Montag, 1. Juni 2009

Hilfe für Sargis? - Ein erster Versuch

Ich hatte ja kürzlich in meinem alten Blog über unser behindertes Patenkind Sargis aus Armenien berichtet. Heute habe ich eine E-Mail an die Organisation Diaconia geschickt, über die unsere Kinderpatenschaften laufen, um zu erfahren, ob es irgendeine finanziell erschwingliche Möglichkeit gibt, ihm zu einer Therapie zu verhelfen. Auf die Antwort werde ich natürlich etwas warten müssen (obwohl sie nach meiner Erfahrung immer relativ schnell sind) – heute ist ja noch Feiertag, vermutlich auch in der Schweiz, und außerdem werden sie mit Sicherheit bei ihren Mitarbeitern in Armenien nachfragen, da sie selbst nichts dazu sagen können. Ich bin schon sehr gespannt was sie schreiben und ich hoffe, dass es eine Möglichkeit gibt, ihm zu helfen. Das Ganze beschäftigt mich umso mehr, als ich kürzlich ein Infoblatt der Hilfsorganisation GAiN bekam, die über einen dreizehnjährigen behinderten Jungen in Armenien berichteten. Hakob – so heißt er – muss den ganzen Tag im Bett liegen, da seine Mutter ihn nicht mehr in den Rollstuhl heben kann. Notgedrungen benutzt er das Bett auch als Toilette, und natürlich hat die Mutter keine Windeln für ihn – und vermutlich auch keine Möglichkeit, das Bettzeug vernünftig zu reinigen. Nach dem Bericht hat GAiN bzw. die armenische Partnerorganisation wenigstens dafür gesorgt, dass das kaputte Fenster in der Plattenbauwohnung der Familie repariert wird und außerdem wurde wohl eine kleine Nachbarschaftshilfe organisiert. Allerdings stand dort nichts davon, dass Hakob aus seinem schmutzigen Bett „befreit“ werden konnte - manchmal stoßen leider auch Hilfsorganisationen an ihre Grenzen. Wenn wir allerdings irgendeine Möglichkeit haben, möchten wir wenigstens unserem Sargis ein solches menschenunwürdiges Leben ersparen!

Keine Kommentare: