Montag, 28. Februar 2011

Neues Blog-Projekt

Gestern habe ich ein neues Blog-Projekt angefangen - "Reigschmeckt". Da es sich um einen Blog mit regionalen und lokalen Themen handelt, die hier in meinem "alltäglichen" Blog fehl am Platze sind, da es die meisten hier vermutlich nicht interessiert, habe ich mich für einen separaten Blog entschieden - und für Suedblog als Blog-Host. Dort haben Leute ihre Blogs, die hier aus dem südlichen Baden-Württemberg kommen bzw. hier wohnen. Wenn es passt, werde ich Beiträge in beiden Blogs posten. Und natürlich werde ich auch so hier weiterschreiben :)

Übrigens - für die, die mit dem Titel des neuen Blogs nichts anfangen können: als "Reigschmeckte" bezeichnet man hier die Zugezogenen, also auch mich.

Sonntag, 20. Februar 2011

Das Wetter

Nachdem wir jetzt schon eine ganze Weile so etwas wie Frühling hatten, ist seit heute der Winter zurück. Irgendwann heute Nacht hat es angefangen zu schneien (ziemlich nassen Schnee, mit dem wahrscheinlich nicht einmal die Wintersportfans etwas anfangen können) und das tut es immer noch. Ich bin wenigstens in unserer schönen warmen Wohnung, aber dafür werde ich gleich meinen Ehemann auftauen müssen, denn der muss heute den ganzen Tag draußen arbeiten. Als Lokaljournalist ist er bei einem Narrentreffen – das ist die hiesige Bezeichnung für einen Karnevalsumzug. Der Ärmste! Werde gleich schon mal den Holzofen anschmeißen, heißes Badewasser einlassen und Tee kochen.

Ich verkrieche mich dafür in den Roman, den ich gerade schreibe. Da ist es nämlich im Moment Sommer und meine Hauptpersonen befinden sich auf einer Kreuzfahrt. Ich krame dabei ganz tief in den Erinnerungen an unsere eigene Kreuzfahrt im Herbst letzten Jahres und das macht viel Spaß :) Und es lenkt vom Wetter draußen ab!

Sonntag, 13. Februar 2011

Mein kleiner grüner Kaktus


Den Kaktus habe ich kürzlich in einem Drogeriemarkt erstanden. Er ist die einzige Pflanze, die wir zur Zeit im Haus haben (abgesehen von der Kresse, die wir auf der Küchenfensterbank ziehen). Der Grund für diesen Pflanzenmangel ist, dass einfach keine normale Pflanze meine Pflege überlebt. Es ist durchaus nicht so, dass ich vergesse, sie zu gießen, oder sie zu viel gieße. Ich bemühe mich immer, mich an das zu halten, was über die Pflege der jeweiligen Pflanzen im Internet oder auf den „Beipackzetteln“ zu lesen ist. Trotzdem funktioniert es fast nie. Kakteen dagegen sind ziemlich unverwüstlich und haben bis jetzt jedenfalls keine Probleme mit mir gehabt. Vielleicht liegt das an meinen Genen, mein Großvater hat Kakteen gezüchtet und hatte in seinem Wohnzimmer die ganze Fensterbank voll mit den verschiedensten stacheligen Gewächsen. Als Kind fand ich vor allem die unterschiedlichen Stacheln sehr interessant – zum Teil hatten sie Widerhaken, und wenn man die Kakteen anfasste und ein Stachel hängenblieb, kamen winzige rote Blutstropfen aus der Haut. Das Koalabärchen habe ich übrigens auch von meinem Großvater geerbt. Er hatte es in einem seiner Kakteentöpfe stecken und ich fand es schon damals immer sehr niedlich. Irgendwann nach seinem Tod (damals war ich acht oder neun Jahre alt) habe ich es meiner Großmutter abgebettelt, nachdem ich gesehen hatte, dass sie es nicht verwendete.

Mal sehen, wie lange mein kleiner grüner Kaktus meine liebevolle Pflege übersteht. Immerhin habe ich mich auch dieses Mal im Internet schlau gemacht, wie man Kakteen richtig wässert, damit es nicht zu viel oder zu wenig ist!

Sonntag, 6. Februar 2011

Kreuzende Bücher und ein neues Patenkind


BookCrossing.com...

Seit Mitte Januar bin ich Mitglied bei BookCrossing und habe auch schon einige Bücher registriert. Eines davon hatte ich per Post an eine Freundin verschickt, ein anderes am Freitagabend „in die Wildnis entlassen“. So heißt das bei BookCrossing, wenn man ein Buch einfach irgendwo liegen lässt – entsprechend markiert und, falls man es draußen „entlässt“, natürlich in einer Plastikfolie oder ähnlichem - und darauf hofft, dass es jemand nicht nur mitnimmt, sondern seinen Fund auch auf der BookCrossing-Website meldet. Für mein Buch gab es noch keine Rückmeldung, aber ich hoffe auf einen der vielen Sonntagnachmittagsspaziergänger, die das Buch von der Bank, auf der es liegt, mitnehmen. Wenn es jemand nur mitnimmt, ist das natürlich auch okay, aber netter wäre es natürlich, dieser Jemand würde sich auch melden.

Zum zweiten Mal, seit wir Kinderpatenschaften in Armenien übernommen haben, bekamen wir nun schon die gute Nachricht, dass es der Familie eines Kindes finanziell so viel besser geht, dass sie unsere Hilfe nicht mehr benötigen. Das ist natürlich viel besser, als wenn ein Kind aus der Patenschaft entlassen werden muss, weil es zu alt ist – wobei man bei Diaconia in dieser Hinsicht durchaus flexibel ist. Es ist den Paten überlassen, ob sie ein Kind, sofern es noch Hilfe braucht, zum Beispiel durch eine Ausbildung oder ein Studium begleiten. Aber irgendwann ist eben doch Schluss.


Mit diesem erfreulichen Bericht bekamen wir den Vorschlag für ein neues Patenkind. Astghik ist zwölf Jahre alt, hat eine zerebrale Bewegungsstörung und Augenprobleme. Ihr Vater hat die Mutter schon vor der Geburt des Kindes verlassen und ist seitdem nicht wieder aufgetaucht. Allerdings kann sie wenigstens zur Schule gehen, was in einem Land wie Armenien längst nicht allen Kindern mit Behinderung vergönnt ist. So hat sie wenigstens eine Chance, später einmal eine Ausbildung zu machen und für sich selbst sorgen zu können.