Ich geb’s ja zu, ich habe mich etwas rar gemacht in letzter Zeit. Eigentlich wollte ich jeden Tag wenigstens einen Blog-Eintrag in einem meiner fünf Blogs zustande bringen, aber im Moment bin ich sehr unkreativ. Der Grund liegt wohl darin, dass ich viel nachzudenken und zu planen habe und mich innerlich mal wieder umstellen muss.
Als ich vor über einem Jahr nach unserer Hochzeit zu meinem Mann in sein Elternhaus gezogen bin, hatte ich noch gedacht, dass ich (falls nichts wirklich Unvorhergesehenes dazwischen käme – ein Todesfall oder eine sonstige Katastrophe) wenigstens die nächsten zehn bis fünfzehn Jahre hier verbringen würde, also bis er in Rente geht. Jetzt kommt es allerdings doch anders und wir werden wohl das Haus samt Garten gegen eine passende Eigentumswohnung mit Balkon eintauschen.
Bevor uns jetzt jemand für verrückt erklärt – es gibt einige Gründe dafür. Der erste ist, dass das Haus zur Hälfte Hermanns Bruder gehört, der aber nicht hier wohnt, und seinen Anteil verständlicherweise gerne loswerden würde, da es ihn nur Geld kostet und er eigentlich nichts davon hat. Wir hatten zunächst überlegt, ihn auszuzahlen (langsam natürlich, so dicke haben wir es ja auch nicht) und das Haus zu behalten. Wenn wir ein paar Kinder hätten, wäre das sicher ideal, denn für eine Familie ist das Haus wirklich passend!
Ein zweiter Grund, es zu verkaufen, ist unser "fortgeschrittenes" Alter. Hermann ist über 50 und eigentlich ist es da nicht mehr angesagt, noch einen Kredit aufzunehmen (den wir dann ewig abzahlen müssten) um genügend Geld für nötige Renovierungen zu haben. Drittens machen das Haus und vor allem der Garten eine Menge Arbeit, die ich weitgehend alleine erledigen muss, da Hermann als Freiberufler wirklich sieben Tage die Woche arbeitet. Noch dazu habe ich von Gartenpflege weder Ahnung noch macht es mir Spaß.
Also werden wir uns jetzt darüber schlau machen, was das Haus wert ist und zu welchem Preis wir es verkaufen können. Verramschen wollen wir es natürlich auf keinen Fall, zumal wir ja von unserem Anteil die Eigentumswohnung bezahlen wollen! Ich denke aber, dass unsere Chancen gar nicht schlecht stehen, zumal so ein Haus samt Renovierungskosten immer noch billiger ist als ein Neubau plus Grundstück, und da wir erstens in einer attraktiven Region und zweitens nur etwa zwei Minuten vom Schul- und Sportzentrum entfernt wohnen und auch sonst (fast) alles Wichtige (Bahnhof, Arzt, Zahnarzt, Supermarkt, Banken, …) in unmittelbarer Nähe haben, müsste das doch eigentlich zu machen sein.
Übrigens habe ich bei meinen „Nachforschungen“ in den Immobilienportalen festgestellt, dass die Leute von schräg gegenüber ihr Haus ebenfalls zum Kauf anbieten (jetzt weiß ich auch, warum in letzter Zeit öfter Autos mit auswärtigen Kennzeichen vor dem Grundstück unserer Nachbarn parken – offenbar ist Interesse da!). Da es unserem Haus nicht ganz unähnlich ist (einige Unterschiede gibt es schon), bin ich echt gespannt, wann sie Erfolg haben!
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