Mittwoch, 1. Februar 2012

Ich schreibe wie...



... sagt die FAZ. Als Text habe ich einen Ausschnitt aus meinem ersten Roman "Briefe aus Kensington" eingegeben.

Allerdings frage ich mich, warum ich dann nicht so erfolgreich bin wie Peter Handke! Ist doch irgendwie ungerecht, wenn ich genauso schreiben kann!

Den Link zum Test habe ich übrigens bei Lila gefunden.

Sonntag, 15. Januar 2012

Mein 1-Euro-pro-Tag Experiment


Wir unterstützen zwar bereits acht Patenkinder in Armenien und finanzieren einem von ihnen außerdem eine Therapie, aber ich habe mich entschlossen, dennoch zusätzlich das 1-Euro-pro-Tag Experiment zu machen, über das ich in dem vorherigen Blog-Beitrag geschrieben habe. Einfach, um zu sehen, was noch geht. Jeden Tag landet ein weiterer Euro in einer alten Sparbüchse, die entweder mir oder einem meiner Brüder gehört hatte und von der ich gar nicht mehr wusste, dass sie noch existiert – bis ich sie auf einem Sideboard im Wohnzimmer meines mittleren Bruders stehen sah. Als ich ausrief „Ach, die hast du noch???“, drückte er sie mir in die Hand und nachdem ich sie auf meinen eigenen Schreibtisch gestellt hatte, war mir bald klar, wofür sie gut sein sollte.

Das Geld, das ich da hinein werfe, soll allerdings nicht dazu da sein, noch ein weiteres Kind per Patenschaft zu unterstützen, sondern vielmehr Projekte, die mir am Herzen liegen. Nein, es werden keine Vorschläge entgegen genommen, ich habe bereits mehr Projekte auf meiner (unsichtbaren) Liste, als ich jemals unterstützen könnte! Das Geld für Januar wird der Arise Conference zugute kommen.

Freitag, 9. Dezember 2011

Das 1-Euro-pro-Tag Experiment

Es ist immer wieder beeindruckend, wie viel Geld für wohltätige Zwecke zusammenkommt, wenn Promis bei irgendeiner Fernseh-Spendengala zu Spenden aufrufen und womöglich auch noch selbst am Telefon sitzen. Auf einmal öffnen sich die Brieftaschen, die sonst das ganze Jahr über – außer vielleicht zu Weihnachten – verschlossen sind, sich dafür aber umso leichter öffnen, wenn es um Luxusgüter für den eigenen Bedarf geht.

Ganz unwillig scheinen viele Menschen zu sein, wenn es um regelmäßige Spenden geht, wie etwa für Kinderpatenschaften. Dabei sind die monatlichen Beiträge im Vergleich zum Nutzen eigentlich lächerlich. Für lediglich zwischen 25 und 35 Euro pro Monat versorgen die Patenschaftsorganisationen ein Kind mit allem Nötigen, das es braucht, um ein einigermaßen menschenwürdiges Leben zu führen. Es ist bemerkenswert, zu hören, welche gut situierten Leute eine solche Patenschaft nicht übernehmen, weil sie sich einbilden, dafür womöglich auf etwas verzichten zu müssen. In den seltensten Fällen ist dies jedoch der Fall.

Zum Beweis lade ich dich zu einem Experiment ein: stecke für einen oder zwei (oder auch mehrere) Monate jeden Tag einen Euro in eine Spardose und achte am Ende des Monats darauf, ob du tatsächlich wegen dieses einen Euro pro Tag auf irgendetwas verzichten musstest, das du DRINGEND gebraucht hättest. Falls das nicht der Fall ist, entscheide dich, was du mit dem Geld machen willst, das du ja übrig hast.



Hier eine kleine Entscheidungshilfe (ich persönlich kenne die Organisationen Diaconia und KiKo, die beide absolut seriös sind und sauber arbeiten):

Ayuda Directa (www.ayudadirecta.org - Ecuador)
Brot des Lebens (www.brot-des-lebens.org - Armenien, Bosnien, Rumänien)
Bulungi (www.bulungi.de - Uganda)
Compassion (www.compassion-de.org - verschiedene Länder)
Diaconia (www.diaconia.org – Armenien und Rumänien)
Friedensflecken (www.friedensflecken.de - Kinder christlicher Familien im Heiligen Land)
Funyula Vision (www.funyula-vision.com - Kenya)
GAiN (www.gain-germany.org – Uganda, Indien, Portugal, auch Frauenpatenschaften in Indien)
Isis Hilfsprojekte (www.isis-hilfsprojekte.de - Ägypten)
KiKo (www.kiko-ev.de – Programmpatenschaften für geistig behinderte Kinder in Kolumbien)
Kindernothilfe (www.kindernothilfe.de – verschiedene Länder)
Missionswerk Frohe Botschaft (www.mfb-info.de - Kenia, Ruanda, Uganda, auch Seniorenpatenschaften in Uganda)
ora Patenherz (www.patenherz.de - verschiedene Länder)
Plan (www.plan-deutschland.de – verschiedene Länder)
Projekthilfe Südostasien (www.projekthilfe-suedostasien.de - Burma und Vietnam)
SOS Kinderdörfer (www.sos-paten.de – verschiedene Länder)
Regenbogen-Atelier (www.waisenkinderperu.de.vu - Peru)
Vision für Afrika (www.visionforafrica-intl.org - Uganda)
World Vision (www.worldvision.de – verschiedene Länder)

Montag, 21. November 2011

"Ein Mann wie Papa" von Elsa Rieger - Rezension

Der Roman handelt von komplizierten Beziehungskisten erwachsener Menschen, die eigentlich nicht erwachsen sein wollen. Die Hauptperson Marie, eine Mittvierzigerin, die sich gerne auf jünger trimmt, macht bei den meisten Männern, mit denen sie zu tun hat – ihrem Liebhaber Paul, ihrem Schwager Chris und ihrem verstorbenen Vater - das „Peter Pan“-Syndrom aus, also die Weigerung, erwachsen zu werden. Dabei hält sie sich selbst für durchaus erwachsen, was eine grobe Fehleinschätzung ist. Auch Marie ist, ebenso wie ihre Schwester Julia und ihre Chefin Mona, in der Pubertät stecken geblieben. Wenn es brenzlig wird, flüchtet sie zu ihrer Mutter. Dabei ist sie selbst Mutter eines tatsächlich pubertierenden Sohnes und muss sich außerdem zeitweise um die Kinder von Julia kümmern. Aber für Paul wäre sie am liebsten ein Kind, was der sich nicht gefallen lässt – nicht zuletzt, weil er selbst noch mitten in der Pubertät steckt, obwohl er sich natürlich für ebenso erwachsen hält wie alle anderen Beteiligten.

Ein Mann wie Papa“ ist eine sehr gelungene Geschichte über die dauerpubertierenden Erwachsenen der postmodernen Gesellschaft. Der Egoismus des Einzelnen, der von einer Partnerschaft vor allem selbst profitieren möchte, wenn nötig auch auf Kosten des anderen, wird von der Autorin so anschaulich dargestellt, dass man als Leser die Romanfiguren am liebsten ständig irgendwohin treten möchte. Zumindest mir ging es so. Allerdings erscheinen mir die Allüren der Protagonisten nicht – oder wenigstens nicht sonderlich – übertrieben. Die ewig pubertierenden Egomanen sind tatsächlich unter uns und sie sind gar nicht so selten.

Dienstag, 8. November 2011

Mein Strickabenteuer - Update


Mittlerweile habe ich meinen Tubeline Scarf, also den Schal in den Farben der Londoner U-Bahn-Linien, fertig. Er ist nicht perfekt, aber immerhin tragbar. Zur Zeit allerdings noch nicht, denn es ist jetzt, fast Mitte November, immer noch zu warm für einen Wollschal.



Außerdem habe ich aus dem Stich London Buch die kleine Taube Cooey gestrickt. Es war einfacher als ich dachte :)

Das hätte mir zu meiner Schulzeit mal jemand sagen sollen, dass mir Stricken auch Spaß machen kann! ;)

Samstag, 29. Oktober 2011

Wenn es mir gut geht

Dies sind die Worte, die ich mittlerweile zu jeder Zusage zu einer Einladung oder einer Verabredung hinzufügen muss. Natürlich kann es jedem schon mal nicht gut gehen und gerade jetzt im Herbst werden viele Menschen von Erkältungen oder anderen Krankheiten geplagt und können deshalb die eine oder andere Zusage nicht einhalten. Es ist immer ärgerlich, wenn man aus Krankheitsgründen einen Termin nicht wahrnehmen kann, auf den man sich vielleicht gefreut hat oder, noch schlimmer, der von einem selbst abhängig ist. Auf Letzteres lasse ich mich schon gar nicht mehr ein, denn die Gefahr, dass es mir nicht gut geht, ist zu groß. Früher habe ich meinen gesunden Körper immer für selbstverständlich gehalten, so wie es die meisten Menschen tun. Ich weiß auch, dass sich viele Frauen in meinem Alter wünschen, dass sie einen jüngeren Körper hätten. Ich dagegen möchte einfach nur so beschwerdefrei sein, wie die durchschnittliche Frau mit Mitte 40.

Die Beschwerden haben meine Einstellung zum Leben so verändert, dass ich nichts mehr für selbstverständlich halte, weder die Gesundheit, noch die finanzielle Versorgung oder sonst alles, das in meinem Leben mehr oder weniger eine Rolle spielt oder es überhaupt erst möglich macht. Es gibt nichts, das nicht plötzlich weg sein kann. Noch vor zehn Jahren wäre es mir nicht in den Sinn gekommen, dass ich viele Termine und Verabredungen nicht wahrnehmen könnte, weil mein Körper so oft streikt. Ich habe es mir mittlerweile abgewöhnt, es peinlich zu finden.

Das Resultat dieser angeschlagenen Gesundheit ist, dass ich mich mit allem absolut auf Gott verlassen und darauf vertrauen muss, dass Er mir zur rechten Zeit das gibt, was ich brauche. Das muss zwar eigentlich jeder, aber ich denke, nur wenn man in chronischen Problemsituationen, egal welcher Art, steckt, wird man sich dessen wirklich bewusst. Das Bemerkenswerte ist, dass es tatsächlich funktioniert :) Natürlich nerven mich meine Beschwerden ganz gewaltig, wenn sie sich bemerkbar machen, aber da alles, was ich habe, Gott gehört, auch mein Körper, kann ich mich darauf verlassen, dass ich alles damit tun kann, was Er von mir verlangt. Und es ist auch nicht ausgeschlossen, dass Er mich eines Tages heilen wird.

Nun zu euch, die ihr sagt: "Heute oder morgen wollen wir in die und die Stadt ziehen. Wir werden ein Jahr dort bleiben, Geschäfte machen und Geld verdienen." Ihr wisst doch nicht einmal, was morgen sein wird. Was ist denn euer Leben? Es ist nur ein Dampf, der kurze Zeit sichtbar ist und dann verschwindet. Ihr solltet vielmehr sagen: "Wenn der Herr es will, werden wir leben und dieses oder jenes tun." – Jakobus 4,13-15 NeÜ

Samstag, 15. Oktober 2011

Mein Strickabenteuer

Eigentlich hatte ich „für immer“ aufgehört zu stricken und sonstige Handarbeiten zu machen, nachdem ich endlich das entsprechende Schulfach hinter mir gelassen hatte. Ich hatte nie ein sonderliches Talent dafür, nicht zuletzt, da ich zwei ungeschickte Hände habe, aber ich mochte es, mit dem bunten Garn umzugehen, und so hätte ich sicher mehr Freude an der Sache gehabt, wenn es in der Schule für diese Dinge nicht Zensuren gegeben hätte. Da war der Misserfolg schon mal vorprogrammiert, und meine beiden Handarbeitslehrerinnen unterließen es nie, Bemerkungen über die „Werke“ weniger talentierter Schüler zu machen. Also war ich einfach nur froh, als ich nicht mehr handarbeiten musste, obwohl ich nach wie vor alle beneidete, die toll stricken, häkeln oder nähen und sich schöne Sachen selbst machen konnten.



Was mich vor kurzem dazu gebracht hat, es wieder zu versuchen, war ein Buch, über das Laura Porter von About.com London Travel etwas bei Twitter gepostet hatte. Das Buch heißt „Stitch London“ und enthält Strickmuster für fast alles, was man typischerweise mit London verbindet – von der Queen über ihre Wachsoldaten und den Bobbys bis zu Big Ben und der Tower Bridge. Ja, auch die kann man stricken, natürlich mit der entsprechenden Übung. Und Letzteres war nun gerade mein Problem. So zuckersüß und unwiderstehlich ich die Figürchen auf der Titelseite des Buches als leidenschaftlicher London-Fan fand – sie selbst zu fabrizieren, erschien mir doch unmöglich. Es war mein „Fehler“, diesen „Frust“ auf Twitter kundzutun. Die beiden Londoner Ladies Laura Porter alias @AboutLondon und Lauren O‘Farrell alias @deadlyknitshade, die Autorin des Buches – sie gehört übrigens zur Londoner Strickguerilla - überredeten mich daraufhin, das mit dem Stricken doch einfach mal zu versuchen.



Naja, viel verlieren konnte ich ja nicht. Also schnappte ich mir etwas Restwolle, die wir aus den Vorräten meiner verstorbenen Schwiegermutter noch im Keller hatten, und kaufte mir eine passende Rundstricknadel. Wie nun anfangen? Glücklicherweise gibt es für alles Websites, und für diesen Fall gibt es sogar eine sehr nützliche Website namens „Stricken erlernen“ mit Videos für Leute wie mich, die mit einer Menge Wörter nichts anfangen können, wenn es um Anleitungen geht. Mit Hilfe dieser Videos probierte ich erstmal ein paar Dinge aus – den Anfang natürlich, und rechts und links stricken. Bald kamen aus den Tiefen meines Gehirns die lange verdrängten Erinnerungen hoch und es ging auf einmal ganz flott. Als nächstes musste natürlich besagtes Buch her, das ich mir bestellte und ein paar Tage später in den Händen hielt. Mein erstes Projekt ist der Tubeline Scarf, ein Schal in den Farben der verschiedenen Londoner U-Bahnlinien. Die Dame in unserem örtlichen Woll- und Stoffladen war etwas verwundert , wieso ich ausgerechnet genau diese Farben haben wollte, offensichtlich hatte sie noch nie davon gehört, dass man für die berühmte Londoner „Tube“ nicht irgendwelche Farben nehmen kann - das wäre fast ein Sakrileg!



Bevor ich also zu Wachsoldaten und roten Telefonhäuschen komme – oder der kleinen Taube „Cooey“, für die das Material mit dem Buch mitgeliefert wird – versuche ich mich mit einfacheren Sachen. Hier ist der kurze Anfang eines langen Schals zu sehen:


Um die Anweisungen in dem Buch befolgen zu können, muss man natürlich Englisch verstehen - was man aber nicht sein muss, ist ein Strick-Experte, denn alles wird haarklein erklärt und ist daher auch für Anfänger leicht zu befolgen.

Inzwischen stricke ich jeden Abend, während ich meine geliebten englischen und amerikanischen Krimiserien anschaue und es macht bemerkenswert viel Spaß – ohne Handarbeitslehrerinnen, die einem kritisch über die Schulter schauen und schlechte Zensuren verpassen!

Sonntag, 25. September 2011

Der sommerliche Herbst


Das, was der Sommer wettermäßig nicht gebracht hat, nämlich stabiles trockenes Wetter, scheint der Frühherbst jetzt wettmachen zu wollen. Es ist sogar bei uns auf der Hochebene der Schwäbischen Alb schön warm :) Das Foto habe ich heute vormittag während meiner Hunderunde mit meinem BlackBerry gemacht. Von dieser Anhöhe aus kann man, wenn man in die andere Richtung blickt, sogar die Schweizer Alpen sehen, wenn das Wetter klar ist. Heute war das allerdings nicht möglich, dazu war es doch ein wenig zu diesig. Aber sei’s drum! Es ist jedenfalls schön, noch im T-Shirt und vor allem ohne Regenzeug unterwegs sein zu können :)

Donnerstag, 8. September 2011

Das Ende des Sommers

Er ist zwar noch nicht ganz weg – und eigentlich ist ja die Frage, ob man überhaupt wirklich von „Sommer“ reden kann, allenfalls von „Teilzeitsommer“ – aber an der immer eher einsetzenden Dunkelheit und den sich langsam verfärbenden Blättern merkt man schon, dass er nicht mehr lange bleiben wird. Damit beginnt für mich auch wieder die Zeit der Bloggerei. Ich habe zwar offiziell keine Blogpause gemacht, aber irgendwie hatte ich während der letzten Zeit keine Lust – ich geb’s ja zu! Allerdings habe ich deswegen kürzlich schon eine „Beschwerde“ bekommen ;)

Was bei mir in den letzten Monaten passiert ist:

1. Habe ich ein neues Buch veröffentlicht, und das ist zum ersten Mal auch in verschiedenen Online-Shops als E-Book erschienen, unter anderem bei iTunes und Amazon Kindle, aber natürlich auch als Print-Ausgabe.

2. Haben wir seit Ende August einen neuen Hund, genau genommen einen Zwergpinscher. Er heißt Flash Gordon ist der Großneffe von Yaris, der bereits seit fast drei Jahren bei uns lebt. Bilder der beiden Süßen kann man auf ihrer Fanseite bei Facebook anschauen – und man darf natürlich auch „Fan“ werden ;)

3. Ist unser Haus mal wieder eine Baustelle – dieses Mal allerdings glücklicherweise außerhalb unserer Wohnung. Unsere zukünftigen Nachbarn sind dabei, ihre Haushälfte gründlich umzubauen und außerdem draußen eine Menge Dinge zu tun, die uns ebenfalls nützen. Der Schmutz und der Lärm machen uns nicht das Mindeste aus – lästig sind immer nur Handwerker in der eigenen Wohnung (finde ich jedenfalls, da fühle ich mich immer in meiner Privatsphäre gestört), obwohl das natürlich leider auch manchmal nötig ist.

Okay, ich denke das reicht für heute – bis demnächst ;)