Wir sind inzwischen umgezogen, und obwohl noch riesig viel zu tun ist (nicht zuletzt, weil wir auf einer halben Baustelle leben) und wir in den nächsten Wochen noch keine stabile Internetverbindung haben werden, möchte ich wenigstens ab und zu wieder bloggen. Sonntage sind gute Tage, um das Kistengewühle und Staubgeputze (das ohnehin ziemlich unnütz ist, solange die Baustelle noch besteht, da alles gleich wieder schmutzig wird) mal sein zu lassen.
Unser neuer Wohnort Stetten am kalten Markt gefällt mir sehr gut, trotz aller Unkenrufe wohlmeinender Bekannter, die uns gewarnt hatten, dass es hier immer kalt sei (was übrigens nicht stimmt, obwohl es hier schon jeweils ein oder zwei Grad kälter ist als in der Umgebung). Dafür scheint hier immer schon morgens die Sonne, während sie in Mühlheim an der Donau (das in einem Tal liegt) oft bis mittags vom Nebel verdeckt wird. Was ich auch genieße, ist die wesentlich bessere Infrastruktur – da ich kein Auto habe, bin ich auf gute und vielseitige Einkaufsmöglichkeiten in „Fußnähe“ angewiesen und die habe ich hier.
Was wir uns am Anfang gleich besorgen – sprich: kaufen – mussten, war eine Restmülltonne. Gelbe Säcke bekommt man gratis, Papiertonne wird gestellt, Biotonne gibt’s nicht. Die Restmülltonne muss man, wie gesagt, selbst kaufen und da man den Restmüll nach Gewicht bezahlt (weshalb wir uns im Baumarkt gleich mal einen Komposter besorgt haben), am besten mit Schloss, damit nicht jemand anderes seinen Müll dort einwirft. Also sind wir zur hiesigen Eisenhandlung gefahren, wo es auch diese Tonnen gibt. Dort werden unter anderem elektrische Gartengeräte und Handwerkszeug für mehrere 100 Euro pro Stück verkauft – was nicht etwa heißt, dass man dort EC- oder gar Kreditkarten akzeptiert! Nein, wir mussten für die etwa 125 Euro für die Tonne extra zur Sparkasse laufen, um Geld zu holen. Dann das nächste Problem – wir hatten einen zweitürigen Leihwagen (unser Auto war in der Werkstatt) und die Tonne passte dort nicht hinein. Also blieb mir nichts anderes übrig als mir die Tonne zu schnappen und sie zu Fuß hinter mir her zu schleifen. Zum Glück sind es von dort nur ein paar hundert Meter bis zu unserem Haus. Mir begegneten auf dem Weg mehrere Leute, die mich und meine Tonne aber nicht beachteten. Offensichtlich ist es normal, dass man hier seine Mülltonnen hinter sich herschleppt, wenn man neu zugezogen ist.
Übrigens suchen wir immer noch nette Nachbarn – wer Interesse hat oder jemanden kennt (ideal wäre das Ganze für eine große oder wachsende Familie, die sich normalerweise kein Eigenheim leisten kann), der kann auf „Eigene vier Wände“ mehr erfahren!
2 Kommentare:
da stell ich dir mal Brot und Salz hin und wünsche dir viel Glück im neuen Heim!
von mir auch alles Gute und viel Spass in den neuen "4" Wänden!
Über die Mülltonnen-Aktion musste ich doch sehr schmunzeln...
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