Seit kurzem bin ich bei Kleiderkreisel und zwar sowohl als Verkäuferin mit meinem eigenen kleinen Shop als auch als Käuferin. Bei Kleiderkreisel – Werbeslogan: „Mach mit und kämpfe stilvoll gegen Verschwendung!“ – kann man Kleidung, Schuhe und Accessoires, die man nicht mehr braucht, die aber zu schade sind, um sie wegzuwerfen, verkaufen, tauschen oder auch verschenken (gegen Versandkosten). Im Gegenzug kann man natürlich auch Sachen kaufen, tauschen oder sich schenken lassen ;)
Einige der angebotenen Dinge sind echte Schätzchen. Ich selbst habe mir dort zum Beispiel ein klassisches Laura-Ashley-Kleid gekauft – eines von der Sorte, die es nicht mehr gibt, seit Laura Ashley verstorben ist und ihre Erben das Design-Label auf Mainstream getrimmt haben. In meinem Shop biete ich übrigens auch eines an, aus dem ich herausgewachsen bin (nicht in der Länge, sondern in der Breite ;) ). Das erste Teil, das ich verkauft habe, war ein 6-lagiger Petticoat, und die Käuferin war ebenso begeistert, dass sie so etwas bei Kleiderkreisel finden konnte, wie ich über mein „neues“ LA-Kleid war :)
Dieses Video zum Thema habe ich bei YouTube gefunden:
Ich kann euch nur empfehlen, mal bei Kleiderkreisel reinzuschauen, die Chance, dass man dort ein Stück findet, nach dem man schon lange gesucht hat, ist ziemlich groß!
Ach ja, und wer sich lieber dafür entscheidet, gut erhaltene Sachen an eine Hilfsorganisation zu geben – bitte achtet darauf, dass es eine ist, die nicht die Kleider wahllos schreddert (passiert häufig bei Kleidersammlungen „in Tüten“) oder unkontrolliert säckeweise in Richtung Dritte Welt verschickt, wo sie auf den Märkten landen und die einheimische Kleiderindustrie ruinieren. Es lohnt sich, genau nachzufragen (auch und gerade bei „renommierten“ Organisationen!!!), was mit den Sachen passiert, die ihr abgebt! Und wenn ihr solchermaßen euren Kleiderschrank geleert habt, könnt ihr ja trotzdem bei Kleiderkreisel "neue" Klamotten kaufen ;)
Samstag, 28. Mai 2011
Montag, 9. Mai 2011
Seit einigen Tagen...

… ist mein neuer Roman zu haben. „Das Haus der Großmutter“ ist eine Geschichte, die traurig anfängt und glücklich endet. Darum geht es:
Nach dem Unfalltod ihrer Eltern und Geschwister werden Miriam und ihr jüngster Bruder Samuel von der Großmutter aufgenommen. Als diese einige Jahre später stirbt, drängt ihr Sohn auf den Verkauf ihres Hauses. Miriam sieht keine Möglichkeit, es zu verhindern, und findet sich damit ab. Doch die Geldgier des Onkels, eine geheimnisvolle Entdeckung auf dem Dachboden und die überraschende Begegnung auf einem Kreuzfahrtschiff scheinen das Unmögliche möglich zu machen…
Erhältlich ist er unter anderem bei Amazon und mit etwas Glück auch bei meinem Preisausschreiben.
Samstag, 30. April 2011
40 Jahre später
Es war schon ein wenig aufregend, nach 40 Jahren an eine der Lieblingsstätten meiner Kindheit zurückzukehren. Über Ostern waren wir in Trens in der Nähe von Sterzing. Gewohnt haben wir dort im Hotel Post, genau wie ich vor 40 Jahren - damals natürlich noch mit Eltern, Bruder und manchmal auch anderen Verwandten. Ich war sehr gespannt, woran ich mich noch erinnern konnte und was sich verändert hatte. Letzteres war nach so langer Zeit einiges. Der Ort ist jetzt wesentlich größer, vieles ist moderner und auch das Hotel Post, das damals noch Gasthof Alte Post hieß und eine kleine Ferienpension mit Landwirtschaft war, hat sich sehr gewandelt. Trotzdem war nicht alles anders, wie man unten sieht :)
Der Erker im ehemaligen Frühstücksraum (heute ein Nebenraum der Gastwirtschaft) im Hotel Post; dort, wo ich auf dem Foto sitze, befand sich der Stammplatz meines Großvaters, wenn er in Trens war.
Der Erker von außen; hier strahle ich an meinem 5. Geburtstag im Juli 1971 in die Schwarzweiß-Kamera meines Vaters.
Dieselbe Stelle fast 40 Jahre später - April 2011; insgesamt sieht natürlich alles schöner aus, aber dass der alte Briefkasten verschwunden war, fand ich schade.
Helene Benedikter, die Tochter der Gastwirtsfamilie, war meine große Freundin, wenn wir dort waren; das Foto zeigt sie mit mir auf dem Arm im Jahr 1971, vermutlich bei einem Festumzug in Sterzing.
Helene ist noch da, aber heute als Chefin des Hotels; es war toll, sie wieder zu treffen :) Das Bild zeigt uns übrigens im sehr schönen neuen wintergartenartigen Frühstücksraum.
Wenn es nach Hermann und mir geht, werden nicht weitere 40 Jahre vergehen, bis wir wieder dort hin fahren - eher ein bis zwei Jahre. Es passiert ja nicht so oft, dass man sich in einem Lieblingsort der Kindheit auch noch als Erwachsener wohlfühlt, aber in diesem Fall ging es mir tatsächlich so - der Ort hat sich verändert und ich auch, aber es passt immer noch alles zusammen :)
Der Erker im ehemaligen Frühstücksraum (heute ein Nebenraum der Gastwirtschaft) im Hotel Post; dort, wo ich auf dem Foto sitze, befand sich der Stammplatz meines Großvaters, wenn er in Trens war.
Der Erker von außen; hier strahle ich an meinem 5. Geburtstag im Juli 1971 in die Schwarzweiß-Kamera meines Vaters.
Dieselbe Stelle fast 40 Jahre später - April 2011; insgesamt sieht natürlich alles schöner aus, aber dass der alte Briefkasten verschwunden war, fand ich schade.
Helene Benedikter, die Tochter der Gastwirtsfamilie, war meine große Freundin, wenn wir dort waren; das Foto zeigt sie mit mir auf dem Arm im Jahr 1971, vermutlich bei einem Festumzug in Sterzing.
Helene ist noch da, aber heute als Chefin des Hotels; es war toll, sie wieder zu treffen :) Das Bild zeigt uns übrigens im sehr schönen neuen wintergartenartigen Frühstücksraum.Wenn es nach Hermann und mir geht, werden nicht weitere 40 Jahre vergehen, bis wir wieder dort hin fahren - eher ein bis zwei Jahre. Es passiert ja nicht so oft, dass man sich in einem Lieblingsort der Kindheit auch noch als Erwachsener wohlfühlt, aber in diesem Fall ging es mir tatsächlich so - der Ort hat sich verändert und ich auch, aber es passt immer noch alles zusammen :)
Montag, 4. April 2011
Urlaub in... Italien???
Wenn mich jemand fragt, wo wir unseren nächsten Urlaub verbringen, sage ich „Südtirol“ – was stimmt, denn da werden wir demnächst hinfahren. Allerdings würde es mir nie in den Sinn kommen, zu sagen, wir führen nach Italien, obwohl das geographisch richtig ist, aber dann hätte ich das Gefühl, mein Gegenüber bekäme eine falsche Vorstellung von der Gegend, in die wir fahren. Wenn ich nach Wales reise, kann ich ebenso gut sagen, ich fahre nach Großbritannien, auch bei Elsass-Lothringen, das ja irgendwie noch so ein kleines bisschen deutsch ist, kommt mir das Wort „Frankreich“ leicht über die Lippen. Aber Südtirol und Italien? Das passt zusammen wie Bolognesesauce zu Eiscreme. Daran ändert auch die Tatsache nichts, dass in der Region alles, was irgendwie offiziell ist (Hinweisschilder usw.) zweisprachig daher kommt, ab und zu auch nur Italienisch. Noch nicht einmal die Erfahrung, dass wir damals als Kinder 100 Lire in den Kaugummiautomaten geworfen haben (worüber wir uns köstlich amüsierten, denn Lire war ja so etwas wie bei uns D-Mark und nicht etwa Pfennig, und 100 DM für ein Kaugummi war schon irgendwie eine lustige Vorstellung), konnte uns mental darauf einstellen, dass wir in Italien waren. Ich frage mich, ob es noch eine andere Region in Europa gibt, die so wenig zu dem Rest des Staates passt, zu dem sie offiziell gehört (mit Regionen, die außerhalb Europas liegen, aber zu einem europäischen Staat gehören, verhält es sich teilweise anders)! Ich bin zwar noch nicht überall gewesen, aber doch in ziemlich vielen Regionen zumindest West-Europas, trotzdem fällt mir keine ein. Südtirol unterscheidet sich jedenfalls in jeder Hinsicht vom Rest Italiens – wenn man vom „Erz“-Katholizismus absieht, der wirklich in ganz Italien herrscht, Südtirol eingeschlossen!
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Sonntag, 20. März 2011
Tränenstück
Die getragenen Passagen dieses Musikstücks haben mich als Kind regelmäßig und zuverlässig zum Weinen gebracht. Meine Mutter hatte mir erklärt, dass das Stück beschreibt, wie ein Wasserlauf (eben die Moldau, ist aber auswechselbar) sich von einem kleinen hüpfenden Bächlein in einen breiten gemächlich dahinfließenden Strom verwandelt. Keine Ahnung, was ich daran so traurig fand, und noch weniger Ahnung, warum ich diese Schallplatte (für die Jungen unter euch, das sind runde schwarze Dinger mit Rillen, von denen man früher Musik abgespielt hat, habt ihr vielleicht schon mal auf dem Flohmarkt oder in Antiquitätenläden gesehen) immer wieder aufgelegt habe. Vielleicht aus dem gleichen Grund, warum man sich immer wieder einen bestimmten traurigen Film anschaut, obwohl man weiß, dass man jedesmal an derselben Stelle wieder anfängt zu heulen. Immer noch besser, als wenn man wirklich Grund dazu hat - zum Weinen, meine ich. Wenn ich schon traurig war (mit Grund), habe ich lieber ABBA oder die Bay City Rollers gehört, um mich wieder aufzumuntern.
Samstag, 12. März 2011
Zeigt her eure Lieblingsurlaubsorte

Dieses Mal möchte Doro unsere Lieblingsurlaubsorte sehen. Hier ist also meiner. Wobei London, wie ich, glaube ich, schon erwähnt hatte, eigentlich nicht nur mein Lieblingsurlaubsort ist, sondern die Stadt, in der ich am liebsten leben möchte - seit ich vor 23 Jahren dort studiert habe. Wenn ich mich nach London wünsche, ist das also eigentlich kein Fernweh, sondern Heimweh...


























Samstag, 5. März 2011
Zeigt her eure Brautkleider

Ein besonders schönes "Zeigt her..."-Thema von Doro - Brautkleider. Immerhin wird es Frühling :)
Wir haben im August 2008 geheiratet. Das erste Bild zeigt uns vor der standesamtlichen Trauung.
Mein Brautkleid für die kirchliche Hochzeit hatte eine Freundin (die Frau auf dem Foto unten) geschneidert, nachdem ich im Internet hunderte von Bildern gewälzt und nur wenige Kleider gefunden hatte, mit denen man nicht von den mehr oder weniger gut bedeckten Brüsten aufwärts nackt war. Zum Verdecken der Blöße wurden winzige Bolerojäckchen angeboten. Aber da ich sonst auch nicht halbnackt herumlaufe, wollte ich damit nicht ausgerechnet bei einem so feierlichen Anlass wie meiner Hochzeit anfangen.
Aber wenn ich mir schon ein Kleid schneidern lassen musste, dann sollte es wenigstens mein Traumkleid sein. Der Empirestil und die passende Frisur waren eine Hommage an meine Lieblingsschriftstellerin Jane Austen :)
Montag, 28. Februar 2011
Neues Blog-Projekt
Gestern habe ich ein neues Blog-Projekt angefangen - "Reigschmeckt". Da es sich um einen Blog mit regionalen und lokalen Themen handelt, die hier in meinem "alltäglichen" Blog fehl am Platze sind, da es die meisten hier vermutlich nicht interessiert, habe ich mich für einen separaten Blog entschieden - und für Suedblog als Blog-Host. Dort haben Leute ihre Blogs, die hier aus dem südlichen Baden-Württemberg kommen bzw. hier wohnen. Wenn es passt, werde ich Beiträge in beiden Blogs posten. Und natürlich werde ich auch so hier weiterschreiben :)
Übrigens - für die, die mit dem Titel des neuen Blogs nichts anfangen können: als "Reigschmeckte" bezeichnet man hier die Zugezogenen, also auch mich.
Übrigens - für die, die mit dem Titel des neuen Blogs nichts anfangen können: als "Reigschmeckte" bezeichnet man hier die Zugezogenen, also auch mich.
Sonntag, 20. Februar 2011
Das Wetter
Nachdem wir jetzt schon eine ganze Weile so etwas wie Frühling hatten, ist seit heute der Winter zurück. Irgendwann heute Nacht hat es angefangen zu schneien (ziemlich nassen Schnee, mit dem wahrscheinlich nicht einmal die Wintersportfans etwas anfangen können) und das tut es immer noch. Ich bin wenigstens in unserer schönen warmen Wohnung, aber dafür werde ich gleich meinen Ehemann auftauen müssen, denn der muss heute den ganzen Tag draußen arbeiten. Als Lokaljournalist ist er bei einem Narrentreffen – das ist die hiesige Bezeichnung für einen Karnevalsumzug. Der Ärmste! Werde gleich schon mal den Holzofen anschmeißen, heißes Badewasser einlassen und Tee kochen.
Ich verkrieche mich dafür in den Roman, den ich gerade schreibe. Da ist es nämlich im Moment Sommer und meine Hauptpersonen befinden sich auf einer Kreuzfahrt. Ich krame dabei ganz tief in den Erinnerungen an unsere eigene Kreuzfahrt im Herbst letzten Jahres und das macht viel Spaß :) Und es lenkt vom Wetter draußen ab!
Ich verkrieche mich dafür in den Roman, den ich gerade schreibe. Da ist es nämlich im Moment Sommer und meine Hauptpersonen befinden sich auf einer Kreuzfahrt. Ich krame dabei ganz tief in den Erinnerungen an unsere eigene Kreuzfahrt im Herbst letzten Jahres und das macht viel Spaß :) Und es lenkt vom Wetter draußen ab!
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