Seit Mitte Januar bin ich Mitglied bei BookCrossing und habe auch schon einige Bücher registriert. Eines davon hatte ich per Post an eine Freundin verschickt, ein anderes am Freitagabend „in die Wildnis entlassen“. So heißt das bei BookCrossing, wenn man ein Buch einfach irgendwo liegen lässt – entsprechend markiert und, falls man es draußen „entlässt“, natürlich in einer Plastikfolie oder ähnlichem - und darauf hofft, dass es jemand nicht nur mitnimmt, sondern seinen Fund auch auf der BookCrossing-Website meldet. Für mein Buch gab es noch keine Rückmeldung, aber ich hoffe auf einen der vielen Sonntagnachmittagsspaziergänger, die das Buch von der Bank, auf der es liegt, mitnehmen. Wenn es jemand nur mitnimmt, ist das natürlich auch okay, aber netter wäre es natürlich, dieser Jemand würde sich auch melden.
Zum zweiten Mal, seit wir Kinderpatenschaften in Armenien übernommen haben, bekamen wir nun schon die gute Nachricht, dass es der Familie eines Kindes finanziell so viel besser geht, dass sie unsere Hilfe nicht mehr benötigen. Das ist natürlich viel besser, als wenn ein Kind aus der Patenschaft entlassen werden muss, weil es zu alt ist – wobei man bei Diaconia in dieser Hinsicht durchaus flexibel ist. Es ist den Paten überlassen, ob sie ein Kind, sofern es noch Hilfe braucht, zum Beispiel durch eine Ausbildung oder ein Studium begleiten. Aber irgendwann ist eben doch Schluss.

Mit diesem erfreulichen Bericht bekamen wir den Vorschlag für ein neues Patenkind. Astghik ist zwölf Jahre alt, hat eine zerebrale Bewegungsstörung und Augenprobleme. Ihr Vater hat die Mutter schon vor der Geburt des Kindes verlassen und ist seitdem nicht wieder aufgetaucht. Allerdings kann sie wenigstens zur Schule gehen, was in einem Land wie Armenien längst nicht allen Kindern mit Behinderung vergönnt ist. So hat sie wenigstens eine Chance, später einmal eine Ausbildung zu machen und für sich selbst sorgen zu können.
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