziemlich normal aus, zumindest von vorne. Dies ist die Rückseite:
Das Besondere an dem Buch ist nämlich, dass für jede der vier Kurzgeschichten ein Teebeutel dabei ist.Die Geschichten habe ich natürlich längst gelesen, aber ich konnte mich bisher nicht dazu durchringen, den Tee zu trinken, denn dann würde ich ja das schöne Buch „kaputt“ machen müssen! Da aber heute der erste wirklich schmuddelige Herbsttag war – obwohl es immer noch warm ist, aber wir haben Dauerberieselung von oben – habe ich es doch mal gemacht und zunächst den Tee zur zweiten Geschichte (Marokkanische Minze) probiert. Die Geschichte dazu klingt übrigens wie aus 1001 Nacht… :) Jedenfalls habe ich den Teebeutel ganz vorsichtig herausgenommen, ohne die Verpackung vom Buch lösen zu müssen – auf die Weise sieht das Buch doch noch fast wie neu aus ;)