Freitag, 26. Juni 2009

Post von Arsen und Naira

Heute haben wir mal wieder Post von unseren Patenkindern bekommen, dieses Mal von Arsen und Naira. Beide Briefe wurden offensichtlich vor unserem Treffen am 30. April geschrieben, denn in keinem der beiden steht etwas davon. Das liegt natürlich auch am langen komplizierten Weg. Wir als Paten schicken unsere Briefe an das Diaconia-Büro in Deutschland oder der Schweiz. Dort werden sie gesammelt und einmal im Monat per Kurier (da der Postweg doch relativ unzuverlässig ist) nach Armenien gebracht, im dortigen Diaconia-Büro übersetzt und den Kindern persönlich übergeben. Wenn eines der Kinder uns schreibt, geht das Ganze anders herum. So etwas kann schon mal dauern, aber wir freuen uns natürlich trotzdem immer, wenn wir etwas von den Kindern hören.

Arsen (diesen Namen spricht man übrigens nicht wie das Gift aus, sondern Arrssenn – auf der letzten Silbe betont) ist erst sechs Jahre alt – er ist unser Jüngster – und darum hat seine Mutter geschrieben. Die Familie lebt jetzt in einer Doppelhaushälfte im Dorf der Hoffnung, hat aber vorher offenbar in so unhaltbaren Wohnverhältnissen gelebt, dass sämtliche Familienmitglieder dadurch erkrankt sind. Durch die Patenschaften – wenigstens ein weiteres Kind der Familie ist ebenfalls im Patenschaftsprogramm – kann jedoch allen geholfen werden und wir hoffen natürlich, dass durch die wesentlich bessere Wohnsituation bald alles wieder in Ordnung kommt.

Naira – mit 17 unsere Älteste - hat uns geschrieben, dass sie indische Filme mag (wahrscheinlich wohl Bollywood) und davon träumt, einmal ihre Lieblingsschauspielerin zu treffen. Ach ja, so ähnliche Träume hatte ich als Teenager auch – lang, lang ist’s her *seufz* ;)

Selbstverständlich werden wir sofort zurück schreiben. Ich überlege, ob ich Naira nicht in Zukunft alleine – so von Frau zu Frau – schreiben und nur Grüße von Hermann drunter setzen soll. Ich denke, das ist bei ihr angebracht!

Keine Kommentare: