Samstag, 5. März 2011

Zeigt her eure Brautkleider


Ein besonders schönes "Zeigt her..."-Thema von Doro - Brautkleider. Immerhin wird es Frühling :)

Wir haben im August 2008 geheiratet. Das erste Bild zeigt uns vor der standesamtlichen Trauung.


Mein Brautkleid für die kirchliche Hochzeit hatte eine Freundin (die Frau auf dem Foto unten) geschneidert, nachdem ich im Internet hunderte von Bildern gewälzt und nur wenige Kleider gefunden hatte, mit denen man nicht von den mehr oder weniger gut bedeckten Brüsten aufwärts nackt war. Zum Verdecken der Blöße wurden winzige Bolerojäckchen angeboten. Aber da ich sonst auch nicht halbnackt herumlaufe, wollte ich damit nicht ausgerechnet bei einem so feierlichen Anlass wie meiner Hochzeit anfangen.

Aber wenn ich mir schon ein Kleid schneidern lassen musste, dann sollte es wenigstens mein Traumkleid sein. Der Empirestil und die passende Frisur waren eine Hommage an meine Lieblingsschriftstellerin Jane Austen :)




Montag, 28. Februar 2011

Neues Blog-Projekt

Gestern habe ich ein neues Blog-Projekt angefangen - "Reigschmeckt". Da es sich um einen Blog mit regionalen und lokalen Themen handelt, die hier in meinem "alltäglichen" Blog fehl am Platze sind, da es die meisten hier vermutlich nicht interessiert, habe ich mich für einen separaten Blog entschieden - und für Suedblog als Blog-Host. Dort haben Leute ihre Blogs, die hier aus dem südlichen Baden-Württemberg kommen bzw. hier wohnen. Wenn es passt, werde ich Beiträge in beiden Blogs posten. Und natürlich werde ich auch so hier weiterschreiben :)

Übrigens - für die, die mit dem Titel des neuen Blogs nichts anfangen können: als "Reigschmeckte" bezeichnet man hier die Zugezogenen, also auch mich.

Sonntag, 20. Februar 2011

Das Wetter

Nachdem wir jetzt schon eine ganze Weile so etwas wie Frühling hatten, ist seit heute der Winter zurück. Irgendwann heute Nacht hat es angefangen zu schneien (ziemlich nassen Schnee, mit dem wahrscheinlich nicht einmal die Wintersportfans etwas anfangen können) und das tut es immer noch. Ich bin wenigstens in unserer schönen warmen Wohnung, aber dafür werde ich gleich meinen Ehemann auftauen müssen, denn der muss heute den ganzen Tag draußen arbeiten. Als Lokaljournalist ist er bei einem Narrentreffen – das ist die hiesige Bezeichnung für einen Karnevalsumzug. Der Ärmste! Werde gleich schon mal den Holzofen anschmeißen, heißes Badewasser einlassen und Tee kochen.

Ich verkrieche mich dafür in den Roman, den ich gerade schreibe. Da ist es nämlich im Moment Sommer und meine Hauptpersonen befinden sich auf einer Kreuzfahrt. Ich krame dabei ganz tief in den Erinnerungen an unsere eigene Kreuzfahrt im Herbst letzten Jahres und das macht viel Spaß :) Und es lenkt vom Wetter draußen ab!

Sonntag, 13. Februar 2011

Mein kleiner grüner Kaktus


Den Kaktus habe ich kürzlich in einem Drogeriemarkt erstanden. Er ist die einzige Pflanze, die wir zur Zeit im Haus haben (abgesehen von der Kresse, die wir auf der Küchenfensterbank ziehen). Der Grund für diesen Pflanzenmangel ist, dass einfach keine normale Pflanze meine Pflege überlebt. Es ist durchaus nicht so, dass ich vergesse, sie zu gießen, oder sie zu viel gieße. Ich bemühe mich immer, mich an das zu halten, was über die Pflege der jeweiligen Pflanzen im Internet oder auf den „Beipackzetteln“ zu lesen ist. Trotzdem funktioniert es fast nie. Kakteen dagegen sind ziemlich unverwüstlich und haben bis jetzt jedenfalls keine Probleme mit mir gehabt. Vielleicht liegt das an meinen Genen, mein Großvater hat Kakteen gezüchtet und hatte in seinem Wohnzimmer die ganze Fensterbank voll mit den verschiedensten stacheligen Gewächsen. Als Kind fand ich vor allem die unterschiedlichen Stacheln sehr interessant – zum Teil hatten sie Widerhaken, und wenn man die Kakteen anfasste und ein Stachel hängenblieb, kamen winzige rote Blutstropfen aus der Haut. Das Koalabärchen habe ich übrigens auch von meinem Großvater geerbt. Er hatte es in einem seiner Kakteentöpfe stecken und ich fand es schon damals immer sehr niedlich. Irgendwann nach seinem Tod (damals war ich acht oder neun Jahre alt) habe ich es meiner Großmutter abgebettelt, nachdem ich gesehen hatte, dass sie es nicht verwendete.

Mal sehen, wie lange mein kleiner grüner Kaktus meine liebevolle Pflege übersteht. Immerhin habe ich mich auch dieses Mal im Internet schlau gemacht, wie man Kakteen richtig wässert, damit es nicht zu viel oder zu wenig ist!

Sonntag, 6. Februar 2011

Kreuzende Bücher und ein neues Patenkind


BookCrossing.com...

Seit Mitte Januar bin ich Mitglied bei BookCrossing und habe auch schon einige Bücher registriert. Eines davon hatte ich per Post an eine Freundin verschickt, ein anderes am Freitagabend „in die Wildnis entlassen“. So heißt das bei BookCrossing, wenn man ein Buch einfach irgendwo liegen lässt – entsprechend markiert und, falls man es draußen „entlässt“, natürlich in einer Plastikfolie oder ähnlichem - und darauf hofft, dass es jemand nicht nur mitnimmt, sondern seinen Fund auch auf der BookCrossing-Website meldet. Für mein Buch gab es noch keine Rückmeldung, aber ich hoffe auf einen der vielen Sonntagnachmittagsspaziergänger, die das Buch von der Bank, auf der es liegt, mitnehmen. Wenn es jemand nur mitnimmt, ist das natürlich auch okay, aber netter wäre es natürlich, dieser Jemand würde sich auch melden.

Zum zweiten Mal, seit wir Kinderpatenschaften in Armenien übernommen haben, bekamen wir nun schon die gute Nachricht, dass es der Familie eines Kindes finanziell so viel besser geht, dass sie unsere Hilfe nicht mehr benötigen. Das ist natürlich viel besser, als wenn ein Kind aus der Patenschaft entlassen werden muss, weil es zu alt ist – wobei man bei Diaconia in dieser Hinsicht durchaus flexibel ist. Es ist den Paten überlassen, ob sie ein Kind, sofern es noch Hilfe braucht, zum Beispiel durch eine Ausbildung oder ein Studium begleiten. Aber irgendwann ist eben doch Schluss.


Mit diesem erfreulichen Bericht bekamen wir den Vorschlag für ein neues Patenkind. Astghik ist zwölf Jahre alt, hat eine zerebrale Bewegungsstörung und Augenprobleme. Ihr Vater hat die Mutter schon vor der Geburt des Kindes verlassen und ist seitdem nicht wieder aufgetaucht. Allerdings kann sie wenigstens zur Schule gehen, was in einem Land wie Armenien längst nicht allen Kindern mit Behinderung vergönnt ist. So hat sie wenigstens eine Chance, später einmal eine Ausbildung zu machen und für sich selbst sorgen zu können.

Sonntag, 30. Januar 2011

Zeigt her euren Kühlschrank

Ganz schön neugierig, die Frau Doro ;) Nun möchte sie unsere Kühlschränke sehen. Unserer ist Teil der Einbauküche. Drinnen ist er nicht ganz so voll, denn wir sind nur zwei Personen (der Tiefkühlschrank im Keller ist dagegen ziemlich gut gefüllt, aber da drin halten sich die Sachen ja auch länger). Etwas Besonderes sieht man nicht, wenn ich das richtig einschätze. Der Soja-Reis-Drink ist meiner, den brauche ich für mein Müsli. Daneben in der orangefarbenen Dose sind unsere Kaffeepads. Moderne Kleinhaushalte haben eben keine klassische Kaffeemaschine mehr, sondern einen dieser raffinierten Apparate, die mit viel Geschnurre und Gesprutzel den Kaffee (bzw. Cappuccino, Espresso, Latte Macchiato) tassenweise aufbrühen :) Wäre vielleicht mal eine neue Idee für Doro: Kaffeemaschinen zeigen ;)




Samstag, 22. Januar 2011

Zeigt her eure Handys

Doro möchte gerne unsere Handys sehen – hier ist also meines:


Nicht das modernste, aber da ich es nur zum Telefonieren und ab und zu als Wecker benutze, reicht das. Etwas Besonderes ist an meinem Handy allerdings: wie vermutlich bei allen nicht ganz antiken Handys stellt sich die Zeit automatisch ein und um, sowohl auf Sommer- und Winterzeit als auch auf unterschiedliche Zeitzonen. Bis zum Frühjahr 2009. Damals waren wir in Armenien und seitdem weigert sich das Handy standhaft, von der armenischen Sommerzeit Abschied zu nehmen. Inzwischen waren wir schon wieder in einer anderen Zeitzone, in London, hatten mehrmals den Wechsel von Sommer- und Winterzeit, aber es half alles nichts. Bei dem Handy meines Mannes (gleiches Modell) war es übrigens ganz genauso. Er hat es irgendwie geschafft, es manuell umzustellen, aber meines weigert sich standhaft, das zuzulassen. Was das wohl zu bedeuten hat…

Sonntag, 16. Januar 2011

Nostalgiereisen

Woran merkt man, dass man alt wird? Wohl unter anderem daran, dass man dem „Früher“ nachspürt, zum Beispiel durch Reisen an die Orte der Kindheit. Eigentlich war schon meine Reise nach London im letzten Jahr eine Art Nostalgiereise, obwohl ich schon erwachsen war, als ich neun Monate dort an einem College studierte, was mittlerweile auch schon 23 Jahre her ist. Dazu kommt, dass London eigentlich die „Heimatstadt meines Herzens“ ist und wenn ich mir einen Ort aussuchen könnte, an dem ich den Rest meines irdischen Lebens verbringen könnte, dann wäre es diese wunderbare verrückte Stadt, die man mit keiner einzigen Stadt in Deutschland vergleichen kann, in Europa allenfalls noch mit Paris, auch wenn Paris natürlich wieder ganz anders ist. Dorthin zieht mich zum Beispiel nichts, aber ich kann genauso gut verstehen, wenn Menschen, die dort einmal waren, sich immer wieder dorthin gezogen fühlen. Diese Megacities haben etwas Faszinierendes!

Im April dieses Jahres werde ich nun eine echte Nostalgiereise unternehmen und zwar nicht in eine Megacity, sondern in einen winzigen Ort in Südtirol namens Trens, in der Nähe von Sterzing. Dort werden wir im selben Gasthof wohnen, in dem ich schon als Kind mit meiner Familie (manchmal sind auch die Großeltern oder Onkel und Tanten mitgekommen) gewohnt habe, wenn wir dort waren. Viele schöne Erinnerungen verbinden sich alleine schon mit diesem Gasthof, der inzwischen ein Hotel geworden ist, weshalb ich nicht unbedingt dasselbe Flair wie früher erwarte. Geführt wird er jetzt von der nächsten Generation derselben Familie, nämlich von der damaligen Tochter des Hauses und ihrer Familie.


Das Foto zeigt mich an meinem 5. Geburtstag auf der Bank vor dem Gasthof. Genau genommen neben dem Erker, der damals zum Speisesaal gehörte und in dem mein Großvater seinen Stammplatz hatte, wenn er dort zu Gast war. Der Erker ist noch da, aber dort befindet sich wohl nicht mehr der Speisesaal, wenn ich recht informiert bin, und ob die Bank und der Tisch noch da sind, kann man leider auf keinem der Fotos auf der Website erkennen. Ich bin schon sehr gespannt, was ich noch wiedererkenne. Vieles wird sich verändert haben in den letzten etwa 40 Jahren, seit ich das letzte Mal dort war, da meine Eltern Mitte der 70er Jahre stolze Wohnmobil-Besitzer wurden. Seitdem war Schluss mit Trens und auch mit unserem anderen Lieblingsferienort Meldorf an der Nordsee. Als Kind habe ich mich an beiden Orten zuhause gefühlt, aber dieses Gefühl wird sich wohl bei dieser Reise nicht wieder einstellen, da mache ich mir keine Illusionen.

Sonntag, 9. Januar 2011

Wieder da

An den letzten beiden Sonntagen konnte ich leider nicht bloggen. Über die Feiertage waren wir in meiner alten Heimat und haben die Familie besucht. Während dieser Zeit bin ich zu fast gar nichts gekommen, obwohl mir nicht klar ist, warum nicht. Irgendwie war aber immer was. Den letzten Sonntag (oder wenigstens den größten Teil davon) haben wir auf der Autobahn verbracht zwecks Rückreise.

Ich hoffe, ihr hattet schöne Feiertage und seid gut ins neue Jahr gekommen!

Normalerweise habe ich keine Vorsätze für das jeweils kommende Jahr, da ich von vornherein schon gar nicht damit rechne, sie einzuhalten. Also lasse ich es lieber ganz, mir etwas vorzunehmen. Dieses Mal habe ich mir einen Vorsatz gegeben, den ich bis jetzt bemerkenswert gut eingehalten habe – ich muss direkt staunen! Dieser Vorsatz ist eigentlich ein Vers aus der Bibel, nämlich Matthäus 6,34: „Sorgt euch also nicht um das, was morgen sein wird! Denn der Tag morgen wird für sich selbst sorgen. Die Plagen von heute sind für heute genug!" Das hat Jesus damals zu seinen Jüngern gesagt und es gilt auch für seine Jünger von heute. Daher bin ich sicher, dass es nicht mein Verdienst ist, wenn ich diesen Vorsatz ganz gegen mein ewig überbesorgtes Naturell einhalten kann. Und das, obwohl es seit Jahresanfang schon einiges gab, um das ich mir eine Menge Sorgen hätte machen können. Aber ich bin ganz cool, ich kenne mich selbst nicht mehr!

Wie an jedem Jahresanfang bin ich auch neugierig, was das Jahr bringen wird und wo wir am Ende stehen werden. Ich denke zwar nicht, dass dieses so ereignisreich wird wie letztes, schon weil wir nicht wieder umziehen werden – zumindest hoffe ich das ;) Aber eines weiß ich: das Leben bleibt spannend und wird sicher nicht langweilig :)