Dienstag, 6. Oktober 2009

Es geht auf Weihnachten zu

Dies merkt man nicht nur an den Lebkuchen und Spekulatius, die sich im Supermarkt türmen – neben Herbstdeko und Halloweenkürbisfratzen – sondern an vielem anderen. In den Katalogen, die einem ins Haus flattern, werden Weihnachtskarten, Adventsdeko und –kalender und Geschenkideen für das Fest der Feste angeboten. Die diversen Päckchenaktionen wie „Weihnachten im Schuhkarton“ , „Ein Päckchen Liebe schenken“ und „Ein Päckchen Nächstenliebe“ laufen an. Gestern schließlich war bei uns ein Brief von Diaconia im Briefkasten, der sich um die Weihnachtsgeschenke für die Patenkinder drehte (wobei mir einfiel, dass die Weihnachtskarten für sie auch bald fällig sind). Leider können wir seit letztem Jahr keine Geschenke mehr schicken, sondern nur noch Geld überweisen. Der Grund ist, dass Armenien seine Bestimmungen für gebrauchte Hilfsgüter verschärft hat, so dass keine gebrauchten Kleider usw. mehr geschickt werden können und es sich damit nicht mehr lohnt, Container loszuschicken, in denen die Weihnachtsgeschenke immer mittransportiert wurden. Der Vorteil ist natürlich, dass das Geld für den Transport (mehrere 1000 Euro) gespart wird und von diesem Geld Kleidung und andere Hilfsgüter direkt im Land gekauft werden – dies gilt dann auch für die Weihnachtsgeschenke – und dadurch die einheimische Wirtschaft unterstützt wird. Da es in Armenien eigentlich fast alles zu kaufen gibt – es hat eben nur seinen Preis, den arme Leute nicht zahlen können – ist das zweifellos ein großer Vorteil. Auch wenn ich natürlich sehr gerne selbst Geschenke für die Kinderchen ausgesucht hätte :) Aber die Weihnachtsgeschenke für Familie und Freunde suchen wir ja wenigstens selber aus - beziehungsweise haben wir ausgesucht, denn die sind auch alle schon gekauft oder zumindest bestellt. Immerhin geht es ja auf Weihnachten zu... ;)

1 Kommentar:

Kirsten hat gesagt…

Die Einkaufsregale mit den Weihnachtssachen ignoriere ich noch hartnäckig. Der reinste Wahnsinn, das du schon alle Geschenke hast! Find ich toll! Ich habe zwar nicht viel zu Schenken, es gibt bei uns nur Kleinigkeiten, aber da habe ich mir noch gar keine drüber Gedanken gemacht. Wir unterstützen mit Futterspenden, das örtliche Tierheim. VG Kirsten