Samstag, 29. Oktober 2011

Wenn es mir gut geht

Dies sind die Worte, die ich mittlerweile zu jeder Zusage zu einer Einladung oder einer Verabredung hinzufügen muss. Natürlich kann es jedem schon mal nicht gut gehen und gerade jetzt im Herbst werden viele Menschen von Erkältungen oder anderen Krankheiten geplagt und können deshalb die eine oder andere Zusage nicht einhalten. Es ist immer ärgerlich, wenn man aus Krankheitsgründen einen Termin nicht wahrnehmen kann, auf den man sich vielleicht gefreut hat oder, noch schlimmer, der von einem selbst abhängig ist. Auf Letzteres lasse ich mich schon gar nicht mehr ein, denn die Gefahr, dass es mir nicht gut geht, ist zu groß. Früher habe ich meinen gesunden Körper immer für selbstverständlich gehalten, so wie es die meisten Menschen tun. Ich weiß auch, dass sich viele Frauen in meinem Alter wünschen, dass sie einen jüngeren Körper hätten. Ich dagegen möchte einfach nur so beschwerdefrei sein, wie die durchschnittliche Frau mit Mitte 40.

Die Beschwerden haben meine Einstellung zum Leben so verändert, dass ich nichts mehr für selbstverständlich halte, weder die Gesundheit, noch die finanzielle Versorgung oder sonst alles, das in meinem Leben mehr oder weniger eine Rolle spielt oder es überhaupt erst möglich macht. Es gibt nichts, das nicht plötzlich weg sein kann. Noch vor zehn Jahren wäre es mir nicht in den Sinn gekommen, dass ich viele Termine und Verabredungen nicht wahrnehmen könnte, weil mein Körper so oft streikt. Ich habe es mir mittlerweile abgewöhnt, es peinlich zu finden.

Das Resultat dieser angeschlagenen Gesundheit ist, dass ich mich mit allem absolut auf Gott verlassen und darauf vertrauen muss, dass Er mir zur rechten Zeit das gibt, was ich brauche. Das muss zwar eigentlich jeder, aber ich denke, nur wenn man in chronischen Problemsituationen, egal welcher Art, steckt, wird man sich dessen wirklich bewusst. Das Bemerkenswerte ist, dass es tatsächlich funktioniert :) Natürlich nerven mich meine Beschwerden ganz gewaltig, wenn sie sich bemerkbar machen, aber da alles, was ich habe, Gott gehört, auch mein Körper, kann ich mich darauf verlassen, dass ich alles damit tun kann, was Er von mir verlangt. Und es ist auch nicht ausgeschlossen, dass Er mich eines Tages heilen wird.

Nun zu euch, die ihr sagt: "Heute oder morgen wollen wir in die und die Stadt ziehen. Wir werden ein Jahr dort bleiben, Geschäfte machen und Geld verdienen." Ihr wisst doch nicht einmal, was morgen sein wird. Was ist denn euer Leben? Es ist nur ein Dampf, der kurze Zeit sichtbar ist und dann verschwindet. Ihr solltet vielmehr sagen: "Wenn der Herr es will, werden wir leben und dieses oder jenes tun." – Jakobus 4,13-15 NeÜ

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