Dies sind die Worte, die ich mittlerweile zu jeder Zusage zu einer Einladung oder einer Verabredung hinzufügen muss. Natürlich kann es jedem schon mal nicht gut gehen und gerade jetzt im Herbst werden viele Menschen von Erkältungen oder anderen Krankheiten geplagt und können deshalb die eine oder andere Zusage nicht einhalten. Es ist immer ärgerlich, wenn man aus Krankheitsgründen einen Termin nicht wahrnehmen kann, auf den man sich vielleicht gefreut hat oder, noch schlimmer, der von einem selbst abhängig ist. Auf Letzteres lasse ich mich schon gar nicht mehr ein, denn die Gefahr, dass es mir nicht gut geht, ist zu groß. Früher habe ich meinen gesunden Körper immer für selbstverständlich gehalten, so wie es die meisten Menschen tun. Ich weiß auch, dass sich viele Frauen in meinem Alter wünschen, dass sie einen jüngeren Körper hätten. Ich dagegen möchte einfach nur so beschwerdefrei sein, wie die durchschnittliche Frau mit Mitte 40.
Die Beschwerden haben meine Einstellung zum Leben so verändert, dass ich nichts mehr für selbstverständlich halte, weder die Gesundheit, noch die finanzielle Versorgung oder sonst alles, das in meinem Leben mehr oder weniger eine Rolle spielt oder es überhaupt erst möglich macht. Es gibt nichts, das nicht plötzlich weg sein kann. Noch vor zehn Jahren wäre es mir nicht in den Sinn gekommen, dass ich viele Termine und Verabredungen nicht wahrnehmen könnte, weil mein Körper so oft streikt. Ich habe es mir mittlerweile abgewöhnt, es peinlich zu finden.
Das Resultat dieser angeschlagenen Gesundheit ist, dass ich mich mit allem absolut auf Gott verlassen und darauf vertrauen muss, dass Er mir zur rechten Zeit das gibt, was ich brauche. Das muss zwar eigentlich jeder, aber ich denke, nur wenn man in chronischen Problemsituationen, egal welcher Art, steckt, wird man sich dessen wirklich bewusst. Das Bemerkenswerte ist, dass es tatsächlich funktioniert :) Natürlich nerven mich meine Beschwerden ganz gewaltig, wenn sie sich bemerkbar machen, aber da alles, was ich habe, Gott gehört, auch mein Körper, kann ich mich darauf verlassen, dass ich alles damit tun kann, was Er von mir verlangt. Und es ist auch nicht ausgeschlossen, dass Er mich eines Tages heilen wird.
Nun zu euch, die ihr sagt: "Heute oder morgen wollen wir in die und die Stadt ziehen. Wir werden ein Jahr dort bleiben, Geschäfte machen und Geld verdienen." Ihr wisst doch nicht einmal, was morgen sein wird. Was ist denn euer Leben? Es ist nur ein Dampf, der kurze Zeit sichtbar ist und dann verschwindet. Ihr solltet vielmehr sagen: "Wenn der Herr es will, werden wir leben und dieses oder jenes tun." – Jakobus 4,13-15 NeÜ
Samstag, 29. Oktober 2011
Samstag, 15. Oktober 2011
Mein Strickabenteuer
Eigentlich hatte ich „für immer“ aufgehört zu stricken und sonstige Handarbeiten zu machen, nachdem ich endlich das entsprechende Schulfach hinter mir gelassen hatte. Ich hatte nie ein sonderliches Talent dafür, nicht zuletzt, da ich zwei ungeschickte Hände habe, aber ich mochte es, mit dem bunten Garn umzugehen, und so hätte ich sicher mehr Freude an der Sache gehabt, wenn es in der Schule für diese Dinge nicht Zensuren gegeben hätte. Da war der Misserfolg schon mal vorprogrammiert, und meine beiden Handarbeitslehrerinnen unterließen es nie, Bemerkungen über die „Werke“ weniger talentierter Schüler zu machen. Also war ich einfach nur froh, als ich nicht mehr handarbeiten musste, obwohl ich nach wie vor alle beneidete, die toll stricken, häkeln oder nähen und sich schöne Sachen selbst machen konnten.
Was mich vor kurzem dazu gebracht hat, es wieder zu versuchen, war ein Buch, über das Laura Porter von About.com London Travel etwas bei Twitter gepostet hatte. Das Buch heißt „Stitch London“ und enthält Strickmuster für fast alles, was man typischerweise mit London verbindet – von der Queen über ihre Wachsoldaten und den Bobbys bis zu Big Ben und der Tower Bridge. Ja, auch die kann man stricken, natürlich mit der entsprechenden Übung. Und Letzteres war nun gerade mein Problem. So zuckersüß und unwiderstehlich ich die Figürchen auf der Titelseite des Buches als leidenschaftlicher London-Fan fand – sie selbst zu fabrizieren, erschien mir doch unmöglich. Es war mein „Fehler“, diesen „Frust“ auf Twitter kundzutun. Die beiden Londoner Ladies Laura Porter alias @AboutLondon und Lauren O‘Farrell alias @deadlyknitshade, die Autorin des Buches – sie gehört übrigens zur Londoner Strickguerilla - überredeten mich daraufhin, das mit dem Stricken doch einfach mal zu versuchen.
Naja, viel verlieren konnte ich ja nicht. Also schnappte ich mir etwas Restwolle, die wir aus den Vorräten meiner verstorbenen Schwiegermutter noch im Keller hatten, und kaufte mir eine passende Rundstricknadel. Wie nun anfangen? Glücklicherweise gibt es für alles Websites, und für diesen Fall gibt es sogar eine sehr nützliche Website namens „Stricken erlernen“ mit Videos für Leute wie mich, die mit einer Menge Wörter nichts anfangen können, wenn es um Anleitungen geht. Mit Hilfe dieser Videos probierte ich erstmal ein paar Dinge aus – den Anfang natürlich, und rechts und links stricken. Bald kamen aus den Tiefen meines Gehirns die lange verdrängten Erinnerungen hoch und es ging auf einmal ganz flott. Als nächstes musste natürlich besagtes Buch her, das ich mir bestellte und ein paar Tage später in den Händen hielt. Mein erstes Projekt ist der Tubeline Scarf, ein Schal in den Farben der verschiedenen Londoner U-Bahnlinien. Die Dame in unserem örtlichen Woll- und Stoffladen war etwas verwundert , wieso ich ausgerechnet genau diese Farben haben wollte, offensichtlich hatte sie noch nie davon gehört, dass man für die berühmte Londoner „Tube“ nicht irgendwelche Farben nehmen kann - das wäre fast ein Sakrileg!
Bevor ich also zu Wachsoldaten und roten Telefonhäuschen komme – oder der kleinen Taube „Cooey“, für die das Material mit dem Buch mitgeliefert wird – versuche ich mich mit einfacheren Sachen. Hier ist der kurze Anfang eines langen Schals zu sehen:
Um die Anweisungen in dem Buch befolgen zu können, muss man natürlich Englisch verstehen - was man aber nicht sein muss, ist ein Strick-Experte, denn alles wird haarklein erklärt und ist daher auch für Anfänger leicht zu befolgen.
Inzwischen stricke ich jeden Abend, während ich meine geliebten englischen und amerikanischen Krimiserien anschaue und es macht bemerkenswert viel Spaß – ohne Handarbeitslehrerinnen, die einem kritisch über die Schulter schauen und schlechte Zensuren verpassen!
Was mich vor kurzem dazu gebracht hat, es wieder zu versuchen, war ein Buch, über das Laura Porter von About.com London Travel etwas bei Twitter gepostet hatte. Das Buch heißt „Stitch London“ und enthält Strickmuster für fast alles, was man typischerweise mit London verbindet – von der Queen über ihre Wachsoldaten und den Bobbys bis zu Big Ben und der Tower Bridge. Ja, auch die kann man stricken, natürlich mit der entsprechenden Übung. Und Letzteres war nun gerade mein Problem. So zuckersüß und unwiderstehlich ich die Figürchen auf der Titelseite des Buches als leidenschaftlicher London-Fan fand – sie selbst zu fabrizieren, erschien mir doch unmöglich. Es war mein „Fehler“, diesen „Frust“ auf Twitter kundzutun. Die beiden Londoner Ladies Laura Porter alias @AboutLondon und Lauren O‘Farrell alias @deadlyknitshade, die Autorin des Buches – sie gehört übrigens zur Londoner Strickguerilla - überredeten mich daraufhin, das mit dem Stricken doch einfach mal zu versuchen.
Naja, viel verlieren konnte ich ja nicht. Also schnappte ich mir etwas Restwolle, die wir aus den Vorräten meiner verstorbenen Schwiegermutter noch im Keller hatten, und kaufte mir eine passende Rundstricknadel. Wie nun anfangen? Glücklicherweise gibt es für alles Websites, und für diesen Fall gibt es sogar eine sehr nützliche Website namens „Stricken erlernen“ mit Videos für Leute wie mich, die mit einer Menge Wörter nichts anfangen können, wenn es um Anleitungen geht. Mit Hilfe dieser Videos probierte ich erstmal ein paar Dinge aus – den Anfang natürlich, und rechts und links stricken. Bald kamen aus den Tiefen meines Gehirns die lange verdrängten Erinnerungen hoch und es ging auf einmal ganz flott. Als nächstes musste natürlich besagtes Buch her, das ich mir bestellte und ein paar Tage später in den Händen hielt. Mein erstes Projekt ist der Tubeline Scarf, ein Schal in den Farben der verschiedenen Londoner U-Bahnlinien. Die Dame in unserem örtlichen Woll- und Stoffladen war etwas verwundert , wieso ich ausgerechnet genau diese Farben haben wollte, offensichtlich hatte sie noch nie davon gehört, dass man für die berühmte Londoner „Tube“ nicht irgendwelche Farben nehmen kann - das wäre fast ein Sakrileg!
Bevor ich also zu Wachsoldaten und roten Telefonhäuschen komme – oder der kleinen Taube „Cooey“, für die das Material mit dem Buch mitgeliefert wird – versuche ich mich mit einfacheren Sachen. Hier ist der kurze Anfang eines langen Schals zu sehen:
Um die Anweisungen in dem Buch befolgen zu können, muss man natürlich Englisch verstehen - was man aber nicht sein muss, ist ein Strick-Experte, denn alles wird haarklein erklärt und ist daher auch für Anfänger leicht zu befolgen.
Inzwischen stricke ich jeden Abend, während ich meine geliebten englischen und amerikanischen Krimiserien anschaue und es macht bemerkenswert viel Spaß – ohne Handarbeitslehrerinnen, die einem kritisch über die Schulter schauen und schlechte Zensuren verpassen!
Sonntag, 25. September 2011
Der sommerliche Herbst
Das, was der Sommer wettermäßig nicht gebracht hat, nämlich stabiles trockenes Wetter, scheint der Frühherbst jetzt wettmachen zu wollen. Es ist sogar bei uns auf der Hochebene der Schwäbischen Alb schön warm :) Das Foto habe ich heute vormittag während meiner Hunderunde mit meinem BlackBerry gemacht. Von dieser Anhöhe aus kann man, wenn man in die andere Richtung blickt, sogar die Schweizer Alpen sehen, wenn das Wetter klar ist. Heute war das allerdings nicht möglich, dazu war es doch ein wenig zu diesig. Aber sei’s drum! Es ist jedenfalls schön, noch im T-Shirt und vor allem ohne Regenzeug unterwegs sein zu können :)
Donnerstag, 8. September 2011
Das Ende des Sommers
Er ist zwar noch nicht ganz weg – und eigentlich ist ja die Frage, ob man überhaupt wirklich von „Sommer“ reden kann, allenfalls von „Teilzeitsommer“ – aber an der immer eher einsetzenden Dunkelheit und den sich langsam verfärbenden Blättern merkt man schon, dass er nicht mehr lange bleiben wird. Damit beginnt für mich auch wieder die Zeit der Bloggerei. Ich habe zwar offiziell keine Blogpause gemacht, aber irgendwie hatte ich während der letzten Zeit keine Lust – ich geb’s ja zu! Allerdings habe ich deswegen kürzlich schon eine „Beschwerde“ bekommen ;)
Was bei mir in den letzten Monaten passiert ist:
1. Habe ich ein neues Buch veröffentlicht, und das ist zum ersten Mal auch in verschiedenen Online-Shops als E-Book erschienen, unter anderem bei iTunes und Amazon Kindle, aber natürlich auch als Print-Ausgabe.
2. Haben wir seit Ende August einen neuen Hund, genau genommen einen Zwergpinscher. Er heißt Flash Gordon ist der Großneffe von Yaris, der bereits seit fast drei Jahren bei uns lebt. Bilder der beiden Süßen kann man auf ihrer Fanseite bei Facebook anschauen – und man darf natürlich auch „Fan“ werden ;)
3. Ist unser Haus mal wieder eine Baustelle – dieses Mal allerdings glücklicherweise außerhalb unserer Wohnung. Unsere zukünftigen Nachbarn sind dabei, ihre Haushälfte gründlich umzubauen und außerdem draußen eine Menge Dinge zu tun, die uns ebenfalls nützen. Der Schmutz und der Lärm machen uns nicht das Mindeste aus – lästig sind immer nur Handwerker in der eigenen Wohnung (finde ich jedenfalls, da fühle ich mich immer in meiner Privatsphäre gestört), obwohl das natürlich leider auch manchmal nötig ist.
Okay, ich denke das reicht für heute – bis demnächst ;)
Was bei mir in den letzten Monaten passiert ist:
1. Habe ich ein neues Buch veröffentlicht, und das ist zum ersten Mal auch in verschiedenen Online-Shops als E-Book erschienen, unter anderem bei iTunes und Amazon Kindle, aber natürlich auch als Print-Ausgabe.
2. Haben wir seit Ende August einen neuen Hund, genau genommen einen Zwergpinscher. Er heißt Flash Gordon ist der Großneffe von Yaris, der bereits seit fast drei Jahren bei uns lebt. Bilder der beiden Süßen kann man auf ihrer Fanseite bei Facebook anschauen – und man darf natürlich auch „Fan“ werden ;)
3. Ist unser Haus mal wieder eine Baustelle – dieses Mal allerdings glücklicherweise außerhalb unserer Wohnung. Unsere zukünftigen Nachbarn sind dabei, ihre Haushälfte gründlich umzubauen und außerdem draußen eine Menge Dinge zu tun, die uns ebenfalls nützen. Der Schmutz und der Lärm machen uns nicht das Mindeste aus – lästig sind immer nur Handwerker in der eigenen Wohnung (finde ich jedenfalls, da fühle ich mich immer in meiner Privatsphäre gestört), obwohl das natürlich leider auch manchmal nötig ist.
Okay, ich denke das reicht für heute – bis demnächst ;)
Freitag, 8. Juli 2011
Wie wir sie liebten...
… als Kinder, die Sesamstraße :) Hier sind die beiden Teile der ersten Folge, die in Deutschland ausgestrahlt wurde:
Leider wurden später Susanne, Bob und Gordon und auch einige der Puppen durch Samson, Tiffy und Herrn von Bödefeld sowie ihre albernen menschlichen Freunde (Erwachsene im Kinderoutfit) ersetzt. Aus pädagogischen Gründen, vermute ich, denn die Drei aus der amerikanischen Sesamstraße waren als Erwachsene so etwas wie Autoritäten für Kinder. Anders die deutschen Sesamstraßler. Die benahmen sich kindischer als Kinder und das war wohl von den Machern so beabsichtigt – Erwachsene, die sich vor Kindern zum Affen machten, während die Kinder laut und rotzig die „Macht“ übernahmen (bestes Beispiel: „Rappelkiste“), waren damals in. Ich war zu der Zeit diesen Sendungen glücklicherweise schon entwachsen!
Leider wurden später Susanne, Bob und Gordon und auch einige der Puppen durch Samson, Tiffy und Herrn von Bödefeld sowie ihre albernen menschlichen Freunde (Erwachsene im Kinderoutfit) ersetzt. Aus pädagogischen Gründen, vermute ich, denn die Drei aus der amerikanischen Sesamstraße waren als Erwachsene so etwas wie Autoritäten für Kinder. Anders die deutschen Sesamstraßler. Die benahmen sich kindischer als Kinder und das war wohl von den Machern so beabsichtigt – Erwachsene, die sich vor Kindern zum Affen machten, während die Kinder laut und rotzig die „Macht“ übernahmen (bestes Beispiel: „Rappelkiste“), waren damals in. Ich war zu der Zeit diesen Sendungen glücklicherweise schon entwachsen!
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Samstag, 28. Mai 2011
Der stilvolle Kampf gegen Verschwendung
Seit kurzem bin ich bei Kleiderkreisel und zwar sowohl als Verkäuferin mit meinem eigenen kleinen Shop als auch als Käuferin. Bei Kleiderkreisel – Werbeslogan: „Mach mit und kämpfe stilvoll gegen Verschwendung!“ – kann man Kleidung, Schuhe und Accessoires, die man nicht mehr braucht, die aber zu schade sind, um sie wegzuwerfen, verkaufen, tauschen oder auch verschenken (gegen Versandkosten). Im Gegenzug kann man natürlich auch Sachen kaufen, tauschen oder sich schenken lassen ;)
Einige der angebotenen Dinge sind echte Schätzchen. Ich selbst habe mir dort zum Beispiel ein klassisches Laura-Ashley-Kleid gekauft – eines von der Sorte, die es nicht mehr gibt, seit Laura Ashley verstorben ist und ihre Erben das Design-Label auf Mainstream getrimmt haben. In meinem Shop biete ich übrigens auch eines an, aus dem ich herausgewachsen bin (nicht in der Länge, sondern in der Breite ;) ). Das erste Teil, das ich verkauft habe, war ein 6-lagiger Petticoat, und die Käuferin war ebenso begeistert, dass sie so etwas bei Kleiderkreisel finden konnte, wie ich über mein „neues“ LA-Kleid war :)
Dieses Video zum Thema habe ich bei YouTube gefunden:
Ich kann euch nur empfehlen, mal bei Kleiderkreisel reinzuschauen, die Chance, dass man dort ein Stück findet, nach dem man schon lange gesucht hat, ist ziemlich groß!
Ach ja, und wer sich lieber dafür entscheidet, gut erhaltene Sachen an eine Hilfsorganisation zu geben – bitte achtet darauf, dass es eine ist, die nicht die Kleider wahllos schreddert (passiert häufig bei Kleidersammlungen „in Tüten“) oder unkontrolliert säckeweise in Richtung Dritte Welt verschickt, wo sie auf den Märkten landen und die einheimische Kleiderindustrie ruinieren. Es lohnt sich, genau nachzufragen (auch und gerade bei „renommierten“ Organisationen!!!), was mit den Sachen passiert, die ihr abgebt! Und wenn ihr solchermaßen euren Kleiderschrank geleert habt, könnt ihr ja trotzdem bei Kleiderkreisel "neue" Klamotten kaufen ;)
Einige der angebotenen Dinge sind echte Schätzchen. Ich selbst habe mir dort zum Beispiel ein klassisches Laura-Ashley-Kleid gekauft – eines von der Sorte, die es nicht mehr gibt, seit Laura Ashley verstorben ist und ihre Erben das Design-Label auf Mainstream getrimmt haben. In meinem Shop biete ich übrigens auch eines an, aus dem ich herausgewachsen bin (nicht in der Länge, sondern in der Breite ;) ). Das erste Teil, das ich verkauft habe, war ein 6-lagiger Petticoat, und die Käuferin war ebenso begeistert, dass sie so etwas bei Kleiderkreisel finden konnte, wie ich über mein „neues“ LA-Kleid war :)
Dieses Video zum Thema habe ich bei YouTube gefunden:
Ich kann euch nur empfehlen, mal bei Kleiderkreisel reinzuschauen, die Chance, dass man dort ein Stück findet, nach dem man schon lange gesucht hat, ist ziemlich groß!
Ach ja, und wer sich lieber dafür entscheidet, gut erhaltene Sachen an eine Hilfsorganisation zu geben – bitte achtet darauf, dass es eine ist, die nicht die Kleider wahllos schreddert (passiert häufig bei Kleidersammlungen „in Tüten“) oder unkontrolliert säckeweise in Richtung Dritte Welt verschickt, wo sie auf den Märkten landen und die einheimische Kleiderindustrie ruinieren. Es lohnt sich, genau nachzufragen (auch und gerade bei „renommierten“ Organisationen!!!), was mit den Sachen passiert, die ihr abgebt! Und wenn ihr solchermaßen euren Kleiderschrank geleert habt, könnt ihr ja trotzdem bei Kleiderkreisel "neue" Klamotten kaufen ;)
Montag, 9. Mai 2011
Seit einigen Tagen...

… ist mein neuer Roman zu haben. „Das Haus der Großmutter“ ist eine Geschichte, die traurig anfängt und glücklich endet. Darum geht es:
Nach dem Unfalltod ihrer Eltern und Geschwister werden Miriam und ihr jüngster Bruder Samuel von der Großmutter aufgenommen. Als diese einige Jahre später stirbt, drängt ihr Sohn auf den Verkauf ihres Hauses. Miriam sieht keine Möglichkeit, es zu verhindern, und findet sich damit ab. Doch die Geldgier des Onkels, eine geheimnisvolle Entdeckung auf dem Dachboden und die überraschende Begegnung auf einem Kreuzfahrtschiff scheinen das Unmögliche möglich zu machen…
Erhältlich ist er unter anderem bei Amazon und mit etwas Glück auch bei meinem Preisausschreiben.
Samstag, 30. April 2011
40 Jahre später
Es war schon ein wenig aufregend, nach 40 Jahren an eine der Lieblingsstätten meiner Kindheit zurückzukehren. Über Ostern waren wir in Trens in der Nähe von Sterzing. Gewohnt haben wir dort im Hotel Post, genau wie ich vor 40 Jahren - damals natürlich noch mit Eltern, Bruder und manchmal auch anderen Verwandten. Ich war sehr gespannt, woran ich mich noch erinnern konnte und was sich verändert hatte. Letzteres war nach so langer Zeit einiges. Der Ort ist jetzt wesentlich größer, vieles ist moderner und auch das Hotel Post, das damals noch Gasthof Alte Post hieß und eine kleine Ferienpension mit Landwirtschaft war, hat sich sehr gewandelt. Trotzdem war nicht alles anders, wie man unten sieht :)
Der Erker im ehemaligen Frühstücksraum (heute ein Nebenraum der Gastwirtschaft) im Hotel Post; dort, wo ich auf dem Foto sitze, befand sich der Stammplatz meines Großvaters, wenn er in Trens war.
Der Erker von außen; hier strahle ich an meinem 5. Geburtstag im Juli 1971 in die Schwarzweiß-Kamera meines Vaters.
Dieselbe Stelle fast 40 Jahre später - April 2011; insgesamt sieht natürlich alles schöner aus, aber dass der alte Briefkasten verschwunden war, fand ich schade.
Helene Benedikter, die Tochter der Gastwirtsfamilie, war meine große Freundin, wenn wir dort waren; das Foto zeigt sie mit mir auf dem Arm im Jahr 1971, vermutlich bei einem Festumzug in Sterzing.
Helene ist noch da, aber heute als Chefin des Hotels; es war toll, sie wieder zu treffen :) Das Bild zeigt uns übrigens im sehr schönen neuen wintergartenartigen Frühstücksraum.
Wenn es nach Hermann und mir geht, werden nicht weitere 40 Jahre vergehen, bis wir wieder dort hin fahren - eher ein bis zwei Jahre. Es passiert ja nicht so oft, dass man sich in einem Lieblingsort der Kindheit auch noch als Erwachsener wohlfühlt, aber in diesem Fall ging es mir tatsächlich so - der Ort hat sich verändert und ich auch, aber es passt immer noch alles zusammen :)
Der Erker im ehemaligen Frühstücksraum (heute ein Nebenraum der Gastwirtschaft) im Hotel Post; dort, wo ich auf dem Foto sitze, befand sich der Stammplatz meines Großvaters, wenn er in Trens war.
Der Erker von außen; hier strahle ich an meinem 5. Geburtstag im Juli 1971 in die Schwarzweiß-Kamera meines Vaters.
Dieselbe Stelle fast 40 Jahre später - April 2011; insgesamt sieht natürlich alles schöner aus, aber dass der alte Briefkasten verschwunden war, fand ich schade.
Helene Benedikter, die Tochter der Gastwirtsfamilie, war meine große Freundin, wenn wir dort waren; das Foto zeigt sie mit mir auf dem Arm im Jahr 1971, vermutlich bei einem Festumzug in Sterzing.
Helene ist noch da, aber heute als Chefin des Hotels; es war toll, sie wieder zu treffen :) Das Bild zeigt uns übrigens im sehr schönen neuen wintergartenartigen Frühstücksraum.Wenn es nach Hermann und mir geht, werden nicht weitere 40 Jahre vergehen, bis wir wieder dort hin fahren - eher ein bis zwei Jahre. Es passiert ja nicht so oft, dass man sich in einem Lieblingsort der Kindheit auch noch als Erwachsener wohlfühlt, aber in diesem Fall ging es mir tatsächlich so - der Ort hat sich verändert und ich auch, aber es passt immer noch alles zusammen :)
Montag, 4. April 2011
Urlaub in... Italien???
Wenn mich jemand fragt, wo wir unseren nächsten Urlaub verbringen, sage ich „Südtirol“ – was stimmt, denn da werden wir demnächst hinfahren. Allerdings würde es mir nie in den Sinn kommen, zu sagen, wir führen nach Italien, obwohl das geographisch richtig ist, aber dann hätte ich das Gefühl, mein Gegenüber bekäme eine falsche Vorstellung von der Gegend, in die wir fahren. Wenn ich nach Wales reise, kann ich ebenso gut sagen, ich fahre nach Großbritannien, auch bei Elsass-Lothringen, das ja irgendwie noch so ein kleines bisschen deutsch ist, kommt mir das Wort „Frankreich“ leicht über die Lippen. Aber Südtirol und Italien? Das passt zusammen wie Bolognesesauce zu Eiscreme. Daran ändert auch die Tatsache nichts, dass in der Region alles, was irgendwie offiziell ist (Hinweisschilder usw.) zweisprachig daher kommt, ab und zu auch nur Italienisch. Noch nicht einmal die Erfahrung, dass wir damals als Kinder 100 Lire in den Kaugummiautomaten geworfen haben (worüber wir uns köstlich amüsierten, denn Lire war ja so etwas wie bei uns D-Mark und nicht etwa Pfennig, und 100 DM für ein Kaugummi war schon irgendwie eine lustige Vorstellung), konnte uns mental darauf einstellen, dass wir in Italien waren. Ich frage mich, ob es noch eine andere Region in Europa gibt, die so wenig zu dem Rest des Staates passt, zu dem sie offiziell gehört (mit Regionen, die außerhalb Europas liegen, aber zu einem europäischen Staat gehören, verhält es sich teilweise anders)! Ich bin zwar noch nicht überall gewesen, aber doch in ziemlich vielen Regionen zumindest West-Europas, trotzdem fällt mir keine ein. Südtirol unterscheidet sich jedenfalls in jeder Hinsicht vom Rest Italiens – wenn man vom „Erz“-Katholizismus absieht, der wirklich in ganz Italien herrscht, Südtirol eingeschlossen!
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