Donnerstag, 10. Mai 2012

Vorher - Nachher

Vor etwa einem Jahr haben wir über Diaconia die Patenschaft für Astghik in Armenien übernommen. Hier das Foto von ihrem Profil, das wir bekommen haben, als wir die Patenschaft übernahmen…


…und hier das vom Folgebericht, den wir jetzt, nach einem Jahr erhalten haben:


Ich denke, ein vergleichender Blick auf diese Bilder reicht schon, um zu sehen, dass es sich lohnt, einem bedürftigen Kind durch eine Patenschaft zu helfen!

Mittwoch, 18. April 2012

Eine Ferienwohnung in London

So fein haben wir gewohnt – im ersten Stock eines viktorianischen Reihenhauses :)

Wohn- und Esszimmer, Küche:



Schlafzimmer:



Bad:

Aussicht:


Die ovale Scheibe im Hintergrund gehört zum Emirates (Arsenal) Stadion; bei dem Fußballspiel, das dort am Wochenende stattfand, konnten wir die Fangesänge hören.
In der Wohnung gibt es übrigens auch ein kostenloses Wifi-Netz, so dass wir kaum teure Daten-Roaming-Gebühren bezahlen mussten und doch regelmäßig unsere E-Mails abrufen oder Infos aus dem Internet holen konnten. Wer sie buchen möchte, kann das über Holidaylettings tun, sie ist auf jeden Fall zu empfehlen!

Mittwoch, 7. März 2012

Gestern Abend vor 25 Jahren



Hier in Deutschland erinnern sich vielleicht nicht mehr viele daran, dass am Abend des 6. März 1987 die Fähre „Herald Of Free Enterprise“ vor dem Hafen von Zeebrügge innerhalb kürzester Zeit auf die Seite kippte und 193 Menschen in den Tod riss. Das ist verständlich, denn unter den Toten waren meines Wissens keine Deutschen. Ich weiß lediglich von einer deutschen Überlebenden, deren Geschichte in unserer Zeitung stand, weil sie aus der weiteren Region stammte.

Mich hat die Sache damals ziemlich beschäftigt, denn immerhin war ich zu der Zeit schon mehrmals mit der Fähre über den Ärmelkanal gefahren – wenn auch meistens von Calais aus – und hatte gerade in dem Jahr vor, es erneut zu tun. Zuerst mit Familie und Wohnmobil für den Sommerurlaub und später im Jahr, um mein Studium am Pitman College in London zu beginnen.

Nun war es nicht so, dass ich deswegen Angst gehabt hätte, erneut eine Fähre zu besteigen – in dieser Hinsicht war meine größte Angst auch nach dem Unglück immer noch die vor der Seekrankheit ;) Aber ich konnte mir allzu lebhaft vorstellen, wie es sein musste, hilflos im kalten Wasser gefangen zu sein und Angst vor dem Ertrinken oder Erfrieren haben zu müssen. Ich überlegte, wie es die Überlebenden wohl geschafft hatten, aus dem Schiff, das ja auf der Seite lag, heraus zu kommen, und frage mich, wie viele von ihnen jemals wieder freiwillig mit so einem Schiff gefahren sind.

In Großbritannien und Belgien gab es gestern Gedenkveranstaltungen, von denen man allerdings nur lesen konnte, wenn man die Berichte darüber auf Google News suchte. In der St. Mary’s Church in Dover gibt es sogar ein Kirchenfenster zum Gedenken an die Opfer des Unglücks. 2004 habe ich es eher zufällig entdeckt bei einem Aufenthalt in Dover, während ich darauf wartete, dass die Fähre auslief, mit der ich fahren wollte.

Mittwoch, 1. Februar 2012

Des Rätsels Lösung...



Nachdem ich noch einmal drei Kapitel hintereinander statt nur einer Passage meines Romans eingegeben hatte, kam schließlich heraus, dass ich wie Melinda Nadj Abonji schreibe - das kam dreimal heraus. Es passt vermutlich besser, denn 1. ist sie nicht so bekannt, 2. eine Frau und 3. etwa in meinem Alter. Allerdings hat sie schon ein paar Preise gewonnen und eine Seite bei Wikipedia - dafür muss ich mich noch etwas ins Zeug legen ;)

Ich schreibe wie...



... sagt die FAZ. Als Text habe ich einen Ausschnitt aus meinem ersten Roman "Briefe aus Kensington" eingegeben.

Allerdings frage ich mich, warum ich dann nicht so erfolgreich bin wie Peter Handke! Ist doch irgendwie ungerecht, wenn ich genauso schreiben kann!

Den Link zum Test habe ich übrigens bei Lila gefunden.

Sonntag, 15. Januar 2012

Mein 1-Euro-pro-Tag Experiment


Wir unterstützen zwar bereits acht Patenkinder in Armenien und finanzieren einem von ihnen außerdem eine Therapie, aber ich habe mich entschlossen, dennoch zusätzlich das 1-Euro-pro-Tag Experiment zu machen, über das ich in dem vorherigen Blog-Beitrag geschrieben habe. Einfach, um zu sehen, was noch geht. Jeden Tag landet ein weiterer Euro in einer alten Sparbüchse, die entweder mir oder einem meiner Brüder gehört hatte und von der ich gar nicht mehr wusste, dass sie noch existiert – bis ich sie auf einem Sideboard im Wohnzimmer meines mittleren Bruders stehen sah. Als ich ausrief „Ach, die hast du noch???“, drückte er sie mir in die Hand und nachdem ich sie auf meinen eigenen Schreibtisch gestellt hatte, war mir bald klar, wofür sie gut sein sollte.

Das Geld, das ich da hinein werfe, soll allerdings nicht dazu da sein, noch ein weiteres Kind per Patenschaft zu unterstützen, sondern vielmehr Projekte, die mir am Herzen liegen. Nein, es werden keine Vorschläge entgegen genommen, ich habe bereits mehr Projekte auf meiner (unsichtbaren) Liste, als ich jemals unterstützen könnte! Das Geld für Januar wird der Arise Conference zugute kommen.

Freitag, 9. Dezember 2011

Das 1-Euro-pro-Tag Experiment

Es ist immer wieder beeindruckend, wie viel Geld für wohltätige Zwecke zusammenkommt, wenn Promis bei irgendeiner Fernseh-Spendengala zu Spenden aufrufen und womöglich auch noch selbst am Telefon sitzen. Auf einmal öffnen sich die Brieftaschen, die sonst das ganze Jahr über – außer vielleicht zu Weihnachten – verschlossen sind, sich dafür aber umso leichter öffnen, wenn es um Luxusgüter für den eigenen Bedarf geht.

Ganz unwillig scheinen viele Menschen zu sein, wenn es um regelmäßige Spenden geht, wie etwa für Kinderpatenschaften. Dabei sind die monatlichen Beiträge im Vergleich zum Nutzen eigentlich lächerlich. Für lediglich zwischen 25 und 35 Euro pro Monat versorgen die Patenschaftsorganisationen ein Kind mit allem Nötigen, das es braucht, um ein einigermaßen menschenwürdiges Leben zu führen. Es ist bemerkenswert, zu hören, welche gut situierten Leute eine solche Patenschaft nicht übernehmen, weil sie sich einbilden, dafür womöglich auf etwas verzichten zu müssen. In den seltensten Fällen ist dies jedoch der Fall.

Zum Beweis lade ich dich zu einem Experiment ein: stecke für einen oder zwei (oder auch mehrere) Monate jeden Tag einen Euro in eine Spardose und achte am Ende des Monats darauf, ob du tatsächlich wegen dieses einen Euro pro Tag auf irgendetwas verzichten musstest, das du DRINGEND gebraucht hättest. Falls das nicht der Fall ist, entscheide dich, was du mit dem Geld machen willst, das du ja übrig hast.



Hier eine kleine Entscheidungshilfe (ich persönlich kenne die Organisationen Diaconia und KiKo, die beide absolut seriös sind und sauber arbeiten):

Ayuda Directa (www.ayudadirecta.org - Ecuador)
Brot des Lebens (www.brot-des-lebens.org - Armenien, Bosnien, Rumänien)
Bulungi (www.bulungi.de - Uganda)
Compassion (www.compassion-de.org - verschiedene Länder)
Diaconia (www.diaconia.org – Armenien und Rumänien)
Friedensflecken (www.friedensflecken.de - Kinder christlicher Familien im Heiligen Land)
Funyula Vision (www.funyula-vision.com - Kenya)
GAiN (www.gain-germany.org – Uganda, Indien, Portugal, auch Frauenpatenschaften in Indien)
Isis Hilfsprojekte (www.isis-hilfsprojekte.de - Ägypten)
KiKo (www.kiko-ev.de – Programmpatenschaften für geistig behinderte Kinder in Kolumbien)
Kindernothilfe (www.kindernothilfe.de – verschiedene Länder)
Missionswerk Frohe Botschaft (www.mfb-info.de - Kenia, Ruanda, Uganda, auch Seniorenpatenschaften in Uganda)
ora Patenherz (www.patenherz.de - verschiedene Länder)
Plan (www.plan-deutschland.de – verschiedene Länder)
Projekthilfe Südostasien (www.projekthilfe-suedostasien.de - Burma und Vietnam)
SOS Kinderdörfer (www.sos-paten.de – verschiedene Länder)
Regenbogen-Atelier (www.waisenkinderperu.de.vu - Peru)
Vision für Afrika (www.visionforafrica-intl.org - Uganda)
World Vision (www.worldvision.de – verschiedene Länder)

Montag, 21. November 2011

"Ein Mann wie Papa" von Elsa Rieger - Rezension

Der Roman handelt von komplizierten Beziehungskisten erwachsener Menschen, die eigentlich nicht erwachsen sein wollen. Die Hauptperson Marie, eine Mittvierzigerin, die sich gerne auf jünger trimmt, macht bei den meisten Männern, mit denen sie zu tun hat – ihrem Liebhaber Paul, ihrem Schwager Chris und ihrem verstorbenen Vater - das „Peter Pan“-Syndrom aus, also die Weigerung, erwachsen zu werden. Dabei hält sie sich selbst für durchaus erwachsen, was eine grobe Fehleinschätzung ist. Auch Marie ist, ebenso wie ihre Schwester Julia und ihre Chefin Mona, in der Pubertät stecken geblieben. Wenn es brenzlig wird, flüchtet sie zu ihrer Mutter. Dabei ist sie selbst Mutter eines tatsächlich pubertierenden Sohnes und muss sich außerdem zeitweise um die Kinder von Julia kümmern. Aber für Paul wäre sie am liebsten ein Kind, was der sich nicht gefallen lässt – nicht zuletzt, weil er selbst noch mitten in der Pubertät steckt, obwohl er sich natürlich für ebenso erwachsen hält wie alle anderen Beteiligten.

Ein Mann wie Papa“ ist eine sehr gelungene Geschichte über die dauerpubertierenden Erwachsenen der postmodernen Gesellschaft. Der Egoismus des Einzelnen, der von einer Partnerschaft vor allem selbst profitieren möchte, wenn nötig auch auf Kosten des anderen, wird von der Autorin so anschaulich dargestellt, dass man als Leser die Romanfiguren am liebsten ständig irgendwohin treten möchte. Zumindest mir ging es so. Allerdings erscheinen mir die Allüren der Protagonisten nicht – oder wenigstens nicht sonderlich – übertrieben. Die ewig pubertierenden Egomanen sind tatsächlich unter uns und sie sind gar nicht so selten.

Dienstag, 8. November 2011

Mein Strickabenteuer - Update


Mittlerweile habe ich meinen Tubeline Scarf, also den Schal in den Farben der Londoner U-Bahn-Linien, fertig. Er ist nicht perfekt, aber immerhin tragbar. Zur Zeit allerdings noch nicht, denn es ist jetzt, fast Mitte November, immer noch zu warm für einen Wollschal.



Außerdem habe ich aus dem Stich London Buch die kleine Taube Cooey gestrickt. Es war einfacher als ich dachte :)

Das hätte mir zu meiner Schulzeit mal jemand sagen sollen, dass mir Stricken auch Spaß machen kann! ;)