Sonntag, 20. März 2011
Tränenstück
Die getragenen Passagen dieses Musikstücks haben mich als Kind regelmäßig und zuverlässig zum Weinen gebracht. Meine Mutter hatte mir erklärt, dass das Stück beschreibt, wie ein Wasserlauf (eben die Moldau, ist aber auswechselbar) sich von einem kleinen hüpfenden Bächlein in einen breiten gemächlich dahinfließenden Strom verwandelt. Keine Ahnung, was ich daran so traurig fand, und noch weniger Ahnung, warum ich diese Schallplatte (für die Jungen unter euch, das sind runde schwarze Dinger mit Rillen, von denen man früher Musik abgespielt hat, habt ihr vielleicht schon mal auf dem Flohmarkt oder in Antiquitätenläden gesehen) immer wieder aufgelegt habe. Vielleicht aus dem gleichen Grund, warum man sich immer wieder einen bestimmten traurigen Film anschaut, obwohl man weiß, dass man jedesmal an derselben Stelle wieder anfängt zu heulen. Immer noch besser, als wenn man wirklich Grund dazu hat - zum Weinen, meine ich. Wenn ich schon traurig war (mit Grund), habe ich lieber ABBA oder die Bay City Rollers gehört, um mich wieder aufzumuntern.
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1 Kommentar:
Ein fantastisches Meisterwerk, das ich auch gern höre, allerdings wegen seiner Schwere eher selten. ABBA finde ich heute noch toll, besonders beim Autofahren, laut und zum Mitsingen.
Liebe Grüße in deinen Tag
Anna-Lena
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